Kratzen verboten!
Droht eine Masernepidemie?
dpa/lsw, veröffentlicht am 08.03.2008
Stuttgart - Aufgrund einer erhöhten Zahl an Masernfällen in der Schweiz rechnet das Landesgesundheitsamt mit einer Erkrankungswelle in Baden-Württemberg. Nach einer anhaltenden Masernepidemie in den Kantonen Basel und Aargau liege auch die Zahl der Infektionen in Stuttgart, Esslingen und Böblingen deutlich über der des Bundesdurchschnitts. „Wir vermuten, dass die Zahl der Erkrankungen in den nächsten Wochen noch steigen wird“, sagte der Epidemiologe des Gesundheitsamtes Günter Pfaff.
Schon jetzt liegt die Zahl der Erkrankten im Land deutlich über der des gesamten Jahres 2007: Mit 36 Erkrankten in den ersten neun Wochen 2008 sei die Gesamtzahl 2007 von 21 bereits überschritten, erläuterte Pfaff. In der Altersgruppe der zehn bis vierzehn Jährigen wurden seit Jahresbeginn bereits 14 Erkrankungen gemeldet - im gesamten Vorjahr wurde in dieser Altersgruppe keine einzige Infektion registriert. Der Mediziner vermutet, dass die hochansteckende Krankheit durch Berufspendler und Urlauber aus der Schweiz nach Baden-Württemberg kam. Schon seit November 2006 habe die Schweiz mit einem massiven Masernausbruch zu kämpfen.
Eine einmalige Impfung biete normalerweise einen ausreichenden Schutz vor einer Erkrankung. Zur bestmöglichen Vorbeugung empfiehlt das Landesgesundheitsamt Stuttgart jedoch eine zweimalige Impfung. Für Patienten bis zum 18. Lebensjahr wird die Impfung von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. „Eine Vierfach-Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken ist in der Regel gut verträglich“, sagte Pfaff. Nebenwirkungen seien eher selten, gelegentlich komme es allerdings zu einer Rötung sowie einer Erwärmung an der Einstichstelle. Auch eine vorübergehende Temperaturerhöhung sei möglich, erklärte der Epidemiologe. Nach Angaben des Arbeiter-Ersatzkassen-Verbandes haben in Baden- Württemberg nur etwa 84 Prozent der eingeschulten Kinder einen Impfschutz gegen Masern. Um weitere Ausbrüche von Masern zu vermeiden, sollten allerdings mindestens 95 Prozent geschützt sein.
Ein Masernvirus wird durch Tröpfcheninfektion, das heisst durch Sprechen, Niesen, Husten oder durch direkten menschlichen Kontakt, übertragen. Eine Erkrankung kann mit Komplikationen wie Lungen- und Gehirnentzündungen einhergehen. Diese schwerwiegenden Folgen betreffen vor allem Erwachsene und ältere Menschen. Masern seien alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit, betonten sowohl vom Landesgesundheitsamt Stuttgart als die Ersatzkassenverbände.
Schon jetzt liegt die Zahl der Erkrankten im Land deutlich über der des gesamten Jahres 2007: Mit 36 Erkrankten in den ersten neun Wochen 2008 sei die Gesamtzahl 2007 von 21 bereits überschritten, erläuterte Pfaff. In der Altersgruppe der zehn bis vierzehn Jährigen wurden seit Jahresbeginn bereits 14 Erkrankungen gemeldet - im gesamten Vorjahr wurde in dieser Altersgruppe keine einzige Infektion registriert. Der Mediziner vermutet, dass die hochansteckende Krankheit durch Berufspendler und Urlauber aus der Schweiz nach Baden-Württemberg kam. Schon seit November 2006 habe die Schweiz mit einem massiven Masernausbruch zu kämpfen.
Eine einmalige Impfung biete normalerweise einen ausreichenden Schutz vor einer Erkrankung. Zur bestmöglichen Vorbeugung empfiehlt das Landesgesundheitsamt Stuttgart jedoch eine zweimalige Impfung. Für Patienten bis zum 18. Lebensjahr wird die Impfung von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. „Eine Vierfach-Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken ist in der Regel gut verträglich“, sagte Pfaff. Nebenwirkungen seien eher selten, gelegentlich komme es allerdings zu einer Rötung sowie einer Erwärmung an der Einstichstelle. Auch eine vorübergehende Temperaturerhöhung sei möglich, erklärte der Epidemiologe. Nach Angaben des Arbeiter-Ersatzkassen-Verbandes haben in Baden- Württemberg nur etwa 84 Prozent der eingeschulten Kinder einen Impfschutz gegen Masern. Um weitere Ausbrüche von Masern zu vermeiden, sollten allerdings mindestens 95 Prozent geschützt sein.
Ein Masernvirus wird durch Tröpfcheninfektion, das heisst durch Sprechen, Niesen, Husten oder durch direkten menschlichen Kontakt, übertragen. Eine Erkrankung kann mit Komplikationen wie Lungen- und Gehirnentzündungen einhergehen. Diese schwerwiegenden Folgen betreffen vor allem Erwachsene und ältere Menschen. Masern seien alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit, betonten sowohl vom Landesgesundheitsamt Stuttgart als die Ersatzkassenverbände.
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