Günter Grass
Die Box - Dunkelkammergeschichten
Julia Schröder, veröffentlicht am 27.08.2008
Siehe auch
Als Günter Grass "Beim Häuten der Zwiebel" herausgebracht hat, wurde weniger über die literarische Qualität des Buches diskutiert als über die darin enthüllte SS-Mitgliedschaft des Literaturnobelpreisträgers. Jetzt erscheint "Die Box", der zweite Teil seiner Lebenserinnerungen.
Von Julia Schröder
"Meine Box macht Bilder, die gibts nicht. Und Sachen sieht die, die vorher nicht da waren. Oder zeigt Dinge, die möchten euch im Traum nicht einfallen. Ist allsichtig, meine Box. Muß ihr beim Brand passiert sein. Spielt verrückt seitdem." Ohne Zweifel, der "alten Marie" und ihrem Fotoapparat eignete etwas Hexerisches, etwas Magisches, Wundertätiges - nicht nur in den Augen der Buben und Mädchen, die sie aufwachsen sah, und die sich nun als Erwachsene an sie erinnern. Diese Erwachsenen sind nicht irgendwelche. Es sind die acht Kinder eines Geschichtenerfinders, eines lebenslang einmischungsbereiten Schriftstellers und leider ziemlich miserablen Vaters namens Günter Grass.
Grass ist vor zwei Jahren zum Staunen der Welt jenseits der Literatur geworden, als er die Tatsache, dass er als Junge zu Kriegsende Mitglied der Waffen-SS war, in seinen Lebenserinnerungen "Beim Häuten der Zwiebel" en passant glaubte präsentieren zu können. Es folgten harte Tage, Wochen und Monate für den Literaturnobelpreisträger; die Medienöffentlichkeit mochte dem Dichter Grass nicht durchgehen lassen, dass der Citoyen Grass all die Jahrzehnte als moralisches Gewissen der Nation nicht die Traute hatte, auch diese seiner vielen Lebenserfahrungen zum Thema zu machen. Unterdessen hat Grass seinem Zorn in Gedichten Luft gemacht, hat seinen achtzigsten Geburtstag gefeiert und ist dafür denn doch immerhin wieder gebührend gefeiert worden. Und nun legt er ein neues Buch vor, über dem, von ein paar erwartbaren Spitzen gegen die "Zeitungsfritzen" abgesehen, eine geradezu altersmilde Versöhnlichkeit wie Abendrot glimmt.
Wünsche erfüllender Fotoapparat
Es heißt kurz und bündig "Die Box", und wen das nun an Titel wie "Die Blechtrommel" oder "Der Butt" erinnert, der liegt nicht falsch. Grass liebt es, sich vom Ding oder vom Tier inspirieren zu lassen, das Haptische, sinnlich Erfahr- und Darstellbare wird ihm vom Erzählanlass zur handelnden Person. So auch in diesem Buch, da der vom Bombenbrand beschädigte Einfachstapparat, mit dem die "Knipsmarie" sich in den Dienst seines Schaffens stellt, geradezu wundertätig wirkt, als Zauberbox und Wunschbox.
"Dunkelkammergeschichten" lautet der Untertitel. Diese Geschichten erzählt nicht etwa der Autor selbst wie noch im Zwiebelbuch. Grass hat für die Erinnerungen an sein Leben als Erfolgsschriftsteller, an seine Ehen und Familien statt der Form der "memoire" die des Sprechens mit verteilten Rollen gewählt. Es sollen die Kinder des Autors sein, sechs selbst gezeugte und zwei, die seine zweite Ehefrau mitgebracht hat, die sich neunmal in wechselnden Besetzungen treffen und, während ein Band läuft, durcheinander redend, einander ins Wort fallend, Fäden abreißend und anknüpfend, lachend und weinend zusammentragen, wie sie wurden, was sie sind, welche Rolle der schreibende Vater, das "Väterchen", "mein Vatti, leider" dabei spielte und was sonst noch so los war.
