Schlosscafé, Altes Schloss
Biokost im Arkadenhof
Jürgen Brand , veröffentlicht am 18.06.2007
Stuttgart - Der Ort ist ein Traum: der Arkadenhof aus der Renaissance, die dicken Gemäuer des Alten Schlosses, die den Markt-, Einkaufs- und Verkehrstrubel draußen auf dem Schiller- und Schlossplatz hier mitten im Herzen der Stadt abhalten, das internationale Flair der Museumsbesucher und Touristengruppen, für die das Alte Schloss eine Pflichtstation ist.
Von Jürgen Brand
Hier im Hof kann man seit Beginn der warmen Jahreszeit wieder frühstücken, Kaffee trinken, Eis essen, sich anderweitig stärken und ausruhen. Das Schlosscafé ist ein reines Terrassencafé und deshalb immer wetterabhängig, aber es könnte der Beginn einer gastronomischen Tradition im Alten Schloss sein - die es bisher nicht gibt.
Eigentlich ist es in fast allen Museen der Welt völlig normal, dass es eine Museumsgastronomie gibt. Wer zumindest in den vergangenen zwei Jahrzehnten Derartiges im Landesmuseum Württemberg suchte, tat dies vergebens. Entsprechend schnell ist die Gastronomiegeschichte des Alten Schlosses aufgeschrieben.
Genuss liegt in der schönen Umgebung
Da gab es mal 2005 eine Zeit lang die Bar Fleur de Lis, die durchaus erfolgreich war, aber nur eine Zwischennutzung für den Ort, an dem jetzt die Stauffenberg-Gedenkstätte zu finden ist. Zuvor hatte es einmal Überlegungen für eine Weinstube gegeben, die sich aber rasch wieder zerschlugen. Erst die neue Museumsleiterin Cornelia Ewigleben nahm das Thema in Angriff. So konnte dann im vergangenen August das Schlosscafé eröffnen.
Das Angebot ist rasch beschrieben. Man kann frühstücken, unter der Woche allerdings erst ab elf, früher macht das Schlosscafé nicht auf. Zur Auswahl stehen frisch belegte Sandwiches oder Paninis, je nach Geschmack mit Honigschinken, Salami oder Käse nach Wahl. Dazu kann man sich beispielsweise einen Obstsalat schmecken lassen, das Obst dafür wird frisch geschnitten und ist eine Mischung aus Apfel, Erdbeere, Kirschen und Melonen, je nachdem, welche Zeit im Jahr gerade ist und was der Markt hergibt. Wer mehr Hunger hat, kann sich mit verschiedenen Quiches und Salat oder auch einem Käseteller stärken. Viel mehr ist in der winzigen Küche nicht machbar, der Genuss liegt einfach in der schönen Umgebung.
Biologische und regionale Produkte
Das Besondere am Schlosscafé-Angebot sind die biologischen und regionalen Produkte. Espresso, Cappuccino und andere Kaffeevarianten werden aus Transfair-Kaffee gemacht, sind aber trotzdem nicht teurer als sonst in der Innenstadtgastronomie. Es gibt auch Bioapfelsaft, Biofrischmilch, Bionade und Demeter-Bioeis zu vernünftigen Preisen. So kostet ein guter Milchkaffee 2,90 Euro, 0,3 Liter Johannisbeersaftschorle 3 Euro, ein mit Honigschinken und Tête-de-Moine-Käse belegtes Sandwich 2,50 Euro oder eine frischer Obstsalat 3,50 Euro. Da hat Gastronom Giovanni Atria dankenswerterweise auf den Touri-Zuschlag, der sonst an solchen Orten üblich ist, verzichtet.
Irgendwann hofft Atria auch auf Innenräume im Alten Schloss, aber das könne noch Jahre dauern, sagt er selbst. Bis es so weit ist, muss er sich ganz auf die Sommersaison konzentrieren, die aber ja dank des Klimawandels immer länger dauert. Und bei großen Ausstellungen wie zuletzt beim "Königreich Württemberg" bekommt er im Museumsbereich Platz zur Verfügung gestellt, damit die Ausstellungsbesucher sich dann auch drinnen ausruhen und stärken können.
