Hintergrund

Die Neonaziszene im Rems-Murr-Kreis

Jürgen Veit, aus der StZ vom 31. Mär 2008, veröffentlicht am 31.03.2008

Backnang - Brandanschläge, Überfälle und Schmierereien - der Rems-Murr-Kreis gilt seit einigen Jahren als Brennpunkt rechtsextremer Umtriebe. Bereits Ende August 2000 war ein Brandanschlag auf das Asylbewerberheim in Waiblingen verübt worden, im November desselben Jahres überfielen Skinheads in Schorndorf einen griechischen Geschäftsmann.

Im Sommer 2002 zündeten Rechtsradikale im Zug zwischen Murrhardt und Backnang einem Inder den Bart an, weitere Vorkommnisse waren unter anderem eine Hitlergeburtstagsfeier in Alfdorf am 20. April 2002 und ein Brandanschlag auf einen Wohncontainer für Obdachlose in Murrhardt. Seitdem folgten weitere Übergriffe, Hakenkreuzschmierereien sind an der Tagesordnung. Aufsehen erregten in jüngster Zeit die rechtsextremen Umtriebe in einem Lokal in Schorndorf-Weiler. Allein 2007 wurden bei der Polizei 85 Straftaten mit rechtem Hintergrund registriert, den Ermittlern sind 90 Skinheads im Kreis bekannt.

Horst Häfele, Leiter der Waiblinger Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus (Korex), weiß um die Szene im Rems-Murr-Kreis. Doch existierten auch in anderen Landkreisen Skinheads, „die Frage ist nur, ob sie dort auch wahrgenommen werden“.
 
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