Guantánamo-Häftling
Für ein paar Dollar verraten und verkauft
Thomas Roser, veröffentlicht am 02.05.2008
Tirana - Zur Arbeitssuche hat der Uigure Abubakker Quasim vor acht Jahren China verlassen – und ist in das Räderwerk der Weltpolitik geraten. Unschuldig hat der Sattler in Guantánamo eingesessen. Nach seiner Freilassung hat ihn kein Staat aufnehmen wollen – außer Albanien.
Die jahrelange Odyssee hat im jugendlichen Gesicht von Abubakker Quasim kaum Spuren hinterlassen. Scheinbar gleichmütig erzählt der Familienvater aus Ostturkestan in einem Café am Skenderbergplatz in Tirana von seinen Irrfahrten. Für Arbeit und ein besseres Leben hatte sich der 39-jährige Uigure einst von China aus in die Fremde aufgemacht. Als Sattler wollte er in der Türkei in einer Lederfabrik arbeiten, doch sein Ziel hat er nie erreicht. Stattdessen geriet er in düstere Verliese, Gefängnisse und Flüchtlingslager.
Die Uiguren haben es schwer in China
Heute lebt der Muslim im bettelarmen Albanien, gestrandet mit vier Schicksalsgenossen. Ratlosigkeit spricht aus seinen Worten: "Ich fordere nichts. Ich will nur mein Leben zurück, das man mir fünf Jahre lang genommen hat." Das Los der türkischstämmigen Minderheit der Uiguren in China sei hart, sagt Abubakker. Deshalb habe er sich im Januar 2000 von seiner schwangeren Frau und seinem ersten Kind in seiner Heimatstadt Gulja (Yining) verabschiedet.
Schon damals seien 100.000 Uiguren in chinesischen Gefängnissen eingesessen, erzählt Abubakker: "Nur weil wir mit lateinischen Buchstaben Arabisch schreiben, haben wir große Probleme. Wir wollen einfach in einem demokratischen Land leben, das uns freien Handel und Religionsfreiheit ermöglicht." Doch es war wohl weniger die Politik als die wirtschaftliche Not, die Abubakker schließlich das Glück im Exil suchen ließen. Über Umwege gelang ihm die Ausreise nach Kirgisien, wo er sich eine Zeit lang als Markthändler über Wasser hielt.
Kein Geld für einen Flug
Zu Hause brachte seine Frau Zwillinge auf die Welt, Abubakker schickte Geld. Von einem Bekannten hörte er, dass ein Uigure in der Türkei eine Lederfabrik eröffnet habe. Er hegte Hoffnung auf eine anständig bezahlte Arbeit, aber Geld für den Flug hatte er nicht. Auf dem Landweg wollte er durch Pakistan und den Iran in die Türkei reisen.
Im pakistanischen Islamabad verweigerte ihm die iranische Botschaft jedoch ein Transitvisum, da er keine gültige Aufenthaltserlaubnis vorweisen konnte. Ein Landsmann riet ihm zum Umweg über Afghanistan. Dort sei das Leben billiger, man erhalte leichter Papiere, und es gebe dort auch ein Uiguren-Dorf. So machte sich Abubakker im Sommer 2001 auf den Weg in das besagte Dorf nahe der afghanischen Stadt Jalabad. Wenige Wochen später krachten im fernen New York zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers. Der US-Krieg gegen den Terrorismus und Al-Qaida begann. Abubakker wusste nichts davon. Er war zur falschen Zeit am falschen Ort: "Ich hatte einfach Pech."
Tagelanger Marsch mitten im Winter
Im Oktober 2001 zerstörten US-Bomber das Dorf der Uiguren. "Einige von uns starben, einer verlor den Arm", erzählt Abukakker. Die Angst vor neuen Angriffen, dazu die alltägliche Not veranlassten ihn und 17 weitere Uiguren, mitten im Winter über die Berge nach Pakistan aufzubrechen. Die Kälte und der Hunger setzten den Männern zu. Nach tagelanger Wanderung gelangten sie endlich in ein Dorf in Pakistan, wo sie freundlich bewirtet wurden. Sie wussten damals nicht, dass die Amerikaner Flugblätter mit dem Versprechen einer Belohnung von 5000 Dollar für jeden ausgelieferten Al-Qaida-Kämpfer abgeworfen hatten.
