Stuttgart - Die Stuttgarter Brandschützer dürfen sich bestätigt fühlen: Bereits vor drei Jahren während des Planfeststellungsverfahrens für den Fildertunnel hatte der Chef der Stuttgarter Berufsfeuerwehr, Frank Knödler, das Sicherheits- und Rettungskonzept der Bahn kritisiert. Die Abstände zwischen den Rettungsstollen, die die beiden Gleisröhren miteinander verbinden und durch die im Ernstfall die Fahrgäste evakuiert werden müssten, seien viel zu lang, monierte Knödler seinerzeit. Doch letztlich setzte sich die Bahn mit ihrer Planung durch, im 9,5 Kilometer langen Fildertunnel nur alle 800 Meter insgesamt zehn solcher Fluchtwege zu bauen.Bei der Sicherheit darf bei Stuttgart 21 aber nicht gespart werden. Im Interesse der Bahnkunden ist es vielmehr eine Selbstverständlichkeit, dass das modernste Schienenprojekt Europas auch mit einem optimalen Rettungskonzept ausgestattet wird. Die Frage, ob sich das Milliardenprojekt deshalb um ein paar weitere Millionen Euro verteuert, darf da keine Rolle spielen.
Dass sich die Bahn, deren Sympathiewerbung für das Projekt Stuttgart 21 bei der Bevölkerung ohnehin nicht so recht verfangen will, wie schon bei der Frage nach möglichen Mehrkosten von Stuttgart 21 nun auch beim Thema Sicherheit auf formelhafte Auskünfte beschränkt, spricht nicht gerade für die Öffentlichkeitsarbeit des ehemaligen Staatsunternehmens. Diese unsouveräne, zurückhaltende Informationspolitik ist eher geeignet, auch noch jene zu verunsichern, die bisher das Bahnprojekt gegen alle Widerstände als Zukunftschance für Stuttgart und die Region verteidigt haben. Im Rathaus gärt es jedenfalls seit geraumer Zeit: Hinter vorgehaltener Hand wird das Gebahren mancher Bahnverantwortlicher zunehmend kritisch beäugt und als "suboptimal" beurteilt.
Dass sich die Bahn, deren Sympathiewerbung für das Projekt Stuttgart 21 bei der Bevölkerung ohnehin nicht so recht verfangen will, wie schon bei der Frage nach möglichen Mehrkosten von Stuttgart 21 nun auch beim Thema Sicherheit auf formelhafte Auskünfte beschränkt, spricht nicht gerade für die Öffentlichkeitsarbeit des ehemaligen Staatsunternehmens. Diese unsouveräne, zurückhaltende Informationspolitik ist eher geeignet, auch noch jene zu verunsichern, die bisher das Bahnprojekt gegen alle Widerstände als Zukunftschance für Stuttgart und die Region verteidigt haben. Im Rathaus gärt es jedenfalls seit geraumer Zeit: Hinter vorgehaltener Hand wird das Gebahren mancher Bahnverantwortlicher zunehmend kritisch beäugt und als "suboptimal" beurteilt.
Von Thomas Braun
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