Polizeireform
Acht Polizeireviere sind vielen Bürgern zu wenig
Jürgen Brand und Markus Heffner, aus der StZ vom 8. März 2008, veröffentlicht am 07.03.2008
Stuttgart -Die Polizei plant, die 14 Reviere im Stadtgebiet zu acht Großrevieren zusammenzulegen. In den betroffenen Stadtbezirken wird dieses Vorhaben mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Manche Bezirksvorsteher haben massive Proteste angekündigt.
Offiziell will die Führungsetage der Stuttgarter Polizei nach wie vor nichts sagen zu ihren Reformplänen und der Neustrukturierung der Polizeireviere. Es bleibe bei dem Zeitplan, Ende März dem Gemeinderat den von der Arbeitsgruppe entwickelten Entwurf vorzustellen, betont der Polizeisprecher Stefan Keilbach. Die nun vorab bekannt gewordenen Plänen, die 14 Reviere im Stadtgebiet aus Rationalisierungsgründen zu insgesamt acht Großrevieren zusammenzulegen, will Keilbach daher nicht weiter kommentieren. Es sei aber durchaus vorstellbar, so Keilbach, dass dies mit dem von der Polizei präferierten Modell übereinstimme.
Wie berichtet, hat die von Polizeipräsident Siegfried Stumpf eingesetzte Arbeitsgruppe nach Informationen aus Polizeikreisen einen Entwurf erarbeitet, nachdem es künftig nur noch die acht Großreviere Ost, Nord, Südwest, Filder, Cannstatt, Zuffenhausen, Wolframstraße und Innenstadt geben soll (siehe „Neue Struktur“). Dadurch würde auch die Zahl der Revierleiter und sonstigen Führungs- und Verwaltungskräfte erheblich reduziert, was nun polizeiintern einigen Diskussionsbedarf ausgelöst hat. Aufregung herrscht aber vor allem auch in den betroffenen Bezirken, die ihr Revier behalten wollen.
Die Überlegungen, das Polizeirevier Degerloch mit dem Gemeinschaftsrevier Vaihingen-Möhringen zu einem Großrevier Filder zusammenzulegen, sind für den Degerlocher Bezirksbeirat und die Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold völlig abwegig. „Wenn man die Karte anschaut, sieht man, was für ein riesiges Gebiet das wäre.“ Sie erwartet massive Proteste in Degerloch, sollten die Polizei an diesen Plänen festhalten.
Auch der Untertürkheimer Bezirksvorsteher Klaus Eggert, der wie alle Kollegen vom Polizeipräsidium einen Fragebogen zum Thema Polizeirevier im Bezirk zugeschickt bekommen hatte, ist alles andere als begeistert. War zunächst „nur“ von einer Zusammenlegung der Reviere Wangen und Untertürkheim die Rede, geht es jetzt um eine Bündelung beider Reviere mit dem Revier Ost. „Natürlich geht es da um die Fragen: Wo ist der Hauptsitz? Wie ist die Versorgung vor Ort?“ Eggert verweist darauf, dass es in Untertürkheim ein relativ neues Gebäude gebe, das dem Land gehöre und das vor knapp 20 Jahren nach den Bedürfnissen der Polizei gebaut worden sei. „Dort ist auch eine Erweiterung möglich.“ Grundsätzlich hält Eggert wie nicht viel von einer noch geringeren Polizeipräsenz. „Ich bin ein Fan von dezentralen Einrichtungen mit Menschen, die Ortskenntnis haben. Wenn ich eine Straße mit dem Navi suchen muss, ist das nicht gut.“
Bernhard Kübler, Bezirksvorsteher Ost, geht zwar davon aus, dass auch ein künftiges Großrevier seinen Sitz im Osten haben wird, bezeichnet die Pläne aber trotzdem als „bedauerlich“. Es sei keine Woche her, dass über den Anstieg der Kriminalität in Stuttgart berichtet wurde. Trotzdem gebe es ausgerechnet bei der Polizei solche drastischen Sparmaßnahmen, die zu Lasten der Bürger gehen.
