Statistik belegt
Baden-Württemberger werden immer älter
dpa/lsw, veröffentlicht am 22.11.2007
Stuttgart - Die Baden-Württemberger werden immer älter. Im Jahr 2050 werde das Durchschnittsalter bei 50 Jahren liegen, heißt es in einer Studie des Statistischen Landesamts anlässlich eines Kongresses des Staatsministeriums und der Robert Bosch Stiftung am Donnerstag in Stuttgart. Bei der Gründung des Landes Baden-Württemberg hatte das Durchschnittsalter noch bei 35 Jahren gelegen, jetzt bei 42. Die Statistiker begründen dies damit, dass seit fast 30 Jahren relativ wenige Kinder geboren werden. Die Zahl der Kindergartenkinder nehme immer stärker ab. "In den allgemein bildenden Schulen dürfte bis 2025 im Vergleich zu heute fast jede vierte Schulbank leer bleiben", heißt es in der Studie.
"Der demografische Wandel ist die zentrale Herausforderung für Deutschland, Baden-Württemberg und für uns alle am Beginn des neuen Jahrtausends", sagte Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). Der Südwesten sei im Vergleich mit anderen Bundesländern aber noch gut dran. Fachkräftemangel, sinkende Geburtenzahlen und nachlassende Zuwanderung hinterließen aber auch im Land Spuren. Der CDU-Politiker plädierte deswegen für ein lebenslanges Lernen und warnte in diesem Zusammenhang vor einer "digitalen Spaltung" zwischen Menschen, die mit dem Internet umgehen können und jenen, die damit nicht zurecht kommen.
Die Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, Ingrid Hamm, drängte die Politik zum Handeln. Andernfalls werde sich die durchschnittliche Wachstumsrate in Baden-Württemberg in den kommenden 40 Jahren halbieren. Nötig seien eine Stärkung der Familien, solide öffentlichen Haushalte und mehr Beschäftigung in allen Altersgruppen und vor allem für Frauen. "Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes steht in direktem Verhältnis zur Lage der Familie", sagte Hamm. Alarmierend sei, dass nur die wenigsten Migranten Abitur machten - etwa 3,8 Prozent. Es dürfe kein Talent zurückgelassen werden, forderte die Geschäftsführerin.
Die Staatsrätin für demografischen Wandel und Senioren, Claudia Hübner, wies zudem darauf hin, dass das Land auch im Bereich Infrastruktur und Flächenverbrauch Konsequenzen ziehen müsse. Die Stadt- und Ortskerne müssten attraktiver gemacht werden.
"Der demografische Wandel ist die zentrale Herausforderung für Deutschland, Baden-Württemberg und für uns alle am Beginn des neuen Jahrtausends", sagte Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). Der Südwesten sei im Vergleich mit anderen Bundesländern aber noch gut dran. Fachkräftemangel, sinkende Geburtenzahlen und nachlassende Zuwanderung hinterließen aber auch im Land Spuren. Der CDU-Politiker plädierte deswegen für ein lebenslanges Lernen und warnte in diesem Zusammenhang vor einer "digitalen Spaltung" zwischen Menschen, die mit dem Internet umgehen können und jenen, die damit nicht zurecht kommen.
Die Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, Ingrid Hamm, drängte die Politik zum Handeln. Andernfalls werde sich die durchschnittliche Wachstumsrate in Baden-Württemberg in den kommenden 40 Jahren halbieren. Nötig seien eine Stärkung der Familien, solide öffentlichen Haushalte und mehr Beschäftigung in allen Altersgruppen und vor allem für Frauen. "Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes steht in direktem Verhältnis zur Lage der Familie", sagte Hamm. Alarmierend sei, dass nur die wenigsten Migranten Abitur machten - etwa 3,8 Prozent. Es dürfe kein Talent zurückgelassen werden, forderte die Geschäftsführerin.
Die Staatsrätin für demografischen Wandel und Senioren, Claudia Hübner, wies zudem darauf hin, dass das Land auch im Bereich Infrastruktur und Flächenverbrauch Konsequenzen ziehen müsse. Die Stadt- und Ortskerne müssten attraktiver gemacht werden.
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