Eine verständliche Entscheidung - wer will schon immerfort in der ersten Person singular mit seinen Heldentaten prunken und mit seinem Versagen hausieren gehen? -, aber keine ganz glückliche. Die Kinder, nun auch schon um die oder weit jenseits der vierzig, sollen irgendwie juvenil wirken, was Sätze zur Folge hat nach Art von "Mir gings mal so mal so. Ist heut nicht viel anders. Aber was solls!". Auch das gezwungene Jonglieren mit Jargonausdrücken, "ein Haufen Knete" oder "komplexmäßiges Verhalten", geht meist mehr als haarscharf daneben. Das Stilmittel der Ellipse ("War zum Davonrennen. Kümmerte sich ja keiner um mich") findet reichlich Verwendung, die Elision ("auffem Kudamm") ebenso. Das soll frisch, mündlich und echt wirken, tatsächlich gewinnt man den Eindruck, diese Menschen seien nicht in den Sechzigern in Berlin oder Hamburg aufgewachsen, sondern vor achtzig Jahren in Danzig zur Welt gekommen.
Kindernöte, Liebesdramen, Preise
Allerdings macht der Autor ja auch gar kein Hehl daraus, dass die Verteilung auf die Stimmen seiner Kinder die reine Erfindung ist; diese dürfen sich sogar gelegentlich darüber beschweren: "Womöglich sind auch wir, wie wir hier sitzen und reden, bloß ausgedacht - oder was?" Denn dieses Buch erzählt zwar aus dem Leben von "Patrick", "Jorsch", "Lara", "Taddel", "Nana", "Lena", "Jasper" und "Paul" mehr, als man aus dem Leben von Günter Grass Söhnen und Töchtern, die ein bisschen anders heißen, je wissen wollte, aber es ist alles andere als eine Familiendoku. Es ist vielmehr ein Märchen - und es ist eine Art poetologisches Manifest.
Märchenhaft beginnt nicht nur das erste Kapitel: "Es war einmal ein Vater, der rief, weil alt geworden, seine Söhne und Töchter zusammen". Märchenhaft ist auch, was sich zwischen (vermutlich) authentischen Geschehnissen des äußeren Lebens wie Ehedramen, Leidenschaften, Wahlkampfreisen, Literaturpreisen, Bestsellererfolgen, Pubertätsnöten, Kindersehnsüchten begibt (wobei es von unschätzbarem Vorteil ist, wenn man sich in Leben und Werk des Günter Grass schon vorher einigermaßen auskannte). Die angekokelte Agfa-Box, mit der die alte, gleichwohl ewig marjellchenhafte Marie - eine Hommage an die Lebensfreundin und Fotografin Maria Rama, der das Buch gewidmet ist - den Vater, die Frauen, die Kinder und den Alltag knipst, gebiert belichtete Filme, auf denen sich in der Dunkelkammer die Dinge so entwickeln, wie sie sein könnten, wie sie waren, wie man sie sich wünscht oder wie man sie fürchtet.
Sie "tickt nicht mehr richtig", sagt Marie, denn: "So ist das, Kinder, wenn man übrigbleibt." Die Box ist eine Überlebende, sie hat den Weltenbrand überstanden, deshalb ist sie "allsichtig" und mancher redet von ihr, als sei sie "der liebe Gott". Sie darf und kann zeigen, was sich hinter der planen Wirklichkeit verbirgt: die tiefere, poetische Wahrheit.
Damit spricht Marie aus, was die Box mit ihrem Erfinder, dem Schriftsteller Günter Grass, gemeinsam hat. Grass ist vielleicht der letzte namhafte Vertreter jenes deutschen Kunstideals, das zum Selbstbild der meisten seiner intellektuellen Zeitgenossen so nicht mehr gehört: der Dichter als Seher oder wenigstens doch als der mit dem per definitionem besseren, auch besseren politischen Durchblick, als einer, dem durch Ahnung und Inspiration an Erkenntnis zuwächst, was andere durch Recherche nie erjagen mögen.
