Nach Fehlstart
Passagiere erzwingen neues Flugzeug
dpa, veröffentlicht am 15.09.2008
Nürnberg - Vor dem Hintergrund der jüngsten Flugzeugkatastrophen haben rund 170 Passagiere auf dem Nürnberger Flughafen nach zwei missglückten Startversuchen den Einsatz einer Ersatzmaschine erzwungen. Sie weigerten sich, ein drittes Mal das Flugzeug zu besteigen, und starteten eine Unterschriftenaktion. Nach 15 Stunden Wartezeit konnten sie am Sonntagabend schließlich unbeschadet zu ihrem Zielflughafen im portugiesischen Faro gebracht werden.
Ursache der Panne war eine fehlerhafte elektronische Anzeige in der nagelneuen Boeing 737-800, wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft Air Berlin am Montag sagte. Eine Gefahr habe für die Passagiere nicht bestanden. "Die Anzeige des Landeklappensystems hat nicht richtig funktioniert", sagte Air Berlin-Sprecherin Alexandra Müller.
Der Pilot brach den Start am frühen Sonntagmorgen deshalb ab. Ein zweiter Versuch einige Stunden später scheiterte ebenfalls. Daraufhin hätten einige Passagiere Unterschriften gesammelt und gefordert, nicht mehr mit dieser Maschine fliegen zu müssen.
"Die Passagiere waren sehr beunruhigt und reagierten panisch", sagte Müller. Vor allem vor dem Hintergrund des Madrider Unglücks sei "ein psychologisches Moment" im Spiel gewesen.
Am 20. August war eine Maschine der spanischen Fluggesellschaft Spanair unmittelbar nach dem Start vom Madrider Flughafen abgestürzt und in Flammen aufgegangen. 154 Menschen starben, 18 wurden verletzt. Vor dem Absturz hatte der Pilot einen Startversuch abgebrochen. Passagieren war Berichten zufolge das Aussteigen verwehrt worden.
In Nürnberg konnte erst nach vielen Stunden Wartezeit eine Ersatzmaschine bereitgestellt werden, mit der die Urlauber nach Faro flogen. Zwei Passagiere, die an Flugangst litten, seien nicht mitgeflogen. An der Boeing 737-800, die erst vor wenigen Wochen ausgeliefert worden sei, sei kein Defekt festgestellt worden, sagte Air Berlin-Sprecherin Müller. Fehlerhafte Anzeigen gebe es bei den mit Elektronik hochgerüsteten neuen Maschinen immer wieder. "Sicherheit steht an erster Stelle", betonte die Sprecherin. "Kein Pilot wird mit einer defekten Anzeige fliegen."
Wenige Tage nach dem Madrider Unglück waren beim Absturz einer Boeing 737 in Kirgistan mindestens 65 Menschen getötet worden. Am vergangenen Sonntag riss ein abstürzendes Aeroflot-Flugzeugs vom Typ Boeing 737 in Russland alle 88 Insassen mit in den Tod.
Ursache der Panne war eine fehlerhafte elektronische Anzeige in der nagelneuen Boeing 737-800, wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft Air Berlin am Montag sagte. Eine Gefahr habe für die Passagiere nicht bestanden. "Die Anzeige des Landeklappensystems hat nicht richtig funktioniert", sagte Air Berlin-Sprecherin Alexandra Müller.
Der Pilot brach den Start am frühen Sonntagmorgen deshalb ab. Ein zweiter Versuch einige Stunden später scheiterte ebenfalls. Daraufhin hätten einige Passagiere Unterschriften gesammelt und gefordert, nicht mehr mit dieser Maschine fliegen zu müssen.
"Die Passagiere waren sehr beunruhigt und reagierten panisch", sagte Müller. Vor allem vor dem Hintergrund des Madrider Unglücks sei "ein psychologisches Moment" im Spiel gewesen.
Am 20. August war eine Maschine der spanischen Fluggesellschaft Spanair unmittelbar nach dem Start vom Madrider Flughafen abgestürzt und in Flammen aufgegangen. 154 Menschen starben, 18 wurden verletzt. Vor dem Absturz hatte der Pilot einen Startversuch abgebrochen. Passagieren war Berichten zufolge das Aussteigen verwehrt worden.
In Nürnberg konnte erst nach vielen Stunden Wartezeit eine Ersatzmaschine bereitgestellt werden, mit der die Urlauber nach Faro flogen. Zwei Passagiere, die an Flugangst litten, seien nicht mitgeflogen. An der Boeing 737-800, die erst vor wenigen Wochen ausgeliefert worden sei, sei kein Defekt festgestellt worden, sagte Air Berlin-Sprecherin Müller. Fehlerhafte Anzeigen gebe es bei den mit Elektronik hochgerüsteten neuen Maschinen immer wieder. "Sicherheit steht an erster Stelle", betonte die Sprecherin. "Kein Pilot wird mit einer defekten Anzeige fliegen."
Wenige Tage nach dem Madrider Unglück waren beim Absturz einer Boeing 737 in Kirgistan mindestens 65 Menschen getötet worden. Am vergangenen Sonntag riss ein abstürzendes Aeroflot-Flugzeugs vom Typ Boeing 737 in Russland alle 88 Insassen mit in den Tod.
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