"Wir wurden wie Vieh verkauft, 5000 Dollar das Stück", schildert Abubakker seine Verhaftung durch die pakistanische Polizei. Niemals habe er sich vorstellen können, dass Muslime in einem muslimischen Staat so misshandelt werden könnten wie in den Kerkern Pakistans. Er erzählt von Eisenketten, von den katastrophalen hygienischen Zuständen und der mangelnden Nahrung. Die Männer waren froh, als sie schließlich in ein US-Militär-Gefängnis im afghanischen Kandahar überstellt wurden. "Wir dachten, das sind Amerikaner, die sind antikommunistisch und verstehen die Probleme, die wir in China haben." Erleichtert gaben sie sich als Uiguren zu erkennen. Sie seien hinter der Al-Qaida und nicht hinter ihnen her, versicherten ihnen die US-Soldaten.
"Das Rote Kreuz hat uns belogen"
Das Rote Kreuz schlug ihnen den Transfer nach Kuba vor. "Sie sagten, dass wir in ein schönes Land überstellt werden sollten, wo es viel Wasser und schöne Gärten gebe", erzählt Abubakker. Doch statt des verheißenen Tropenparadieses sollte auf sie im US-Camp Guantánamo in den nächsten viereinhalb Jahren ein zwei Meter niedriger Käfig warten. "Das Rote Kreuz hatte uns belogen", so Abubakker.
Kontakt zu Anwälten oder zur Familie erhielten die Inhaftierten in den ersten Jahren nicht. Nach zwei Jahren habe man ihm gesagt, dass es schlechte Nachrichten für ihn gebe: "Dein Vater ist gestorben." Viel berichtet Abubakker nicht über die Entbehrungen auf Guantánamo: "Wir wurden nicht misshandelt, aber psychisch waren die Jahre auf Kuba sehr schwer." Nach dreieinhalb Jahren wurden er und vier weitere Uiguren vom US-Verteidigungsministerium offiziell für unschuldig erklärt. Doch die Männer saßen ein weiteres Jahr im Camp ein.
Mehr als hundert Staaten lehnten Einreise ab
Bis auf China, wo ihnen die Exekution droht, hat niemand die Guantánamo-Häftlinge aufnehmen wollen. Mehr als hundert Staaten lehnten ihre Einreise ab. Das kleine Albanien, dass auf die Aufnahme in die Nato hofft, half den USA endlich aus der diplomatischen Zwangslage. Angst habe er gehabt, sagt Abubakker. "Wir wollten nicht in ein kommunistisches Land." Doch das Rote Kreuz versicherte ihnen, dass sie in dem unbekannten Land Unterkunft, Arbeit und einen Pass erhalten würden. "Was hätten wir tun können? Wir sagten: Bringt uns nach Albanien."
Mindestens 30 Soldaten bewachten die gefesselten Uiguren, als eine Militärmaschine sie im Mai 2006 von Guantánamo ausflog. "Wir landeten im Dunkeln, vor der Abfertigungshalle warteten jede Menge Leute. Wir hatten plötzlich Angst, dass sie uns doch nach China verfrachtet hatten." Doch es war Albanien, ihr neues Gastland. Die ersten 18 Monate wurden die fünf Männer in einer ausgedienten Kaserne untergebracht. Eine Zeitung hat das trostlose Flüchtlingslager am Stadtrand als "albanisches Guantánamo" beschrieben.
