"Hallo Wilbär"
Ein Buch über das Stuttgarter Eisbärenbaby
Tobias Köhler, veröffentlicht am 16.05.2008
Stuttgart - Im wirklichen Leben muss der kleine Eisbär seine Zeit im Gehege verbringen. In "Hallo Wilbär" darf er auf eigene Faust durch den Zoo stromern und die anderen Tiere kennenlernen: Das Kinderbuch ist ein Familienalbum des derzeit prominentesten Wilhelma-Bewohners.
Wer dieser Tage einen Blick auf Wilbär werfen will, braucht vor allem eines: Geduld. Erstens hat der kleine Kerl nur von 11 bis 15 Uhr Besuchszeit, zweitens muss man selbst an Wochentagen locker mal eine Stunde warten, bis man vor lauter Besuchern ans Gehege gelangt. Und drittens heißt das noch lange nicht, dass Wilbär dann auch da ist – der kommt nämlich nur aus seiner Höhle heraus, wenn er Lust hat. Trotzdem ist es neuerdings ganz einfach, dem kleinen Eisbären auf die Pelle zu rücken: "Hallo Wilbär" heißt das Buch, das dieser Tage im Neuen Sportverlag in Stuttgart erschienen ist. Auf knapp 100 Seiten bekommt der Leser einen Einblick in das noch kurze Leben des neuen Publikumslieblings der Wilhelma – und erfährt viele andere wissenswerte Details aus dem zoologisch-botanischen Garten.
"Hallo Wilbär" ist ein Kinderbuch – aber eines, dass auch Erwachsene gerne lesen werden. Kein Wunder, wenn man sich die Autoren ansieht: Erik Raidt und Markus Heffner, beide feste Mitarbeiter in der Lokalredaktion der Stuttgarter Zeitung, haben ihren ganz eigenen Zugang zur Wilhelma: Erik Raidt berichtet seit Jahren über die Stuttgarter Zootierwelt – am liebsten mit einem Augenzwinkern. Über Wilbär hat er so viel geschrieben wie kaum ein anderer, etwa die StZ-Kolumne "Wilbärs Woche". Markus Heffner kennt die entlegensten Winkel der Wilhelma und weiß, was ein gutes Kinderbuch ausmacht – an beidem ist seine Tochter Hannah Lotte nicht ganz unschuldig. Und so ist "Hallo Wilbär" eine Art Tagebuch geworden, dass dem kleinen Eisbären auf Schritt und Tritt durch seine ersten Lebensmonate und durch die Welt der Wilhelma folgt.
Am Abend des 10. Dezember 2007 ist das Eisbärenbaby auf die Welt gekommen, ohne Fell und nur so groß wie ein Meerschweinchen. Es hat vier Monate alleine mit seiner Mutter Corinna im Innengehege verbracht – ohne dass irgendjemand außerhalb der Wilhelma davon wusste. Eisbärenmütter reagieren sehr empfindlich auf Störungen, und das hätte Wilbär in Gefahr gebracht. Erst am 16. April 2008 hat die Öffentlichkeit Wilbär zum ersten Mal zu sehen bekommen.
Wie er vom "Geheimbären" zum Star der Wilhelma geworden ist, dokumentiert "Wilbärs Familienalbum" (erstes Kapitel) in vielen Bildern. Wer das kleine Fellknäuel danach immer noch nicht putzig findet, ist wirklich schwer zu erweichen. "Wilbärs Abenteuer" (zweites Kapitel), die den Eisbären zu den anderen Tieren in der Wilhelma führen – vom Besuch bei der Elefantendame Vilja über die Visite bei den Leistenkrokodilen bis zum Tête à Tête mit den Schweinen auf dem Schaubauernhof – sind zwar frei erfunden, aber köstlich zu lesen. Und alle wichtigen Informationen zu den jeweiligen Tieren gibt es obendrein. Natürlich auch zu den Tierbabys: zu Wilbärs "Tierischer Krabbelgruppe" (drittes Kapitel) gehören die Menschenaffenkinder Mary zwo und Monza ebenso wie das kleine Panzernashorn Shikari.
"Hallo Wilbär" ist ein herrliches kleines Buch über den derzeit prominentesten Bewohner der Wilhelma und seine tierischen Gesellen – Kinder kommen gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Und wer in der Wilbär-Schlange steht und langsam die Geduld zu verlieren droht, findet in dem Buch einen Vertreib für die Wartezeit.
