Bei Tempo 100
Auf dem Skatebord den Drackensteiner Hang hinunter
Andreas Pflüger, veröffentlicht am 02.09.2008
Drackenstein - Mit Tempo 100 ist ein Skateteboardfahrer im vergangenen Jahr auf der Autobahn8 den Drackensteiner Hang hinuntergefahren. Der Göppinger Polizeisprecher Ulrich Stöckle hat am Dienstag den Bericht einer Boulevardzeitung bestätigt.
Von Andreas Pflüger
Die waghalsige Fahrt beginnt auf einem Parkplatz an der A 8, unmittelbar vor dem Drackensteiner Hang. Zu sehen ist ein Skateboardfahrer mit Helm, der sich von einem schweren Motorrad mit Stuttgarter Kennzeichen auf die Autobahn ziehen lässt. Die Maschine beschleunigt auf 80 Kilometer pro Stunde, ehe der Mann auf dem Board loslässt und, wie bei der sportlichen Disziplin Downhillfahren, in leicht gebückter Haltung den Albabstieg in Richtung Stuttgart hinunterrast.
Festgehalten wird die Fahrt von mehreren Kameraleuten, die dem Skateboarder auf dem Motorrad, sitzend gegen die Fahrtrichtung, sowie in mindestens einem Auto folgen und das Unternehmen festhalten.
Seit mehreren Monaten ist das Video bei Youtube zu sehen. Und seit Dienstag ist die Fahrt eine Sache der Polizei. "Aufmerksam wurden wir auf den Fall in der Tat durch einen Zeitungsartikel", sagt Ulrich Stöckle. Er sei sich deshalb auch sicher, dass andere Autofahrer von der waghalsigen Fahrt gar nichts mitbekommen hätten. "Wir wären ansonsten mit Sicherheit von irgendwelchen Augenzeugen verständigt worden", ergänzt der Polizeisprecher.
Abgeschirmt vom restlichen Verkehr
Eine solche Situation, in der es keine Beobachter gebe, ließe sich am Drackensteiner Hang verhältnismäßig leicht herstellen, erklärte Ulrich Stöckle. "An dieser Stelle gibt es ja keine gegenüberliegende Fahrbahn und von hinten wurde der Skateboardfahrer durch mehrere Fahrzeuge vom restlichen Verkehr abgeschirmt."
Dennoch ermittelt die Polizei nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und wegen des Verdachts der Nötigung. Dem Fahrer drohe eine hohe Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Außerdem könne der Mann seinen Führerschein verlieren. Über das Internetportal ist die Polizei inzwischen bereits auf eine heiße Spur gestoßen. "Wer etwas ins Netz stellt, hinterlässt dort irgendwelche Abdrücke", betont Stöckle. So sei man über das Stichwort "Dangerfreaks" und über verwendete Kürzel "Bassi0711" auf einen Extremsportler in Stuttgart aufmerksam geworden.
Dieser Mann erklärte der Stuttgarter Zeitung am Dienstag, dass er zwar den Film ins Internet gestellt habe, dass er aber nicht der Fahrer des Skateboards gewesen sei. Vielmehr handle es sich um einen Bekannten aus Kanada, der ihn im vergangenen Jahr besucht habe. Dessen Namen wollte der Stuttgarter indes ebenso wenig nennen, wie seinen eigenen in der Zeitung lesen. "Ich kann aber versichern, dass ich nicht auf dem Brett gestanden bin", erklärte er.
Aus Stöckles Sicht wird sich der Fall "wohl vollends schnell klären lassen". Im ersten Schritt habe man den Betreiber der Internetportals dazu aufgefordert, den Film aus dem Netz zu beseitigen. "Das ist eine gefährliche Sache und fordert womöglich zur Nachahmung auf", stellt er klar. Es handle sich weder um den Streich eines dummen Jungen noch um ein Kavaliersdelikt.
Von Andreas Pflüger
Die waghalsige Fahrt beginnt auf einem Parkplatz an der A 8, unmittelbar vor dem Drackensteiner Hang. Zu sehen ist ein Skateboardfahrer mit Helm, der sich von einem schweren Motorrad mit Stuttgarter Kennzeichen auf die Autobahn ziehen lässt. Die Maschine beschleunigt auf 80 Kilometer pro Stunde, ehe der Mann auf dem Board loslässt und, wie bei der sportlichen Disziplin Downhillfahren, in leicht gebückter Haltung den Albabstieg in Richtung Stuttgart hinunterrast.
Festgehalten wird die Fahrt von mehreren Kameraleuten, die dem Skateboarder auf dem Motorrad, sitzend gegen die Fahrtrichtung, sowie in mindestens einem Auto folgen und das Unternehmen festhalten.
Seit mehreren Monaten ist das Video bei Youtube zu sehen. Und seit Dienstag ist die Fahrt eine Sache der Polizei. "Aufmerksam wurden wir auf den Fall in der Tat durch einen Zeitungsartikel", sagt Ulrich Stöckle. Er sei sich deshalb auch sicher, dass andere Autofahrer von der waghalsigen Fahrt gar nichts mitbekommen hätten. "Wir wären ansonsten mit Sicherheit von irgendwelchen Augenzeugen verständigt worden", ergänzt der Polizeisprecher.
Abgeschirmt vom restlichen Verkehr
Eine solche Situation, in der es keine Beobachter gebe, ließe sich am Drackensteiner Hang verhältnismäßig leicht herstellen, erklärte Ulrich Stöckle. "An dieser Stelle gibt es ja keine gegenüberliegende Fahrbahn und von hinten wurde der Skateboardfahrer durch mehrere Fahrzeuge vom restlichen Verkehr abgeschirmt."
Dennoch ermittelt die Polizei nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und wegen des Verdachts der Nötigung. Dem Fahrer drohe eine hohe Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Außerdem könne der Mann seinen Führerschein verlieren. Über das Internetportal ist die Polizei inzwischen bereits auf eine heiße Spur gestoßen. "Wer etwas ins Netz stellt, hinterlässt dort irgendwelche Abdrücke", betont Stöckle. So sei man über das Stichwort "Dangerfreaks" und über verwendete Kürzel "Bassi0711" auf einen Extremsportler in Stuttgart aufmerksam geworden.
Dieser Mann erklärte der Stuttgarter Zeitung am Dienstag, dass er zwar den Film ins Internet gestellt habe, dass er aber nicht der Fahrer des Skateboards gewesen sei. Vielmehr handle es sich um einen Bekannten aus Kanada, der ihn im vergangenen Jahr besucht habe. Dessen Namen wollte der Stuttgarter indes ebenso wenig nennen, wie seinen eigenen in der Zeitung lesen. "Ich kann aber versichern, dass ich nicht auf dem Brett gestanden bin", erklärte er.
Aus Stöckles Sicht wird sich der Fall "wohl vollends schnell klären lassen". Im ersten Schritt habe man den Betreiber der Internetportals dazu aufgefordert, den Film aus dem Netz zu beseitigen. "Das ist eine gefährliche Sache und fordert womöglich zur Nachahmung auf", stellt er klar. Es handle sich weder um den Streich eines dummen Jungen noch um ein Kavaliersdelikt.
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