Heilbronner/Wolframstraße
"Wohnturm" oder Luxushotel?
Thomas Borgmann, veröffentlicht am 14.10.2008
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Stuttgart - Das Hamburger Bankhaus Wölbern und die Schwäbische Wohnungs AG planen den Bau eines Hochhauses mit 60 Metern. Ob ein Fünfsternehotel entsteht oder ein "Wohnturm", ist noch offen. Die Architekten Grüntuch und Ernst werden die Pläne liefern.
Von Thomas Borgmann
Für einen Teil der Brache von Stuttgart 21 hinter dem Hauptbahnhof ist jetzt eine weitere städtebauliche Vorentscheidung gefallen. Auf dem 2000 Quadratmeter großen "Baufeld 7" an der Ecke Heilbronner und Wolframstraße soll ein Hochhaus mit bis zu 18 Stockwerken entstehen. Die Investoren des auf 50 bis 60 Millionen Euro veranschlagten Projektes sind das Hamburger Bankhaus Wölbern sowie die in Stuttgart und Berlin ansässige Schwäbische Wohnungs AG. Sie haben nach eigenen Angaben im November 2007 das Grundstück von der Deutschen Bahn erworben.
100 Wohnungen oder 240 Hotelzimmer?
Bei der Präsentation des Projekts am Dienstag im Rathaus sagte Tobias Fischer, Vorstandsmitglied der Schwäbischen Wohnungs AG: "Wir haben zwei Konzepte, über die aber noch nicht entschieden ist. Einerseits denken wir an ein Fünfsternehotel mit 220 bis 240 Zimmern, andererseits an den Bau von rund einhundert Wohnungen. Im Augenblick geben wir dem Hotelprojekt den Vorrang." Man stehe bereits mit zwei großen Hotelbetreibern in ersten Verhandlungen.
Die endgültige Entscheidung, so Fischer, werde "jedoch allein davon abhängen, was sich in der unmittelbaren Nachbarschaft auf den Baufeldern 6, 8 und 9 ergibt". Sollten dort Wohnungen gebaut werden, werde man das Luxushotel verwirklichen, sollten Büros oder großflächiger Einzelhandel entstehen, werde man womöglich ein Wohnhochhaus errichten. "Wegen der Mehrwertsteuer käme uns der Bau von Wohnungen teuerer als das Hotel", sagte Fischer. Er hoffe, dass "die Verhandlungen der Deutschen Bahn mit den Kaufinteressenten für die Nachbargrundstücke spätestens im Februar 2009 abgeschlossen sind, denn wir möchten im Laufe des Jahres 2010 beginnen".
Allerdings werde man an der attraktiven Ecke Heilbronner und Wolframstraße keinen "Solitär" errichten, sondern nur gemeinsam mit der Nachbarschaft planen und bauen, zumal es notwendig sei, gemeinsame Zufahrten anzulegen.
OB Schuster favorisiert ein Luxushotel
Oberbürgermeister Wolfgang Schuster begrüßte das jüngste Neubauvorhaben auf dem Areal von Stuttgart 21: "Am 8. November starten wir den Bau der Bibliothek 21 mit dem ersten Spatenstich. Damit dieser ,Kulturwürfel' nicht im Nichts steht, ist es mir wichtig, dass dort weitere Gebäude verwirklicht werden." Die jetzt in einem Wettbewerb preisgekrönten Entwürfe des Berliner Architekturbüros Grüntuch und Ernst nannte der Oberbürgermeister, der selbst Mitglied des Preisgerichts war, "einen angemessenen Auftakt an dieser markanten Ecke".
Dabei sprach sich Schuster für den Bau eines Luxushotels aus: "Ein solches Hotel wäre mir recht, denn bei den Fünfsternehäusern liegt Stuttgart im Städtevergleich weit hinten." Er hoffe, so Schuster, dass die Bahn möglichst bald die Nachbargrundstücke veräußere, damit die Aufsiedlung des gesamten Areals zügig vorankomme.
Wolfgang Riehle, der Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg und Vorsitzender des Preisgerichts, lobte gestern den Siegerentwurf des Berliner Büros Grüntuch und Ernst: "Es war für alle Architekten keine leichte Aufgabe, ein Hochhaus zu planen für ein Hotel sowie für Wohnungen." Der Siegerentwurf habe die Jury einhellig überzeugt, "weil er eine Skulptur vorschlägt, die durch mehrere Würfel in sich verschachtelt ist und beide Nutzungen ermöglicht". Riehle erinnerte daran, dass auf dem Gelände entlang der Heilbronner Straße insgesamt drei Hochhäuser geplant seien, eines davon habe die Landesbank (LBBW) bereits verwirklicht.