Die Box als auktoriale Instanz "sieht" nämlich nicht nur, was der Familienhund auf seinen Streifzügen durch Berlin erlebt und wie das gefrustete Söhnchen einen Automaten knackt, sondern prophezeit auch den Riss in der Berliner Mauer und die ökologische Apokalypse, die große Flut, die dereinst auch die Grass"sche Behausung im norddeutschen Tiefland überschwemmen wird - darin ganz vergleichbar ihrem Erfinder, der in seinen Romanen ja nicht nur in den tiefen Brunnen der Vergangenheit und so manches trübe Gewässer der Zeitgeschichte stieg, sondern das selbst gemachte schlimme Schicksal der Menschheit so bang wie lustvoll auspinselt.
"Die Box" ist ein melancholisch abschiednehmendes Alterswerk des Einundachtzigjährigen, das - zur Freude wohl vor allem seiner vielköpfigen Lesergemeinde - vieles von dem versammelt, was Grass, sein êuvre wie seine Person, ausmacht: das Vergnügen an der Fülle der Fabeln, das Bild des Pater familias, die Schar speisend mit Selbstgekochtem, des Wanderers durch die Äonen, der sich - einer der gar nicht so raren selbstironischen Augenblicke - gut vorstellen kann, wie zu Höhlenmenschenzeiten sein hungriger Familienclan ihn knusprig brät und schmatzend verzehrt. Es ist aber ebenso, wie "Beim Häuten der Zwiebel" auch, ein Buch, in dem vorenthaltene Liebe nachentrichtet werden soll - aller Skepsis zum Trotz. War es damals die zur Mutter, ist es nun die zu den Kindern. Als sie ihm vorhalten, dies Buch bestehe nur aus Märchen, hält der Vater leise dagegen, "doch es sind eure, die ich euch erzählen ließ".
Günter Grass: Die Box. Dunkelkammergeschichten
(Steidl Verlag, Göttingen, 215 S., Euro 18,00, ISBN 978 3865 2177 14)
Von Julia Schröder
"Meine Box macht Bilder, die gibts nicht. Und Sachen sieht die, die vorher nicht da waren. Oder zeigt Dinge, die möchten euch im Traum nicht einfallen. Ist allsichtig, meine Box. Muß ihr beim Brand passiert sein. Spielt verrückt seitdem." Ohne Zweifel, der "alten Marie" und ihrem Fotoapparat eignete etwas Hexerisches, etwas Magisches, Wundertätiges - nicht nur in den Augen der Buben und Mädchen, die sie aufwachsen sah, und die sich nun als Erwachsene an sie erinnern. Diese Erwachsenen sind nicht irgendwelche. Es sind die acht Kinder eines Geschichtenerfinders, eines lebenslang einmischungsbereiten Schriftstellers und leider ziemlich miserablen Vaters namens Günter Grass.
Grass ist vor zwei Jahren zum Staunen der Welt jenseits der Literatur geworden, als er die Tatsache, dass er als Junge zu Kriegsende Mitglied der Waffen-SS war, in seinen Lebenserinnerungen "Beim Häuten der Zwiebel" en passant glaubte präsentieren zu können. Es folgten harte Tage, Wochen und Monate für den Literaturnobelpreisträger; die Medienöffentlichkeit mochte dem Dichter Grass nicht durchgehen lassen, dass der Citoyen Grass all die Jahrzehnte als moralisches Gewissen der Nation nicht die Traute hatte, auch diese seiner vielen Lebenserfahrungen zum Thema zu machen. Unterdessen hat Grass seinem Zorn in Gedichten Luft gemacht, hat seinen achtzigsten Geburtstag gefeiert und ist dafür denn doch immerhin wieder gebührend gefeiert worden. Und nun legt er ein neues Buch vor, über dem, von ein paar erwartbaren Spitzen gegen die "Zeitungsfritzen" abgesehen, eine geradezu altersmilde Versöhnlichkeit wie Abendrot glimmt.
