Geschätzte 129 Milliarden Euro
Klimawandel wird teuer fürs Land
dpa/lsw, veröffentlicht am 26.03.2008
Berlin/Stuttgart - Wegen des Klimawandels drohen Baden-Württemberg nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in den nächsten 50 Jahren Folgekosten in Höhe von 129 Milliarden Euro. Basis ist eine Berechnung, wonach in ganz Deutschland in diesem Zeitraum volkswirtschaftliche Kosten von insgesamt bis zu 800 Milliarden Euro entstehen könnten, teilte das DIW am Mittwoch in Berlin mit. Dabei wurde zugrunde gelegt, dass kein Klimaschutz betrieben und die Oberflächentemperatur der Erde bis zum Jahr 2100 um bis zu 4,5 Grad steigen würde.
Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) wertete die Ergebnisse als besorgniserregend. „Die Daten bestätigen, dass wir in der Klimapolitik weiter vorangehen müssen. Neben dem Klimaschutz und der Verminderung der Treibhausgasemissionen müssen weitere Anpassungen an die sich abzeichnende klimatischen Veränderungen vorangetrieben werden.“
Nach der DIW-Modellrechnung weisen zwar bevölkerungsreiche und wirtschaftsstarke Länder wie Baden-Württemberg, Bayern (113 Milliarden Euro) und Nordrhein-Westfalen (75 Milliarden Euro) in absoluten Zahlen die höchsten Folgekosten auf. „Gemessen an ihrer Wirtschaftskraft sind jedoch wirtschaftsschwache und kleinere Bundesländer ungefähr fünfmal so stark betroffen.“ An der Spitze stehen Sachsen-Anhalt (2,7 Prozent der Bruttowertschöpfung), gefolgt von Rheinland-Pfalz (2,6 Prozent) und Thüringen (2,4 Prozent). Deutlich geringer sind die Werte deswegen für Baden-Württemberg (1,2 Prozent der Wirtschaftskraft) und Bayern 0,9 Prozent.
Volkswirtschaftliche Kosten fallen nach DIW-Angaben auch durch Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel an, etwa den Bau von Deichen oder Vorkehrungen zur Energieversorgung. Hitze und Trockenheit träfen vor allem die Land- und Forstwirtschaft im Süden, Südwesten und Osten Deutschlands. Die Zunahme extrem heißer Sommer werde sich in Zukunft verstärkt auf die Land- und Forstwirtschaft in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und in Ostdeutschland auswirken.
Gönner machte darauf aufmerksam, dass in Baden-Württemberg zum 1. April als bundesweit erstem Land eine Ökopflicht für Wohngebäude greift. Danach muss in Neubauten der Wärmebedarf zu mindestens 20 Prozent durch klimafreundliche, erneuerbare Energien gedeckt werden.
Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) wertete die Ergebnisse als besorgniserregend. „Die Daten bestätigen, dass wir in der Klimapolitik weiter vorangehen müssen. Neben dem Klimaschutz und der Verminderung der Treibhausgasemissionen müssen weitere Anpassungen an die sich abzeichnende klimatischen Veränderungen vorangetrieben werden.“
Nach der DIW-Modellrechnung weisen zwar bevölkerungsreiche und wirtschaftsstarke Länder wie Baden-Württemberg, Bayern (113 Milliarden Euro) und Nordrhein-Westfalen (75 Milliarden Euro) in absoluten Zahlen die höchsten Folgekosten auf. „Gemessen an ihrer Wirtschaftskraft sind jedoch wirtschaftsschwache und kleinere Bundesländer ungefähr fünfmal so stark betroffen.“ An der Spitze stehen Sachsen-Anhalt (2,7 Prozent der Bruttowertschöpfung), gefolgt von Rheinland-Pfalz (2,6 Prozent) und Thüringen (2,4 Prozent). Deutlich geringer sind die Werte deswegen für Baden-Württemberg (1,2 Prozent der Wirtschaftskraft) und Bayern 0,9 Prozent.
Volkswirtschaftliche Kosten fallen nach DIW-Angaben auch durch Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel an, etwa den Bau von Deichen oder Vorkehrungen zur Energieversorgung. Hitze und Trockenheit träfen vor allem die Land- und Forstwirtschaft im Süden, Südwesten und Osten Deutschlands. Die Zunahme extrem heißer Sommer werde sich in Zukunft verstärkt auf die Land- und Forstwirtschaft in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und in Ostdeutschland auswirken.
Gönner machte darauf aufmerksam, dass in Baden-Württemberg zum 1. April als bundesweit erstem Land eine Ökopflicht für Wohngebäude greift. Danach muss in Neubauten der Wärmebedarf zu mindestens 20 Prozent durch klimafreundliche, erneuerbare Energien gedeckt werden.
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