Von Thomas Borgmann
Für einen Teil der Brache von Stuttgart 21 hinter dem Hauptbahnhof ist jetzt eine weitere städtebauliche Vorentscheidung gefallen. Auf dem 2000 Quadratmeter großen "Baufeld 7" an der Ecke Heilbronner und Wolframstraße soll ein Hochhaus mit bis zu 18 Stockwerken entstehen. Die Investoren des auf 50 bis 60 Millionen Euro veranschlagten Projektes sind das Hamburger Bankhaus Wölbern sowie die in Stuttgart und Berlin ansässige Schwäbische Wohnungs AG. Sie haben nach eigenen Angaben im November 2007 das Grundstück von der Deutschen Bahn erworben.
100 Wohnungen oder 240 Hotelzimmer?
Bei der Präsentation des Projekts am Dienstag im Rathaus sagte Tobias Fischer, Vorstandsmitglied der Schwäbischen Wohnungs AG: "Wir haben zwei Konzepte, über die aber noch nicht entschieden ist. Einerseits denken wir an ein Fünfsternehotel mit 220 bis 240 Zimmern, andererseits an den Bau von rund einhundert Wohnungen. Im Augenblick geben wir dem Hotelprojekt den Vorrang." Man stehe bereits mit zwei großen Hotelbetreibern in ersten Verhandlungen.
Die endgültige Entscheidung, so Fischer, werde "jedoch allein davon abhängen, was sich in der unmittelbaren Nachbarschaft auf den Baufeldern 6, 8 und 9 ergibt". Sollten dort Wohnungen gebaut werden, werde man das Luxushotel verwirklichen, sollten Büros oder großflächiger Einzelhandel entstehen, werde man womöglich ein Wohnhochhaus errichten. "Wegen der Mehrwertsteuer käme uns der Bau von Wohnungen teuerer als das Hotel", sagte Fischer. Er hoffe, dass "die Verhandlungen der Deutschen Bahn mit den Kaufinteressenten für die Nachbargrundstücke spätestens im Februar 2009 abgeschlossen sind, denn wir möchten im Laufe des Jahres 2010 beginnen".
Allerdings werde man an der attraktiven Ecke Heilbronner und Wolframstraße keinen "Solitär" errichten, sondern nur gemeinsam mit der Nachbarschaft planen und bauen, zumal es notwendig sei, gemeinsame Zufahrten anzulegen.
OB Schuster favorisiert ein Luxushotel
Oberbürgermeister Wolfgang Schuster begrüßte das jüngste Neubauvorhaben auf dem Areal von Stuttgart 21: "Am 8. November starten wir den Bau der Bibliothek 21 mit dem ersten Spatenstich. Damit dieser ,Kulturwürfel' nicht im Nichts steht, ist es mir wichtig, dass dort weitere Gebäude verwirklicht werden." Die jetzt in einem Wettbewerb preisgekrönten Entwürfe des Berliner Architekturbüros Grüntuch und Ernst nannte der Oberbürgermeister, der selbst Mitglied des Preisgerichts war, "einen angemessenen Auftakt an dieser markanten Ecke".
Dabei sprach sich Schuster für den Bau eines Luxushotels aus: "Ein solches Hotel wäre mir recht, denn bei den Fünfsternehäusern liegt Stuttgart im Städtevergleich weit hinten." Er hoffe, so Schuster, dass die Bahn möglichst bald die Nachbargrundstücke veräußere, damit die Aufsiedlung des gesamten Areals zügig vorankomme.
Wolfgang Riehle, der Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg und Vorsitzender des Preisgerichts, lobte gestern den Siegerentwurf des Berliner Büros Grüntuch und Ernst: "Es war für alle Architekten keine leichte Aufgabe, ein Hochhaus zu planen für ein Hotel sowie für Wohnungen." Der Siegerentwurf habe die Jury einhellig überzeugt, "weil er eine Skulptur vorschlägt, die durch mehrere Würfel in sich verschachtelt ist und beide Nutzungen ermöglicht". Riehle erinnerte daran, dass auf dem Gelände entlang der Heilbronner Straße insgesamt drei Hochhäuser geplant seien, eines davon habe die Landesbank (LBBW) bereits verwirklicht.
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