Zweite Startbahn vor dem Aus

Flughafen-Gegner in Feierlaune

dpa/lsw, veröffentlicht am 24.06.2008
Leserfoto: knipsi

Stuttgart - Die Flughafen-Gegner auf den Fildern südlich von Stuttgart feiern das Aus für die Erweiterung des Airports. "Wir freuen uns riesig", sagte Gabi Visintin von der Schutzgemeinschaft Filder am Dienstag in Stuttgart. Die Absage an den Bau einer zweiten Start- und Landebahn müsse nun aber auch "eine erstklassige Beerdigung werden". Die Pläne des Flughafens würden seit Jahren wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Anwohner schweben. Zehn Millionen Fluggäste im Jahr seien für die Menschen auf den Fildern schon jetzt eine "wahnsinnige Belastung".

"Dieses Damoklesschwert muss nun aber zerstört werden, damit es nicht irgendwann wieder rausgeholt wird", mahnte Visintin. Jetzt gelte es, dass auch das Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr nicht angetastet und die geplante Westerweiterung um 30 Flugzeugparkplätze gekippt werde. Denn: Seien die Stellplätze erst mal da, wachse auch der Druck, doch noch mehr Flüge zuzulassen. Irgendwann käme dann auch der Wunsch auf eine neue Startbahn wieder auf.
 


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