Schlosscafé im Alten Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart, Telefon 0711 – 279 34 02. www.landesmuseum-stuttgart.de. Nur Terrasse, geöffnet: Bei gutem Wetter Montag bis Freitag ab 11 Uhr, Samstags und an Sonn-und Feiertagen ab 10 Uhr.
Von Jürgen Brand
Hier im Hof kann man seit Beginn der warmen Jahreszeit wieder frühstücken, Kaffee trinken, Eis essen, sich anderweitig stärken und ausruhen. Das Schlosscafé ist ein reines Terrassencafé und deshalb immer wetterabhängig, aber es könnte der Beginn einer gastronomischen Tradition im Alten Schloss sein - die es bisher nicht gibt.
Eigentlich ist es in fast allen Museen der Welt völlig normal, dass es eine Museumsgastronomie gibt. Wer zumindest in den vergangenen zwei Jahrzehnten Derartiges im Landesmuseum Württemberg suchte, tat dies vergebens. Entsprechend schnell ist die Gastronomiegeschichte des Alten Schlosses aufgeschrieben.
Genuss liegt in der schönen Umgebung
Da gab es mal 2005 eine Zeit lang die Bar Fleur de Lis, die durchaus erfolgreich war, aber nur eine Zwischennutzung für den Ort, an dem jetzt die Stauffenberg-Gedenkstätte zu finden ist. Zuvor hatte es einmal Überlegungen für eine Weinstube gegeben, die sich aber rasch wieder zerschlugen. Erst die neue Museumsleiterin Cornelia Ewigleben nahm das Thema in Angriff. So konnte dann im vergangenen August das Schlosscafé eröffnen.
Das Angebot ist rasch beschrieben. Man kann frühstücken, unter der Woche allerdings erst ab elf, früher macht das Schlosscafé nicht auf. Zur Auswahl stehen frisch belegte Sandwiches oder Paninis, je nach Geschmack mit Honigschinken, Salami oder Käse nach Wahl. Dazu kann man sich beispielsweise einen Obstsalat schmecken lassen, das Obst dafür wird frisch geschnitten und ist eine Mischung aus Apfel, Erdbeere, Kirschen und Melonen, je nachdem, welche Zeit im Jahr gerade ist und was der Markt hergibt. Wer mehr Hunger hat, kann sich mit verschiedenen Quiches und Salat oder auch einem Käseteller stärken. Viel mehr ist in der winzigen Küche nicht machbar, der Genuss liegt einfach in der schönen Umgebung.
Biologische und regionale Produkte
Das Besondere am Schlosscafé-Angebot sind die biologischen und regionalen Produkte. Espresso, Cappuccino und andere Kaffeevarianten werden aus Transfair-Kaffee gemacht, sind aber trotzdem nicht teurer als sonst in der Innenstadtgastronomie. Es gibt auch Bioapfelsaft, Biofrischmilch, Bionade und Demeter-Bioeis zu vernünftigen Preisen. So kostet ein guter Milchkaffee 2,90 Euro, 0,3 Liter Johannisbeersaftschorle 3 Euro, ein mit Honigschinken und Tête-de-Moine-Käse belegtes Sandwich 2,50 Euro oder eine frischer Obstsalat 3,50 Euro. Da hat Gastronom Giovanni Atria dankenswerterweise auf den Touri-Zuschlag, der sonst an solchen Orten üblich ist, verzichtet.
Irgendwann hofft Atria auch auf Innenräume im Alten Schloss, aber das könne noch Jahre dauern, sagt er selbst. Bis es so weit ist, muss er sich ganz auf die Sommersaison konzentrieren, die aber ja dank des Klimawandels immer länger dauert. Und bei großen Ausstellungen wie zuletzt beim "Königreich Württemberg" bekommt er im Museumsbereich Platz zur Verfügung gestellt, damit die Ausstellungsbesucher sich dann auch drinnen ausruhen und stärken können.
Schlosscafé im Alten Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart, Telefon 0711 – 279 34 02. www.landesmuseum-stuttgart.de. Nur Terrasse, geöffnet: Bei gutem Wetter Montag bis Freitag ab 11 Uhr, Samstags und an Sonn-und Feiertagen ab 10 Uhr.
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