Wünsche erfüllender Fotoapparat
Es heißt kurz und bündig "Die Box", und wen das nun an Titel wie "Die Blechtrommel" oder "Der Butt" erinnert, der liegt nicht falsch. Grass liebt es, sich vom Ding oder vom Tier inspirieren zu lassen, das Haptische, sinnlich Erfahr- und Darstellbare wird ihm vom Erzählanlass zur handelnden Person. So auch in diesem Buch, da der vom Bombenbrand beschädigte Einfachstapparat, mit dem die "Knipsmarie" sich in den Dienst seines Schaffens stellt, geradezu wundertätig wirkt, als Zauberbox und Wunschbox.
"Dunkelkammergeschichten" lautet der Untertitel. Diese Geschichten erzählt nicht etwa der Autor selbst wie noch im Zwiebelbuch. Grass hat für die Erinnerungen an sein Leben als Erfolgsschriftsteller, an seine Ehen und Familien statt der Form der "memoire" die des Sprechens mit verteilten Rollen gewählt. Es sollen die Kinder des Autors sein, sechs selbst gezeugte und zwei, die seine zweite Ehefrau mitgebracht hat, die sich neunmal in wechselnden Besetzungen treffen und, während ein Band läuft, durcheinander redend, einander ins Wort fallend, Fäden abreißend und anknüpfend, lachend und weinend zusammentragen, wie sie wurden, was sie sind, welche Rolle der schreibende Vater, das "Väterchen", "mein Vatti, leider" dabei spielte und was sonst noch so los war.
Eine verständliche Entscheidung - wer will schon immerfort in der ersten Person singular mit seinen Heldentaten prunken und mit seinem Versagen hausieren gehen? -, aber keine ganz glückliche. Die Kinder, nun auch schon um die oder weit jenseits der vierzig, sollen irgendwie juvenil wirken, was Sätze zur Folge hat nach Art von "Mir gings mal so mal so. Ist heut nicht viel anders. Aber was solls!". Auch das gezwungene Jonglieren mit Jargonausdrücken, "ein Haufen Knete" oder "komplexmäßiges Verhalten", geht meist mehr als haarscharf daneben. Das Stilmittel der Ellipse ("War zum Davonrennen. Kümmerte sich ja keiner um mich") findet reichlich Verwendung, die Elision ("auffem Kudamm") ebenso. Das soll frisch, mündlich und echt wirken, tatsächlich gewinnt man den Eindruck, diese Menschen seien nicht in den Sechzigern in Berlin oder Hamburg aufgewachsen, sondern vor achtzig Jahren in Danzig zur Welt gekommen.
Kindernöte, Liebesdramen, Preise
Allerdings macht der Autor ja auch gar kein Hehl daraus, dass die Verteilung auf die Stimmen seiner Kinder die reine Erfindung ist; diese dürfen sich sogar gelegentlich darüber beschweren: "Womöglich sind auch wir, wie wir hier sitzen und reden, bloß ausgedacht - oder was?" Denn dieses Buch erzählt zwar aus dem Leben von "Patrick", "Jorsch", "Lara", "Taddel", "Nana", "Lena", "Jasper" und "Paul" mehr, als man aus dem Leben von Günter Grass Söhnen und Töchtern, die ein bisschen anders heißen, je wissen wollte, aber es ist alles andere als eine Familiendoku. Es ist vielmehr ein Märchen - und es ist eine Art poetologisches Manifest.