Mietwohnung in Tirana
Doch Kritik an seinem Gastland kommt Abubakker nicht über die Lippen. Er danke der albanischen Nation für alles, was sie für ihn getan habe, versichert er. Dreimal hat Tirana ein Auslieferungsgesuch Pekings abgelehnt: "Kein anderer demokratischer Staat will für uns seine Beziehungen zu China aufs Spiel setzen." Einer der fünf Uiguren ist inzwischen von Schweden aufgenommen worden. Die anderen vier bewohnen seit einigen Monaten eine Mietwohnung in Tirana. Maximal zwei Jahre kommt der albanische Staat noch für ihre Kosten auf, dann müssen sie auf eigenen Füßen stehen.
Die Aussichten auf einen Job in Albanien seien gering, sagt Abubakker. Gerne hätte er den Führerschein gemacht, um als Taxifahrer ein Auskommen zu haben, doch sein Antrag auf die Übernahme der Kosten von 300 Euro wurde vom Innenministerium in Tirana nach einem Jahr abgelehnt. Das Angebot eines uigurischen Bekannten in Istanbul, von dort Textilien nach Albanien zu importieren, scheiterte an der türkischen Botschaft. "Sie gaben mir kein Visum. Sie hatten wohl Angst vor Ärger mit China."
Seine Kinder hat er nie gesehen
Seine Zwillinge hat Abubakker bis heute nicht gesehen. Dreimal in der Woche telefoniert er kurz mit daheim. Seine Frau bringt die Familie mit 40 Euro im Monat über die Runden – der kärglichen Rente seiner Mutter. Kürzlich hat Abubakker im Restaurant eines albanischen Freundes für ein Projekt zugunsten bedürftiger Kinder ein uigurisches Nationalgericht gekocht. Der unentgeltliche Einsatz war dem fern seiner Kinder lebenden Vater wichtig: "Für mich war es eine Hilfsaktion nicht nur für Albaner, sondern für alle Kinder auf der Welt."
Die Rückkehr in die Heimat bleibt Abubakker verwehrt. Mit Albanisch- und Englischkursen rüstet er sich für eine bessere Zukunft, auf die er noch immer hofft. Er sagt, er sei nicht verbittert. Aber er bedauere, dass die westlichen Staaten, die ihn nicht aufnehmen wollten, die Not der Flüchtlinge nicht sehen: "Sie sind nur in ihren Verlautbarungen demokratisch, aber nicht in ihren Taten. Und das tut mir am meisten weh."
Die jahrelange Odyssee hat im jugendlichen Gesicht von Abubakker Quasim kaum Spuren hinterlassen. Scheinbar gleichmütig erzählt der Familienvater aus Ostturkestan in einem Café am Skenderbergplatz in Tirana von seinen Irrfahrten. Für Arbeit und ein besseres Leben hatte sich der 39-jährige Uigure einst von China aus in die Fremde aufgemacht. Als Sattler wollte er in der Türkei in einer Lederfabrik arbeiten, doch sein Ziel hat er nie erreicht. Stattdessen geriet er in düstere Verliese, Gefängnisse und Flüchtlingslager.
Die Uiguren haben es schwer in China
Heute lebt der Muslim im bettelarmen Albanien, gestrandet mit vier Schicksalsgenossen. Ratlosigkeit spricht aus seinen Worten: "Ich fordere nichts. Ich will nur mein Leben zurück, das man mir fünf Jahre lang genommen hat." Das Los der türkischstämmigen Minderheit der Uiguren in China sei hart, sagt Abubakker. Deshalb habe er sich im Januar 2000 von seiner schwangeren Frau und seinem ersten Kind in seiner Heimatstadt Gulja (Yining) verabschiedet.
Schon damals seien 100.000 Uiguren in chinesischen Gefängnissen eingesessen, erzählt Abubakker: "Nur weil wir mit lateinischen Buchstaben Arabisch schreiben, haben wir große Probleme. Wir wollen einfach in einem demokratischen Land leben, das uns freien Handel und Religionsfreiheit ermöglicht." Doch es war wohl weniger die Politik als die wirtschaftliche Not, die Abubakker schließlich das Glück im Exil suchen ließen. Über Umwege gelang ihm die Ausreise nach Kirgisien, wo er sich eine Zeit lang als Markthändler über Wasser hielt.