Ähnlich sieht das Küblers Kollege aus dem Süden, der sich die avisierte Fusion mit dem Stuttgarter Westen nicht vorstellen mag. Ein Stadtbezirk mit 43.000 Einwohnern brauche unbedingt ein eigenes Revier, sagt Karl-Friedrich Jedtke. Auch die Weilimdorfer Bezirksvorsteherin Ulrike Zich kann sich nur schwer mit dem Gedanken anfreunden, auf ein eigenes Polizeirevier verzichten zu müssen. Weilimdorf sei der viertgrößte Stadtbezirk, habe ein Gewerbegebiet mit 20.000 Beschäftigten. Der Platz für ein neues Großrevier würde sich auf jeden Fall finden.
Offiziell will die Führungsetage der Stuttgarter Polizei nach wie vor nichts sagen zu ihren Reformplänen und der Neustrukturierung der Polizeireviere. Es bleibe bei dem Zeitplan, Ende März dem Gemeinderat den von der Arbeitsgruppe entwickelten Entwurf vorzustellen, betont der Polizeisprecher Stefan Keilbach. Die nun vorab bekannt gewordenen Plänen, die 14 Reviere im Stadtgebiet aus Rationalisierungsgründen zu insgesamt acht Großrevieren zusammenzulegen, will Keilbach daher nicht weiter kommentieren. Es sei aber durchaus vorstellbar, so Keilbach, dass dies mit dem von der Polizei präferierten Modell übereinstimme.
Wie berichtet, hat die von Polizeipräsident Siegfried Stumpf eingesetzte Arbeitsgruppe nach Informationen aus Polizeikreisen einen Entwurf erarbeitet, nachdem es künftig nur noch die acht Großreviere Ost, Nord, Südwest, Filder, Cannstatt, Zuffenhausen, Wolframstraße und Innenstadt geben soll (siehe „Neue Struktur“). Dadurch würde auch die Zahl der Revierleiter und sonstigen Führungs- und Verwaltungskräfte erheblich reduziert, was nun polizeiintern einigen Diskussionsbedarf ausgelöst hat. Aufregung herrscht aber vor allem auch in den betroffenen Bezirken, die ihr Revier behalten wollen.
Die Überlegungen, das Polizeirevier Degerloch mit dem Gemeinschaftsrevier Vaihingen-Möhringen zu einem Großrevier Filder zusammenzulegen, sind für den Degerlocher Bezirksbeirat und die Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold völlig abwegig. „Wenn man die Karte anschaut, sieht man, was für ein riesiges Gebiet das wäre.“ Sie erwartet massive Proteste in Degerloch, sollten die Polizei an diesen Plänen festhalten.
Auch der Untertürkheimer Bezirksvorsteher Klaus Eggert, der wie alle Kollegen vom Polizeipräsidium einen Fragebogen zum Thema Polizeirevier im Bezirk zugeschickt bekommen hatte, ist alles andere als begeistert. War zunächst „nur“ von einer Zusammenlegung der Reviere Wangen und Untertürkheim die Rede, geht es jetzt um eine Bündelung beider Reviere mit dem Revier Ost. „Natürlich geht es da um die Fragen: Wo ist der Hauptsitz? Wie ist die Versorgung vor Ort?“ Eggert verweist darauf, dass es in Untertürkheim ein relativ neues Gebäude gebe, das dem Land gehöre und das vor knapp 20 Jahren nach den Bedürfnissen der Polizei gebaut worden sei. „Dort ist auch eine Erweiterung möglich.“ Grundsätzlich hält Eggert wie nicht viel von einer noch geringeren Polizeipräsenz. „Ich bin ein Fan von dezentralen Einrichtungen mit Menschen, die Ortskenntnis haben. Wenn ich eine Straße mit dem Navi suchen muss, ist das nicht gut.“
Bernhard Kübler, Bezirksvorsteher Ost, geht zwar davon aus, dass auch ein künftiges Großrevier seinen Sitz im Osten haben wird, bezeichnet die Pläne aber trotzdem als „bedauerlich“. Es sei keine Woche her, dass über den Anstieg der Kriminalität in Stuttgart berichtet wurde. Trotzdem gebe es ausgerechnet bei der Polizei solche drastischen Sparmaßnahmen, die zu Lasten der Bürger gehen.
