Versatel-Areal
Neues Bürozentrum entsteht
Thomas Borgmann, veröffentlicht am 30.09.2008
Stuttgart - An der Ecke Kronen-/Friedrichstraße gegenüber dem Hauptbahnhof entsteht in den nächsten drei Jahren ein neues Bürozentrum. Die Carlyle Group, ein weltweit agierender Investor, reißt das alte Versatel-Haus ab und errichtet einen Neubau.
Von Thomas Borgmann
Wulf Meinel von der Carlyle Group begann die Präsentation des allerersten Bauvorhabens seines Unternehmens in Stuttgart mit einem Kompliment an Oberbürgermeister Schuster und Baubürgermeister Hahn: "Früher hieß es in unserer Branche, es sei sehr schwierig, in Stuttgart zu investieren - wir haben jetzt eine ganz andere Erfahrung gemacht. Die Stadtverwaltung hat uns sehr unterstützt, alles ging sehr zügig." Der Oberbürgermeister gab das Kompliment postwendend zurück: "Ich freue mich, dass die Carlyle Group erstmals hier investiert, und ich bin froh, dass wir an dieser wichtigen Ecke gegenüber dem Bahnhof eine gute architektonische Lösung gefunden haben."
Dritter Preis für ein Stuttgarter Architekturbüro
Den Architektenwettbewerb unter sieben Büros, den der Investor ausgelobt hatte und der jetzt entschieden wurde, hat das Frankfurter Büro Engel und Zimmermann (KPS) gewonnen. Es ist das zweite neue Projekt von KPS in Stuttgart, dessen Münchner Niederlassung das Wohn- und Geschäftshaus auf dem Areal an der Lissaboner Straße hinter dem Hauptbahnhof geplant hat. Der zweite Preis auf dem Versatel-Quartier ging an den deutsch-amerikanischen Stararchitekten Helmut Jahn aus Chicago, der dritte Preis an das Stuttgarter Büro Auer und Weber. Baubürgermeister Matthias Hahn erklärte, das Preisgericht habe sich einstimmig für den Entwurf des Architekturbüros KPS entschieden, "weil er am besten auf diesen Platz passt".
Schon vor geraumer Zeit hat die Carlyle Group das Versatel-Gebäude von der Energie Baden-Württemberg (EnBW) erworben; über den Kaufpreis wollte Wulf Meinel keine Angaben machen - lediglich so viel: "Wir haben das Rennen gewonnen gegen den Stuttgarter Investor Horst Bülow." Der Dienstleister Versatel ist bereits nach Bad Cannstatt umgezogen, die letzten Mietverträge laufen zum Jahresende aus.
Meinel kündigte am Dienstag an: "Im ersten oder zweiten Quartal kommenden Jahres lassen wir das alte Haus abreißen, eine Sanierung wäre viel zu teuer geworden." Wenn der Gemeinderat das neue Baurecht genehmigt habe, werde sein Unternehmen an der Ecke Friedrich-/Kronenstraße rund 35Millionen Euro investieren, um einen modernen Bürokomplex zu errichten. Geplant sei eine neue Tiefgarage mit 200 Stellplätzen, darüber ein zweiteiliges Bürohaus mit elf Stockwerken. Auf den rund 18.000 Quadratmetern Geschossfläche könnten rund eintausend Arbeitsplätze eingerichtet werden.
Ein stabiler Standort für Investoren
Wulf Meinel betonte, "wir sind sehr zuversichtlich, bis zur Fertigstellung im Jahr 2011 genügend Mieter für das neue Zentrum am Hauptbahnhof gefunden zu haben". Büroflächen von 240 Quadratmetern an aufwärts kämen auf den Markt - Stuttgart sei, was die Büroflächen angehe, "ein sehr interessanter und stabiler Standort für Investoren". Für den Bau eines Hotels, so Meinel, lägen die Grundstückspreise in Bahnhofsnähe allerdings zu hoch. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster betonte, der Neubau passe sich "mit seinen 40 Meter Höhe gut in die vorhandene Umgebung ein". Die Carlyle Group erwägt weitere Investitionen auf dem Stuttgart-21-Areal sowie an der Heilbronner Straße.
