Uni Hohenheim
Putzfrau entsorgt 113 Klausuren
Inge Jacobs, veröffentlicht am 26.08.2008
Stuttgart - Durch ein Versehen und Schlamperei sind am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Hohenheim 113 Klausuren von der Putzfrau entsorgt worden. Die Studierenden müssen die Klausur erneut schreiben. Die Uni bedauert den Vorfall.
Von Inge Jacobs
Der Vater Jürgen Meier (Name geändert) ist verärgert. Nicht nur sein Sohn, sondern auch 112 Kommilitonen an der Uni Hohenheim müssen ihre BWL-Klausur "Technik des Rechnungswesens" erneut schreiben, weil der Karton mit den Klausuren vom 22. Juli von der Putzfrau des Uniinstituts für Altpapier gehalten und mittlerweile vom Amt für Abfallwirtschaft verbrannt worden ist. Besonders erzürnt den Vater dabei, dass die Uni seinem Sohn zunächst unterstellt hatte, er habe an der Klausur gar nicht teilgenommen.
"Vermutlich zu nahe am Papierkorb"
Mittlerweile haben die Prüflinge Post von ihrem Dozenten Christian Klein erhalten. Darin räumt dieser ein, das Reinigungspersonal treffe keine Schuld, da der besagte Karton mit den Klausuren "vermutlich zu nahe am Papierkorb" stand und als vermeintliches Altpapier entsorgt worden sei. Der Verlust sei jedoch bei einer Menge von 800 Klausuren in zwölf Kartons mit 11.250 Seiten nicht gleich aufgefallen.
Das Reinigungspersonal habe man auch nicht fragen können, da dieses bis Mitte September im Urlaub sei. Einen Diebstahl schließe man jedoch aus. Lehrstuhl und Universität bedauern den "unglücklichen Vorfall" außerordentlich. Man werde den Betroffenen spezielle Tutorien anbieten, um für sie die unverschuldete Zusatzbelastung einer erneuten Prüfung im November so gering wie möglich zu halten.
"Ohne das Internetforum Studi-VZ wär das gar nicht rausgekommen", meint Student Meier. Wer sein passwortgeschütztes Prüfungsergebnis nicht auf der Homepage der Universität finde, müsse durchgefallen sein oder habe gar nicht teilgenommen. Erst über Studi-VZ verständigten sich die Betroffenen und fragten beim Lehrstuhl nach. "Dort ist es nicht aufgefallen, dass sie 113 Leute mehr auf der Anwesenheitsliste notiert hatten, als Klausuren da waren", so Meier. "Die sollen ordentlich einen auf den Deckel kriegen." Er und seine Kommilitonen haben dazu am Donnerstag persönlich Gelegenheit. Da stellt sich Dozent Klein den Betroffenen und ihrer Verärgerung.
Von Inge Jacobs
Der Vater Jürgen Meier (Name geändert) ist verärgert. Nicht nur sein Sohn, sondern auch 112 Kommilitonen an der Uni Hohenheim müssen ihre BWL-Klausur "Technik des Rechnungswesens" erneut schreiben, weil der Karton mit den Klausuren vom 22. Juli von der Putzfrau des Uniinstituts für Altpapier gehalten und mittlerweile vom Amt für Abfallwirtschaft verbrannt worden ist. Besonders erzürnt den Vater dabei, dass die Uni seinem Sohn zunächst unterstellt hatte, er habe an der Klausur gar nicht teilgenommen.
"Vermutlich zu nahe am Papierkorb"
Mittlerweile haben die Prüflinge Post von ihrem Dozenten Christian Klein erhalten. Darin räumt dieser ein, das Reinigungspersonal treffe keine Schuld, da der besagte Karton mit den Klausuren "vermutlich zu nahe am Papierkorb" stand und als vermeintliches Altpapier entsorgt worden sei. Der Verlust sei jedoch bei einer Menge von 800 Klausuren in zwölf Kartons mit 11.250 Seiten nicht gleich aufgefallen.
Das Reinigungspersonal habe man auch nicht fragen können, da dieses bis Mitte September im Urlaub sei. Einen Diebstahl schließe man jedoch aus. Lehrstuhl und Universität bedauern den "unglücklichen Vorfall" außerordentlich. Man werde den Betroffenen spezielle Tutorien anbieten, um für sie die unverschuldete Zusatzbelastung einer erneuten Prüfung im November so gering wie möglich zu halten.
"Ohne das Internetforum Studi-VZ wär das gar nicht rausgekommen", meint Student Meier. Wer sein passwortgeschütztes Prüfungsergebnis nicht auf der Homepage der Universität finde, müsse durchgefallen sein oder habe gar nicht teilgenommen. Erst über Studi-VZ verständigten sich die Betroffenen und fragten beim Lehrstuhl nach. "Dort ist es nicht aufgefallen, dass sie 113 Leute mehr auf der Anwesenheitsliste notiert hatten, als Klausuren da waren", so Meier. "Die sollen ordentlich einen auf den Deckel kriegen." Er und seine Kommilitonen haben dazu am Donnerstag persönlich Gelegenheit. Da stellt sich Dozent Klein den Betroffenen und ihrer Verärgerung.
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