50 Jahre Pizza-Hut
Von der Studentenklitsche zum Fast-Food-Imperium
AP, veröffentlicht am 01.06.2008
Louisville/USA - Mit 600 Dollar Startkapital haben Dan und Frank Carney einen Milliardenkonzern gegründet. Eigentlich wollten die beiden Studenten vor 50 Jahren im US-Staat Kansas nur eine kleine Pizzeria aufmachen, um sich ihre Ausbildung zu finanzieren. Das Startkapital hatte ihnen Mama geborgt, die Geräte waren gebraucht. Doch aus dem kleinen Laden, der in den Räumlichkeiten einer alten Bar Platz fand, ist mittlerweile ein Weltkonzern geworden: Pizza Hut.
Die Italiener mögen über die amerikanische Pizza spotten, in New York, Peking, Paris, Frankfurt und München wird sie offenbar gern gegessen. Zehn Milliarden Dollar (6,5 Milliarden Euro) setzte das Unternehmen im vergangenen Jahr in seinen 11.000 Läden um. Allein in Deutschland gibt es 69 Restaurants, das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2.600 Menschen in der Bundesrepublik. "Wir konnten aus nichts etwas aufbauen", sagt der 76 Jahre alte Dan Carney. Am Samstag ist es 50 Jahre her, dass er zusammen mit seinem Bruder in Wichita das erste Restaurant eröffnete.
Doch das Unternehmen steht vor großen Herausforderungen. Käse und Mehl werden immer teurer und die Kunden wählerischer. Im vergangenen Jahr wurden in den USA mehr Restaurants geschlossen als eröffnet, die wirklichen Wachstumsmärkte liegen außerhalb des Stammlands. Die Restaurants mit den Roten Dächern sind zum Inbegriff der amerikanischen Pizza-Kultur geworden. "Ich bin jedes Mal stolz, wenn ich einen gutlaufenden Pizza Hut sehe. Das ist ein Teil von mir", sagt der inzwischen 70-jährige Frank Carney.
Speisekarte für die Gäste deutlich erweitert
Doch das Unternehmen gehört den Gründern schon längst nicht mehr: 1970 ging es an die Börse, sieben Jahre später kaufte PepsiCo den Pizza-Giganten. 1997 kam Pizza Hut schließlich in die Gruppe Yum Brands, zu der weitere Restaurantketten wie Kentucky Fried Chicken (KFC) gehören. Gründer Frank Carney ist inzwischen zur Konkurrenz gegangen: Er hält Anteile an 73 Papa John's Pizza-Läden in Wichita, Houston und Hawaii. "Gute Konkurrenz zwingt jeden, sich anzustrengen - sie und uns", sagt Carney.
Sein Bruder Dan ist nicht mehr im Pizza-Business, er beobachtet sein früheres Unternehmen aber weiter mit Wohlwollen. "Es wäre toll, es noch mal 50 Jahre funktionieren zu sehen." Die neuen Eigentümer müssten nur innovativ genug bleiben, mahnt er.
Genau das scheint sich Pizza Hut zu Herzen genommen zu haben: Im Jubiläumsjahr wurde die Speisekarte drastisch erweitert, um mit den Kundenwünschen Schritt zu halten. Pasta und Chicken Wings stehen nun auf dem Programm. Im ersten Halbjahr seien zwei Millionen Nudelpfannen verkauft worden, doppelt so viele wie erhofft. "Unser Kerngeschäft wird immer die Pizza sein", beruhigt Unternehmenschef Scott Bergren die Traditionalisten. "Und Gott weiß, dass wir mehr davon verkaufen als irgendjemand anderer in den Vereinigten Staaten."
Die Italiener mögen über die amerikanische Pizza spotten, in New York, Peking, Paris, Frankfurt und München wird sie offenbar gern gegessen. Zehn Milliarden Dollar (6,5 Milliarden Euro) setzte das Unternehmen im vergangenen Jahr in seinen 11.000 Läden um. Allein in Deutschland gibt es 69 Restaurants, das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2.600 Menschen in der Bundesrepublik. "Wir konnten aus nichts etwas aufbauen", sagt der 76 Jahre alte Dan Carney. Am Samstag ist es 50 Jahre her, dass er zusammen mit seinem Bruder in Wichita das erste Restaurant eröffnete.
Doch das Unternehmen steht vor großen Herausforderungen. Käse und Mehl werden immer teurer und die Kunden wählerischer. Im vergangenen Jahr wurden in den USA mehr Restaurants geschlossen als eröffnet, die wirklichen Wachstumsmärkte liegen außerhalb des Stammlands. Die Restaurants mit den Roten Dächern sind zum Inbegriff der amerikanischen Pizza-Kultur geworden. "Ich bin jedes Mal stolz, wenn ich einen gutlaufenden Pizza Hut sehe. Das ist ein Teil von mir", sagt der inzwischen 70-jährige Frank Carney.
Speisekarte für die Gäste deutlich erweitert
Doch das Unternehmen gehört den Gründern schon längst nicht mehr: 1970 ging es an die Börse, sieben Jahre später kaufte PepsiCo den Pizza-Giganten. 1997 kam Pizza Hut schließlich in die Gruppe Yum Brands, zu der weitere Restaurantketten wie Kentucky Fried Chicken (KFC) gehören. Gründer Frank Carney ist inzwischen zur Konkurrenz gegangen: Er hält Anteile an 73 Papa John's Pizza-Läden in Wichita, Houston und Hawaii. "Gute Konkurrenz zwingt jeden, sich anzustrengen - sie und uns", sagt Carney.
Sein Bruder Dan ist nicht mehr im Pizza-Business, er beobachtet sein früheres Unternehmen aber weiter mit Wohlwollen. "Es wäre toll, es noch mal 50 Jahre funktionieren zu sehen." Die neuen Eigentümer müssten nur innovativ genug bleiben, mahnt er.
Genau das scheint sich Pizza Hut zu Herzen genommen zu haben: Im Jubiläumsjahr wurde die Speisekarte drastisch erweitert, um mit den Kundenwünschen Schritt zu halten. Pasta und Chicken Wings stehen nun auf dem Programm. Im ersten Halbjahr seien zwei Millionen Nudelpfannen verkauft worden, doppelt so viele wie erhofft. "Unser Kerngeschäft wird immer die Pizza sein", beruhigt Unternehmenschef Scott Bergren die Traditionalisten. "Und Gott weiß, dass wir mehr davon verkaufen als irgendjemand anderer in den Vereinigten Staaten."
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