Von Thomas Borgmann
Wulf Meinel von der Carlyle Group begann die Präsentation des allerersten Bauvorhabens seines Unternehmens in Stuttgart mit einem Kompliment an Oberbürgermeister Schuster und Baubürgermeister Hahn: "Früher hieß es in unserer Branche, es sei sehr schwierig, in Stuttgart zu investieren - wir haben jetzt eine ganz andere Erfahrung gemacht. Die Stadtverwaltung hat uns sehr unterstützt, alles ging sehr zügig." Der Oberbürgermeister gab das Kompliment postwendend zurück: "Ich freue mich, dass die Carlyle Group erstmals hier investiert, und ich bin froh, dass wir an dieser wichtigen Ecke gegenüber dem Bahnhof eine gute architektonische Lösung gefunden haben."
Dritter Preis für ein Stuttgarter Architekturbüro
Den Architektenwettbewerb unter sieben Büros, den der Investor ausgelobt hatte und der jetzt entschieden wurde, hat das Frankfurter Büro Engel und Zimmermann (KPS) gewonnen. Es ist das zweite neue Projekt von KPS in Stuttgart, dessen Münchner Niederlassung das Wohn- und Geschäftshaus auf dem Areal an der Lissaboner Straße hinter dem Hauptbahnhof geplant hat. Der zweite Preis auf dem Versatel-Quartier ging an den deutsch-amerikanischen Stararchitekten Helmut Jahn aus Chicago, der dritte Preis an das Stuttgarter Büro Auer und Weber. Baubürgermeister Matthias Hahn erklärte, das Preisgericht habe sich einstimmig für den Entwurf des Architekturbüros KPS entschieden, "weil er am besten auf diesen Platz passt".
Schon vor geraumer Zeit hat die Carlyle Group das Versatel-Gebäude von der Energie Baden-Württemberg (EnBW) erworben; über den Kaufpreis wollte Wulf Meinel keine Angaben machen - lediglich so viel: "Wir haben das Rennen gewonnen gegen den Stuttgarter Investor Horst Bülow." Der Dienstleister Versatel ist bereits nach Bad Cannstatt umgezogen, die letzten Mietverträge laufen zum Jahresende aus.
Meinel kündigte am Dienstag an: "Im ersten oder zweiten Quartal kommenden Jahres lassen wir das alte Haus abreißen, eine Sanierung wäre viel zu teuer geworden." Wenn der Gemeinderat das neue Baurecht genehmigt habe, werde sein Unternehmen an der Ecke Friedrich-/Kronenstraße rund 35Millionen Euro investieren, um einen modernen Bürokomplex zu errichten. Geplant sei eine neue Tiefgarage mit 200 Stellplätzen, darüber ein zweiteiliges Bürohaus mit elf Stockwerken. Auf den rund 18.000 Quadratmetern Geschossfläche könnten rund eintausend Arbeitsplätze eingerichtet werden.
Ein stabiler Standort für Investoren
Wulf Meinel betonte, "wir sind sehr zuversichtlich, bis zur Fertigstellung im Jahr 2011 genügend Mieter für das neue Zentrum am Hauptbahnhof gefunden zu haben". Büroflächen von 240 Quadratmetern an aufwärts kämen auf den Markt - Stuttgart sei, was die Büroflächen angehe, "ein sehr interessanter und stabiler Standort für Investoren". Für den Bau eines Hotels, so Meinel, lägen die Grundstückspreise in Bahnhofsnähe allerdings zu hoch. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster betonte, der Neubau passe sich "mit seinen 40 Meter Höhe gut in die vorhandene Umgebung ein". Die Carlyle Group erwägt weitere Investitionen auf dem Stuttgart-21-Areal sowie an der Heilbronner Straße.
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