Hallo Wilbär. Tierische Geschichten aus der Wilhelma von Erik Raidt und Markus Heffner. Neuer Sportverlag, 14.90 Euro.
Hier können Sie das Buch online bestellen
Wer dieser Tage einen Blick auf Wilbär werfen will, braucht vor allem eines: Geduld. Erstens hat der kleine Kerl nur von 11 bis 15 Uhr Besuchszeit, zweitens muss man selbst an Wochentagen locker mal eine Stunde warten, bis man vor lauter Besuchern ans Gehege gelangt. Und drittens heißt das noch lange nicht, dass Wilbär dann auch da ist – der kommt nämlich nur aus seiner Höhle heraus, wenn er Lust hat. Trotzdem ist es neuerdings ganz einfach, dem kleinen Eisbären auf die Pelle zu rücken: "Hallo Wilbär" heißt das Buch, das dieser Tage im Neuen Sportverlag in Stuttgart erschienen ist. Auf knapp 100 Seiten bekommt der Leser einen Einblick in das noch kurze Leben des neuen Publikumslieblings der Wilhelma – und erfährt viele andere wissenswerte Details aus dem zoologisch-botanischen Garten.
"Hallo Wilbär" ist ein Kinderbuch – aber eines, dass auch Erwachsene gerne lesen werden. Kein Wunder, wenn man sich die Autoren ansieht: Erik Raidt und Markus Heffner, beide feste Mitarbeiter in der Lokalredaktion der Stuttgarter Zeitung, haben ihren ganz eigenen Zugang zur Wilhelma: Erik Raidt berichtet seit Jahren über die Stuttgarter Zootierwelt – am liebsten mit einem Augenzwinkern. Über Wilbär hat er so viel geschrieben wie kaum ein anderer, etwa die StZ-Kolumne "Wilbärs Woche". Markus Heffner kennt die entlegensten Winkel der Wilhelma und weiß, was ein gutes Kinderbuch ausmacht – an beidem ist seine Tochter Hannah Lotte nicht ganz unschuldig. Und so ist "Hallo Wilbär" eine Art Tagebuch geworden, dass dem kleinen Eisbären auf Schritt und Tritt durch seine ersten Lebensmonate und durch die Welt der Wilhelma folgt.
Am Abend des 10. Dezember 2007 ist das Eisbärenbaby auf die Welt gekommen, ohne Fell und nur so groß wie ein Meerschweinchen. Es hat vier Monate alleine mit seiner Mutter Corinna im Innengehege verbracht – ohne dass irgendjemand außerhalb der Wilhelma davon wusste. Eisbärenmütter reagieren sehr empfindlich auf Störungen, und das hätte Wilbär in Gefahr gebracht. Erst am 16. April 2008 hat die Öffentlichkeit Wilbär zum ersten Mal zu sehen bekommen.
Wie er vom "Geheimbären" zum Star der Wilhelma geworden ist, dokumentiert "Wilbärs Familienalbum" (erstes Kapitel) in vielen Bildern. Wer das kleine Fellknäuel danach immer noch nicht putzig findet, ist wirklich schwer zu erweichen. "Wilbärs Abenteuer" (zweites Kapitel), die den Eisbären zu den anderen Tieren in der Wilhelma führen – vom Besuch bei der Elefantendame Vilja über die Visite bei den Leistenkrokodilen bis zum Tête à Tête mit den Schweinen auf dem Schaubauernhof – sind zwar frei erfunden, aber köstlich zu lesen. Und alle wichtigen Informationen zu den jeweiligen Tieren gibt es obendrein. Natürlich auch zu den Tierbabys: zu Wilbärs "Tierischer Krabbelgruppe" (drittes Kapitel) gehören die Menschenaffenkinder Mary zwo und Monza ebenso wie das kleine Panzernashorn Shikari.
"Hallo Wilbär" ist ein herrliches kleines Buch über den derzeit prominentesten Bewohner der Wilhelma und seine tierischen Gesellen – Kinder kommen gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Und wer in der Wilbär-Schlange steht und langsam die Geduld zu verlieren droht, findet in dem Buch einen Vertreib für die Wartezeit.
Hallo Wilbär. Tierische Geschichten aus der Wilhelma von Erik Raidt und Markus Heffner. Neuer Sportverlag, 14.90 Euro.
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