Märchenhaft beginnt nicht nur das erste Kapitel: "Es war einmal ein Vater, der rief, weil alt geworden, seine Söhne und Töchter zusammen". Märchenhaft ist auch, was sich zwischen (vermutlich) authentischen Geschehnissen des äußeren Lebens wie Ehedramen, Leidenschaften, Wahlkampfreisen, Literaturpreisen, Bestsellererfolgen, Pubertätsnöten, Kindersehnsüchten begibt (wobei es von unschätzbarem Vorteil ist, wenn man sich in Leben und Werk des Günter Grass schon vorher einigermaßen auskannte). Die angekokelte Agfa-Box, mit der die alte, gleichwohl ewig marjellchenhafte Marie - eine Hommage an die Lebensfreundin und Fotografin Maria Rama, der das Buch gewidmet ist - den Vater, die Frauen, die Kinder und den Alltag knipst, gebiert belichtete Filme, auf denen sich in der Dunkelkammer die Dinge so entwickeln, wie sie sein könnten, wie sie waren, wie man sie sich wünscht oder wie man sie fürchtet.
Sie "tickt nicht mehr richtig", sagt Marie, denn: "So ist das, Kinder, wenn man übrigbleibt." Die Box ist eine Überlebende, sie hat den Weltenbrand überstanden, deshalb ist sie "allsichtig" und mancher redet von ihr, als sei sie "der liebe Gott". Sie darf und kann zeigen, was sich hinter der planen Wirklichkeit verbirgt: die tiefere, poetische Wahrheit.
Damit spricht Marie aus, was die Box mit ihrem Erfinder, dem Schriftsteller Günter Grass, gemeinsam hat. Grass ist vielleicht der letzte namhafte Vertreter jenes deutschen Kunstideals, das zum Selbstbild der meisten seiner intellektuellen Zeitgenossen so nicht mehr gehört: der Dichter als Seher oder wenigstens doch als der mit dem per definitionem besseren, auch besseren politischen Durchblick, als einer, dem durch Ahnung und Inspiration an Erkenntnis zuwächst, was andere durch Recherche nie erjagen mögen.
Die Box als auktoriale Instanz "sieht" nämlich nicht nur, was der Familienhund auf seinen Streifzügen durch Berlin erlebt und wie das gefrustete Söhnchen einen Automaten knackt, sondern prophezeit auch den Riss in der Berliner Mauer und die ökologische Apokalypse, die große Flut, die dereinst auch die Grass"sche Behausung im norddeutschen Tiefland überschwemmen wird - darin ganz vergleichbar ihrem Erfinder, der in seinen Romanen ja nicht nur in den tiefen Brunnen der Vergangenheit und so manches trübe Gewässer der Zeitgeschichte stieg, sondern das selbst gemachte schlimme Schicksal der Menschheit so bang wie lustvoll auspinselt.
"Die Box" ist ein melancholisch abschiednehmendes Alterswerk des Einundachtzigjährigen, das - zur Freude wohl vor allem seiner vielköpfigen Lesergemeinde - vieles von dem versammelt, was Grass, sein êuvre wie seine Person, ausmacht: das Vergnügen an der Fülle der Fabeln, das Bild des Pater familias, die Schar speisend mit Selbstgekochtem, des Wanderers durch die Äonen, der sich - einer der gar nicht so raren selbstironischen Augenblicke - gut vorstellen kann, wie zu Höhlenmenschenzeiten sein hungriger Familienclan ihn knusprig brät und schmatzend verzehrt. Es ist aber ebenso, wie "Beim Häuten der Zwiebel" auch, ein Buch, in dem vorenthaltene Liebe nachentrichtet werden soll - aller Skepsis zum Trotz. War es damals die zur Mutter, ist es nun die zu den Kindern. Als sie ihm vorhalten, dies Buch bestehe nur aus Märchen, hält der Vater leise dagegen, "doch es sind eure, die ich euch erzählen ließ".
Günter Grass: Die Box. Dunkelkammergeschichten
(Steidl Verlag, Göttingen, 215 S., Euro 18,00, ISBN 978 3865 2177 14)
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