Neue Pächter
Die Speisemeisterei ist vergeben
Daniela Eberhardt, aus der StZ vom 20. März 2008, veröffentlicht am 19.03.2008
Stuttgart - Zum 1. September hat das Gourmetrestaurant im Schloss Hohenheim neue Pächter. Frank Oehler hat sich im Hotelrestaurant Erbprinz in Ettlingen einen Michelin-Stern erkocht, Holger Birner leitet dort noch den Service. Die beiden haben Großes vor.
Nach monatelangem Hin und Her ist es endlich raus: Die Speisemeisterei, unter dem Patron Martin Öxle Stuttgarts bestes Restaurant, hat ein neues Betreiberteam. Zwar sei noch kein Vertrag unterzeichnet, heißt es im zuständigen Finanzministerium, aber der Abschluss stehe unmittelbar bevor. Der ehemalige Kavaliersbau gehört wie das Schloss dem Land Baden-Württemberg, zuständig für die Verpachtung ist damit der Eigenbetrieb Vermögen und Bau. Beginn des Pachtverhältnisses ist der 1. September.
Die beiden neuen „Schlossherren“ haben bei Feinschmeckern einen guten Namen. Frank Oehler kommt aus Hawangen im Allgäu. Der 43-Jährige hat im Alpenhof in Murnau, im Siber in Konstanz und in den Schweizer Stuben in Wertheim gekocht, und auch in London und Marbella stand er am Herd. Von 1995 bis 2000 hatte Oehler sein eigenes Lokal, D'Rescht in Hawangen, mit dem er beim Gault Millau zur „Entdeckung des Jahres“ avancierte. Im Jahr 2005 begann er als Küchenchef im Erbprinz in Ettlingen, das Restaurant erhielt in seinem ersten Jahr einen Michelin-Stern, den es allerdings Ende 2006 wieder verlor.
Ende 2007 verließ Oehler das Haus, der 33 Jahre alte Holger Birner leitet dort bisher noch den Service. Die beiden arbeiten schon seit rund zehn Jahren zusammen. Für die Speisemeisterei haben sie ein „komplett neues Konzept“ in der Tasche, sagt Birner. „Wir wollen einen jungen Stil aber trotzdem eine sehr hochwertige Küche.“ Ziel sei ein Michelin-Stern und 17 Punkte im Gault Millau. Bis zum September würden zunächst einmal die Fassade renoviert und die Toiletten neu gemacht. Die Tischkultur in den historischen Räumen werde „ein bisschen asiatisch“ sein. Die Speisemeisterei soll künftig auch mittags geöffnet haben und auf die Gäste weniger elitär wirken.
Frank Oehlers Homepage (www.frank-oehler.de) lässt aufregende Genüsse erwarten. Er bezeichnet sich selbst als einen der jungen Wilden der deutschen Kochszene und darüber hinaus als „lebensfrohen Robert-Musil-Fan“, der in seiner „Cucina Erotica“ Individualität und Kreativität verbinde. Konkret liest sich das so: „Filet von der Dorade mit Zitronen-Safran-Risotto mit Frühlingszwiebeln und Erbsen“. Der 1,86-Meter-Mann scheint sein Metier mit Humor zu betreiben: Er sei, so sagt er von sich, „ein Mann mit Sinnlichkeit, viel Spaß im Herzen und sachlich umschrieben auch ein kreatives Rennfahrzeug ohne jede Bremse“.
Sein Vorgänger Martin Öxle, der in seiner Ära (von 1993 bis Ende 2007) schließlich zwei Michelin-Sterne über der Speisemeisterei erstrahlen ließ, meint zu den Neuigkeiten: „Ich bin froh, dass es mit der Speisemeisterei weiter geht. Der Name Oehler bürgt für Qualität. Kochen kann der Kerl. Das ist keine Frage.“ Wenn er eine gute Mannschaft zusammen bekomme, dann sei in Hohenheim durchaus auch ein Stern drin. Oehler müsse dann nur noch beweisen, dass er es auch als Unternehmer schaffe.
Nach monatelangem Hin und Her ist es endlich raus: Die Speisemeisterei, unter dem Patron Martin Öxle Stuttgarts bestes Restaurant, hat ein neues Betreiberteam. Zwar sei noch kein Vertrag unterzeichnet, heißt es im zuständigen Finanzministerium, aber der Abschluss stehe unmittelbar bevor. Der ehemalige Kavaliersbau gehört wie das Schloss dem Land Baden-Württemberg, zuständig für die Verpachtung ist damit der Eigenbetrieb Vermögen und Bau. Beginn des Pachtverhältnisses ist der 1. September.
Die beiden neuen „Schlossherren“ haben bei Feinschmeckern einen guten Namen. Frank Oehler kommt aus Hawangen im Allgäu. Der 43-Jährige hat im Alpenhof in Murnau, im Siber in Konstanz und in den Schweizer Stuben in Wertheim gekocht, und auch in London und Marbella stand er am Herd. Von 1995 bis 2000 hatte Oehler sein eigenes Lokal, D'Rescht in Hawangen, mit dem er beim Gault Millau zur „Entdeckung des Jahres“ avancierte. Im Jahr 2005 begann er als Küchenchef im Erbprinz in Ettlingen, das Restaurant erhielt in seinem ersten Jahr einen Michelin-Stern, den es allerdings Ende 2006 wieder verlor.
Ende 2007 verließ Oehler das Haus, der 33 Jahre alte Holger Birner leitet dort bisher noch den Service. Die beiden arbeiten schon seit rund zehn Jahren zusammen. Für die Speisemeisterei haben sie ein „komplett neues Konzept“ in der Tasche, sagt Birner. „Wir wollen einen jungen Stil aber trotzdem eine sehr hochwertige Küche.“ Ziel sei ein Michelin-Stern und 17 Punkte im Gault Millau. Bis zum September würden zunächst einmal die Fassade renoviert und die Toiletten neu gemacht. Die Tischkultur in den historischen Räumen werde „ein bisschen asiatisch“ sein. Die Speisemeisterei soll künftig auch mittags geöffnet haben und auf die Gäste weniger elitär wirken.
Frank Oehlers Homepage (www.frank-oehler.de) lässt aufregende Genüsse erwarten. Er bezeichnet sich selbst als einen der jungen Wilden der deutschen Kochszene und darüber hinaus als „lebensfrohen Robert-Musil-Fan“, der in seiner „Cucina Erotica“ Individualität und Kreativität verbinde. Konkret liest sich das so: „Filet von der Dorade mit Zitronen-Safran-Risotto mit Frühlingszwiebeln und Erbsen“. Der 1,86-Meter-Mann scheint sein Metier mit Humor zu betreiben: Er sei, so sagt er von sich, „ein Mann mit Sinnlichkeit, viel Spaß im Herzen und sachlich umschrieben auch ein kreatives Rennfahrzeug ohne jede Bremse“.
Sein Vorgänger Martin Öxle, der in seiner Ära (von 1993 bis Ende 2007) schließlich zwei Michelin-Sterne über der Speisemeisterei erstrahlen ließ, meint zu den Neuigkeiten: „Ich bin froh, dass es mit der Speisemeisterei weiter geht. Der Name Oehler bürgt für Qualität. Kochen kann der Kerl. Das ist keine Frage.“ Wenn er eine gute Mannschaft zusammen bekomme, dann sei in Hohenheim durchaus auch ein Stern drin. Oehler müsse dann nur noch beweisen, dass er es auch als Unternehmer schaffe.
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