Kein Geld für einen Flug
Zu Hause brachte seine Frau Zwillinge auf die Welt, Abubakker schickte Geld. Von einem Bekannten hörte er, dass ein Uigure in der Türkei eine Lederfabrik eröffnet habe. Er hegte Hoffnung auf eine anständig bezahlte Arbeit, aber Geld für den Flug hatte er nicht. Auf dem Landweg wollte er durch Pakistan und den Iran in die Türkei reisen.
Im pakistanischen Islamabad verweigerte ihm die iranische Botschaft jedoch ein Transitvisum, da er keine gültige Aufenthaltserlaubnis vorweisen konnte. Ein Landsmann riet ihm zum Umweg über Afghanistan. Dort sei das Leben billiger, man erhalte leichter Papiere, und es gebe dort auch ein Uiguren-Dorf. So machte sich Abubakker im Sommer 2001 auf den Weg in das besagte Dorf nahe der afghanischen Stadt Jalabad. Wenige Wochen später krachten im fernen New York zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers. Der US-Krieg gegen den Terrorismus und Al-Qaida begann. Abubakker wusste nichts davon. Er war zur falschen Zeit am falschen Ort: "Ich hatte einfach Pech."
Tagelanger Marsch mitten im Winter
Im Oktober 2001 zerstörten US-Bomber das Dorf der Uiguren. "Einige von uns starben, einer verlor den Arm", erzählt Abukakker. Die Angst vor neuen Angriffen, dazu die alltägliche Not veranlassten ihn und 17 weitere Uiguren, mitten im Winter über die Berge nach Pakistan aufzubrechen. Die Kälte und der Hunger setzten den Männern zu. Nach tagelanger Wanderung gelangten sie endlich in ein Dorf in Pakistan, wo sie freundlich bewirtet wurden. Sie wussten damals nicht, dass die Amerikaner Flugblätter mit dem Versprechen einer Belohnung von 5000 Dollar für jeden ausgelieferten Al-Qaida-Kämpfer abgeworfen hatten.
"Wir wurden wie Vieh verkauft, 5000 Dollar das Stück", schildert Abubakker seine Verhaftung durch die pakistanische Polizei. Niemals habe er sich vorstellen können, dass Muslime in einem muslimischen Staat so misshandelt werden könnten wie in den Kerkern Pakistans. Er erzählt von Eisenketten, von den katastrophalen hygienischen Zuständen und der mangelnden Nahrung. Die Männer waren froh, als sie schließlich in ein US-Militär-Gefängnis im afghanischen Kandahar überstellt wurden. "Wir dachten, das sind Amerikaner, die sind antikommunistisch und verstehen die Probleme, die wir in China haben." Erleichtert gaben sie sich als Uiguren zu erkennen. Sie seien hinter der Al-Qaida und nicht hinter ihnen her, versicherten ihnen die US-Soldaten.
"Das Rote Kreuz hat uns belogen"
Das Rote Kreuz schlug ihnen den Transfer nach Kuba vor. "Sie sagten, dass wir in ein schönes Land überstellt werden sollten, wo es viel Wasser und schöne Gärten gebe", erzählt Abubakker. Doch statt des verheißenen Tropenparadieses sollte auf sie im US-Camp Guantánamo in den nächsten viereinhalb Jahren ein zwei Meter niedriger Käfig warten. "Das Rote Kreuz hatte uns belogen", so Abubakker.
Kontakt zu Anwälten oder zur Familie erhielten die Inhaftierten in den ersten Jahren nicht. Nach zwei Jahren habe man ihm gesagt, dass es schlechte Nachrichten für ihn gebe: "Dein Vater ist gestorben." Viel berichtet Abubakker nicht über die Entbehrungen auf Guantánamo: "Wir wurden nicht misshandelt, aber psychisch waren die Jahre auf Kuba sehr schwer." Nach dreieinhalb Jahren wurden er und vier weitere Uiguren vom US-Verteidigungsministerium offiziell für unschuldig erklärt. Doch die Männer saßen ein weiteres Jahr im Camp ein.
