Nissan X-Trail

Rambo Nummer vier

Bernd-Wilfried Kießler , veröffentlicht am 13.08.2001

Die Nissan-Händler werden sich gute Argumente zurechtlegen müssen, um ihren Kunden zu erklären, warum sie das neue Allradauto X-Trail kaufen sollen. Denn die Marke hat bereits drei Geländegänger im Programm: Die beiden Dickschiffe Pathfinder und Patrol sowie den leichteren Terrano II. Der neue X-Trail zielt nun auf das gleiche Marktsegment wie der Terrano: Dessen Preise reichen von 23900 Euro (46920 Mark) bis 28990 Euro (56700 Mark) - die des neuen X-Trail erstrecken sich von 22890 Euro (44769 Mark) bis 29995 Euro (58655 Mark).

Mit 4,51 Meter Außenlänge liegt der X-Trail ziemlich genau in der Mitte zwischen den beiden Terrano-II-Ausführungen. Dessen dreitürige Version, die neuerdings den Beinamen Fun führt, ist 4,22 Meter lang, der Fünftürer, der nun zusätzlich Outdoor heißt, misst 4,70 Meter.

Die Unterschiede unter dem Blech sind im wahrsten Sinne der Wortes schwer wiegend. Denn der X-Trail besitzt statt einer Rahmenkonstruktion eine selbsttragende Karosserie und wiegt mit rund anderthalb Tonnen immerhin 200 Kilogramm weniger als der leichteste Terrano II.

Grundsätzlich kann er als frontgetriebener Pkw gelten, der auf Knopfdruck einen Teil der Kräfte zur Hinterachse leitet. Das geschieht in zwei Stufen: entweder bei Bedarf, wenn die Elektronik ein Durchdrehen der Räder meldet, oder permanent im Verteilungsverhältnis 57 Prozent (vorn) zu 43 Prozent (hinten).

Zwei Triebwerke stehen beim X-Trail zur Wahl: ein neu entwickelter Zweiliter-Ottomotor aus Leichtmetall mit 140 PS/103 kW und ein ebenfalls brandneuer 2,2-Liter-Diesel mit 114 PS/84 kW. Letzterer ist der erste Nissan-Motor mit Common-Rail-Direkteinspritzung. Beide Aggregate sind durchzugsstark, wobei das Drehmoment des Diesel mit 270 Newtonmetern gegenüber den 192 Nm des Benziners erwartungsgemäß überlegen ist. Gleiches gilt beim Normverbrauch: 7,2 Liter Diesel gegenüber 9,3 Liter Super. Mit 177 km/h Höchstgeschwindigkeit ist indes der Benziner zwölf km/h schneller.

Der Zweiliter-Ottomotor kann wahlweise mit Fünfganggetriebe oder Vierstufenautomatik (Aufpreis 1290 Euro/2523 Mark) bestellt werden. Beim Diesel hat man sich für eine Sechsgang-Handschaltung entschieden, die der ansonsten eher zahmen Auslegung des Allradlers einen Hauch von Dynamik vermitteln soll.

Der X-Trail, der in Japan gebaut wird, ist nur als Fünftürer erhältlich. Vorn zeigt er das typische Gesicht der Nissan-Geländewagen mit schrägen Stegen im Kühlergrill, hinten schaffen die hochgezogen Leuchten gewisse Ähnlichkeiten zum Kompaktvan Almero Tino. Ein henkelartiger Dachspoiler am Heck des X-Trail Sport (daneben gibt es noch die Ausstattungslinien Comfort und Elegance) ist wohl mehr eine Spielerei der Designer als eine aerodynamisch begründete Fahrhilfe.

Der angesichts der Kastenform günstige Luftwiderstandsbeiwert von 0,37 - Nissan spricht vom niedrigsten seiner Klasse - kommt durch die abgerundeten Kanten zustande. Der X-Trail, der noch vor dem Einstieg von Renault bei Nissan entwickelt wurde, soll ab September bei den Händlern stehen.
 

Sie suchen eine neues Zuhause?

Wir haben Sie alle! Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus. In Baden-Württembergs bedeutendstem Immobilienmarkt finden Sie Angebote aus Stuttgart, der Region und dem Rest der Republik.
zur Immobiliensuche
Veranstaltungen

26.05. | Wein-Musketier Stuttgart-Degerloch

Körperlandschaften

Sandra Wolf stellt Aktfotografien aus mehr
Finden Sie
Heute können Sie aus 358 Veranstaltungsterminen auswählen
StZ digital
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
Für Abonnenten

Für Käufer
Hier können sie sich über Preise informieren, Abos abschließen oder Einzelexemplare kaufen.