Ähnlich sieht das Küblers Kollege aus dem Süden, der sich die avisierte Fusion mit dem Stuttgarter Westen nicht vorstellen mag. Ein Stadtbezirk mit 43.000 Einwohnern brauche unbedingt ein eigenes Revier, sagt Karl-Friedrich Jedtke. Auch die Weilimdorfer Bezirksvorsteherin Ulrike Zich kann sich nur schwer mit dem Gedanken anfreunden, auf ein eigenes Polizeirevier verzichten zu müssen. Weilimdorf sei der viertgrößte Stadtbezirk, habe ein Gewerbegebiet mit 20.000 Beschäftigten. Der Platz für ein neues Großrevier würde sich auf jeden Fall finden.
Kommentare
Mark,peter orts,
09.01.2009 16:18
leute, ich bin dumm.
wo soll ich den ne Anzeige aufgeben wenn dort kein Polizei mehr inzwischen mehr ist.
Ich bin echt blöd scheisse.
könnt Ihr mir das verzeihen...???
wo soll ich den ne Anzeige aufgeben wenn dort kein Polizei mehr inzwischen mehr ist.
Ich bin echt blöd scheisse.
könnt Ihr mir das verzeihen...???
Mark,Peter Orts,
04.12.2008 22:05
Und tatsächlich werden schon jetzt wieder 200 Polizeistellen gestrichen weil das Geld in Stuttgart vorne und hinten nicht mehr langt.
Das lässt wegen < Stuttgart21 =
dem längsten Tunnelmassengrabfüreuros > nichts gutes erwarte.
Übrigens sind wohl die anderen Plattformenn über S21 zwischenzeitlich von Gegnern gereinigt worden.Die Zensur lässt grüssen.Das lösst aber keine Probleme sondern erschafft welche.
Und fehlende Polizeistationen/Polizisten werden dann durch neue Kriminalität ersetzt.
Weil keine Ordnungshüter mehr die Ordnung aufrecht erhalten können.
Das lässt wegen < Stuttgart21 =
dem längsten Tunnelmassengrabfüreuros > nichts gutes erwarte.
Übrigens sind wohl die anderen Plattformenn über S21 zwischenzeitlich von Gegnern gereinigt worden.Die Zensur lässt grüssen.Das lösst aber keine Probleme sondern erschafft welche.
Und fehlende Polizeistationen/Polizisten werden dann durch neue Kriminalität ersetzt.
Weil keine Ordnungshüter mehr die Ordnung aufrecht erhalten können.
mpo alias d.mark ortstarif,
16.07.2008 22:52
und schon wieder wurde ein leserbrief von mir gelöscht auf diesem forum.
vielleicht weil meine behauptung stimmt das durch stuttgart 21 und die damit explodierenden kosten demnächst sogar der polizei aufgrund fehlender öffentlicher gelder für benzin-kosten,deswegen in zukunft zu fuß mit blaulicht zum einsatzort rennen müßen.
stuttgart 21 öffnet das tot zum chaos.
so oder so.
rettet unsere polizei mit benzin-spenden.
guts nächtle.
vielleicht weil meine behauptung stimmt das durch stuttgart 21 und die damit explodierenden kosten demnächst sogar der polizei aufgrund fehlender öffentlicher gelder für benzin-kosten,deswegen in zukunft zu fuß mit blaulicht zum einsatzort rennen müßen.
stuttgart 21 öffnet das tot zum chaos.
so oder so.
rettet unsere polizei mit benzin-spenden.
guts nächtle.
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