Mehr als hundert Staaten lehnten Einreise ab
Bis auf China, wo ihnen die Exekution droht, hat niemand die Guantánamo-Häftlinge aufnehmen wollen. Mehr als hundert Staaten lehnten ihre Einreise ab. Das kleine Albanien, dass auf die Aufnahme in die Nato hofft, half den USA endlich aus der diplomatischen Zwangslage. Angst habe er gehabt, sagt Abubakker. "Wir wollten nicht in ein kommunistisches Land." Doch das Rote Kreuz versicherte ihnen, dass sie in dem unbekannten Land Unterkunft, Arbeit und einen Pass erhalten würden. "Was hätten wir tun können? Wir sagten: Bringt uns nach Albanien."
Mindestens 30 Soldaten bewachten die gefesselten Uiguren, als eine Militärmaschine sie im Mai 2006 von Guantánamo ausflog. "Wir landeten im Dunkeln, vor der Abfertigungshalle warteten jede Menge Leute. Wir hatten plötzlich Angst, dass sie uns doch nach China verfrachtet hatten." Doch es war Albanien, ihr neues Gastland. Die ersten 18 Monate wurden die fünf Männer in einer ausgedienten Kaserne untergebracht. Eine Zeitung hat das trostlose Flüchtlingslager am Stadtrand als "albanisches Guantánamo" beschrieben.
Mietwohnung in Tirana
Doch Kritik an seinem Gastland kommt Abubakker nicht über die Lippen. Er danke der albanischen Nation für alles, was sie für ihn getan habe, versichert er. Dreimal hat Tirana ein Auslieferungsgesuch Pekings abgelehnt: "Kein anderer demokratischer Staat will für uns seine Beziehungen zu China aufs Spiel setzen." Einer der fünf Uiguren ist inzwischen von Schweden aufgenommen worden. Die anderen vier bewohnen seit einigen Monaten eine Mietwohnung in Tirana. Maximal zwei Jahre kommt der albanische Staat noch für ihre Kosten auf, dann müssen sie auf eigenen Füßen stehen.
Die Aussichten auf einen Job in Albanien seien gering, sagt Abubakker. Gerne hätte er den Führerschein gemacht, um als Taxifahrer ein Auskommen zu haben, doch sein Antrag auf die Übernahme der Kosten von 300 Euro wurde vom Innenministerium in Tirana nach einem Jahr abgelehnt. Das Angebot eines uigurischen Bekannten in Istanbul, von dort Textilien nach Albanien zu importieren, scheiterte an der türkischen Botschaft. "Sie gaben mir kein Visum. Sie hatten wohl Angst vor Ärger mit China."
Seine Kinder hat er nie gesehen
Seine Zwillinge hat Abubakker bis heute nicht gesehen. Dreimal in der Woche telefoniert er kurz mit daheim. Seine Frau bringt die Familie mit 40 Euro im Monat über die Runden – der kärglichen Rente seiner Mutter. Kürzlich hat Abubakker im Restaurant eines albanischen Freundes für ein Projekt zugunsten bedürftiger Kinder ein uigurisches Nationalgericht gekocht. Der unentgeltliche Einsatz war dem fern seiner Kinder lebenden Vater wichtig: "Für mich war es eine Hilfsaktion nicht nur für Albaner, sondern für alle Kinder auf der Welt."
Die Rückkehr in die Heimat bleibt Abubakker verwehrt. Mit Albanisch- und Englischkursen rüstet er sich für eine bessere Zukunft, auf die er noch immer hofft. Er sagt, er sei nicht verbittert. Aber er bedauere, dass die westlichen Staaten, die ihn nicht aufnehmen wollten, die Not der Flüchtlinge nicht sehen: "Sie sind nur in ihren Verlautbarungen demokratisch, aber nicht in ihren Taten. Und das tut mir am meisten weh."
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