Lkw verliert Ladung
25.000 Flaschen Bier auf der A 81
Michael Schmidt, StZ, veröffentlicht am 20.05.2008
Leonberg - Selbst wenn er gewollt hätte, er hätte nicht fliehen können: Der Lastwagenfahrer, der am Dienstagvormittag im Leonberger Dreieck seine Ladung verloren hat, steckte fest in einem Berg aus Scherben und klebrigem Malzbier: Mehr als 25.000 Flaschen hat er verloren.
Diese Kurve war dann doch zu scharf, auf dem Weg von einer Brauerei in Heilbronn hat ein Sattelschlepper auf einer Brücke hinter dem Engelbergtunnel in Richtung München seine Ladung verloren. Mit Karacho verrutschten am Dienstag gegen 10.15 Uhr mehr als 30 Europaletten Malzbier von der Ladefläche eines großen Aufliegers – pro Palette mit jeweils 40 vollen Bierkisten darauf.
Der Auflieger wurde in die Leitplanken gedrückt und gilt als Totalschaden. Kaum erfrischend war auch die Ladung für die Bergungshelfer: Mühsam musste die Feuerwehr Leonberg mit 20 Leuten stundenlang ein Scherbenmeer von den beiden linken Fahrspuren schippen, die rechte blieb über mehrere Stunden durch den verunglückten Sattelschlepper blockiert, dort mussten von Hand Bierkisten aufgelesen werden.
Die Autobahnpolizei rief einen Havariekommissar, der über die Bergung wachte, und entschied, was mit den verunglückten Nahrungsmitteln zu geschehen habe. Wer sich an verlorener Ladung vergreift, macht sie übrigens einer Straftat schuldig – es ist ganz profaner Diebstahl.
Nun war die Nachfrage nach den herumkullernden Bierflaschen selbst bei gestandenen Feuerwehrleuten äußerst gering: "Wenn’s wenigstens nicht so ein Kinderbier wäre", bruddelte der Leonberger Stadtbrandmeister, während er seine freiwilligen Wehrleute zur Eile auf der rechten Spur antrieb. Dass die nicht recht vorwärts kamen, lag nicht allein am völlig von Malzbier verklebten Asphalt, der den Helfern fast die schweren Stiefel auszog.
Die Bergungsarbeiten zogen sich auch wegen der schieren Menge des verlorenen Ladegutes und der unglücklichen Lage des tonnenschweren Wracks in die Länge – nur die Leitplanke hatte den Sattelzug vom Absturz in die darunter fließende Glems bewahrt. Erst am späten Nachmittag gelang es, den leergeräumten 100.000-Euro-Totalschaden abzuschleppen, der Schaden an der Fracht wird auf 5000- bis 10.000 Euro geschätzt. Der Verkehr staute sich auf der A 81 durch den Engelbergtunnel bis zum Anschluss Stuttgart-Feuerbach, erst am Abend war die Behinderung vorüber.
Kopfschütteln herrscht bei der Autobahnpolizei indes darüber, weshalb der 38 Jahre alte Fahrer seine zerbrechliche Ladung nicht gesichert hat. Ein herzu geeilter Bevollmächtigter der Spedition erklärte, dass der Fahrer von der Brauerei in Heilbronn angewiesen worden sei, die Ladung keinesfalls zu sichern. "Ich verstehe das auch nicht, aber der Kunde wollte das so." Helfen wird das dem Fahrer kaum – er ist für die ordnungsgemäße Sicherung seiner Fracht verantwortlich.
Diese Kurve war dann doch zu scharf, auf dem Weg von einer Brauerei in Heilbronn hat ein Sattelschlepper auf einer Brücke hinter dem Engelbergtunnel in Richtung München seine Ladung verloren. Mit Karacho verrutschten am Dienstag gegen 10.15 Uhr mehr als 30 Europaletten Malzbier von der Ladefläche eines großen Aufliegers – pro Palette mit jeweils 40 vollen Bierkisten darauf.
Der Auflieger wurde in die Leitplanken gedrückt und gilt als Totalschaden. Kaum erfrischend war auch die Ladung für die Bergungshelfer: Mühsam musste die Feuerwehr Leonberg mit 20 Leuten stundenlang ein Scherbenmeer von den beiden linken Fahrspuren schippen, die rechte blieb über mehrere Stunden durch den verunglückten Sattelschlepper blockiert, dort mussten von Hand Bierkisten aufgelesen werden.
Die Autobahnpolizei rief einen Havariekommissar, der über die Bergung wachte, und entschied, was mit den verunglückten Nahrungsmitteln zu geschehen habe. Wer sich an verlorener Ladung vergreift, macht sie übrigens einer Straftat schuldig – es ist ganz profaner Diebstahl.
Nun war die Nachfrage nach den herumkullernden Bierflaschen selbst bei gestandenen Feuerwehrleuten äußerst gering: "Wenn’s wenigstens nicht so ein Kinderbier wäre", bruddelte der Leonberger Stadtbrandmeister, während er seine freiwilligen Wehrleute zur Eile auf der rechten Spur antrieb. Dass die nicht recht vorwärts kamen, lag nicht allein am völlig von Malzbier verklebten Asphalt, der den Helfern fast die schweren Stiefel auszog.
Die Bergungsarbeiten zogen sich auch wegen der schieren Menge des verlorenen Ladegutes und der unglücklichen Lage des tonnenschweren Wracks in die Länge – nur die Leitplanke hatte den Sattelzug vom Absturz in die darunter fließende Glems bewahrt. Erst am späten Nachmittag gelang es, den leergeräumten 100.000-Euro-Totalschaden abzuschleppen, der Schaden an der Fracht wird auf 5000- bis 10.000 Euro geschätzt. Der Verkehr staute sich auf der A 81 durch den Engelbergtunnel bis zum Anschluss Stuttgart-Feuerbach, erst am Abend war die Behinderung vorüber.
Kopfschütteln herrscht bei der Autobahnpolizei indes darüber, weshalb der 38 Jahre alte Fahrer seine zerbrechliche Ladung nicht gesichert hat. Ein herzu geeilter Bevollmächtigter der Spedition erklärte, dass der Fahrer von der Brauerei in Heilbronn angewiesen worden sei, die Ladung keinesfalls zu sichern. "Ich verstehe das auch nicht, aber der Kunde wollte das so." Helfen wird das dem Fahrer kaum – er ist für die ordnungsgemäße Sicherung seiner Fracht verantwortlich.
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