öko-logisch: Haushaltsgeräte
Auch die Herstellung kostet Ressourcen
Ulrich von Schwerin , veröffentlicht am 26.09.2008
Stuttgart - Wann rentiert es sich aus ökologischer und ökonomischer Sicht, eine Waschmaschine zu ersetzen? Die Antwort: im Blick auf die Umweltbilanz kann das recht früh sinnvoll sein. Einen Spareffekt gibt es allerdings erst bei alten Geräten.
Von Ulrich von Schwerin
Haushaltsgeräte wie Kühl- und Gefrierschränke, Wasch- und Spülmaschinen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm weiterentwickelt. Moderne Geräte der höchsten Energie-Effizienz-Klasse verbrauchen oft deutlich weniger Strom und Wasser als ihre Vorgänger. Es lassen sich also mit einem neuen Gerät viele Ressourcen sparen, was nicht nur für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt von Vorteil ist.
Doch Vorsicht! Nicht immer ist es aus ökonomischer und ökologischer Sicht sinnvoll, ein altes durch ein neues Gerät zu ersetzen. Schließlich müssen für die Herstellung sowie in geringerem Umfang für die Entsorgung Ressourcen aufgebracht werden. Die Einsparung von Strom und Wasser, die man beim Betrieb eines effizienteren Geräts hat, kann im Zweifelsfall durch die hohen Produktionskosten aufgewogen werden. Daher haben nun Forscher des Öko-Instituts in zwei Studien durchgerechnet, wann es sich finanziell und aus Perspektive des Umweltschutzes lohnt, eine Waschmaschine oder einen Kühlschrank durch ein moderneres, effizienteres Modell zu ersetzen.
Die Wissenschaftler um Ina Rüdenauer und Carl-Otto Gensch haben errechnet, dass bei Waschmaschinen 80 Prozent der während der gesamten Lebenszeit anfallenden Energie für den Betrieb verbraucht wird. Anders gesagt: nur 20 Prozent der Energie entfallen auf die Herstellung. 76 Prozent der Klima- und 65 Prozent der Umweltbelastung entstehen ebenfalls während der Betriebszeit. Die Forscher kommen daher zu dem Schluss, dass man bei 20, 15 und zehn Jahre alten Maschinen die zur Produktion benötigte Energie durch den Wechsel zu einer neuen Maschine in zwei, drei beziehungsweise fünf Jahren reinholen kann.
Die bei der Herstellung entstehende Klimabelastung ist hingegen so hoch, dass sich der Austausch nur der 20 und 15 Jahre alten Modelle rentiert, und zwar nach fünf Jahren. Im Hinblick auf die gesamte bei der Herstellung anfallende Umweltbelastung lohnt sich der Ersatz nur beim ältesten Modell nach fünf Jahren. Finanziell schließlich dauert es selbst bei dem ältesten Modell immerhin noch sechs Jahre, um den Kaufpreis durch die Einsparung bei den Betriebskosten wieder hereinzuholen.
Anders sieht es bei einem Kühlschrank aus. Von der gesamten Energie, die seinem Kühlschranks verbraucht wird, entfallen nur 10 bis 20 Prozent auf die Herstellungsphase. Zugleich sind die heutigen Geräte der Energie-Effizienz-Klasse A+ oder A++ gegenüber alten Modellen so viel sparsamer, dass sich selbst der Ersatz eines erst vier Jahre alten Geräts innerhalb von weniger als fünf Jahren lohnt. Das Gleiche gilt in Bezug auf die Klimabelastung und den Umweltschaden. Finanziell sieht die Situation aber anders aus. Da die Anschaffung eines Kühlschranks für 35 bis 45 Prozent der in seinem Leben anfallenden Kosten steht, bringt ein neues Modell nur langfristig Profit.
Fazit: je älter das Gerät und je effizienter das neue Modell ist, desto schneller hat man die für die Herstellung benötigte Energie und das für die Anschaffung benötigte Geld wieder drin. Bei Kühlschränken kann es sich schon lohnen, ein jüngeres Modell zu ersetzen. Bei Waschmaschinen rentiert sich dies hingegen nur bei alten Geräten.
Von Ulrich von Schwerin
Haushaltsgeräte wie Kühl- und Gefrierschränke, Wasch- und Spülmaschinen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm weiterentwickelt. Moderne Geräte der höchsten Energie-Effizienz-Klasse verbrauchen oft deutlich weniger Strom und Wasser als ihre Vorgänger. Es lassen sich also mit einem neuen Gerät viele Ressourcen sparen, was nicht nur für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt von Vorteil ist.
Doch Vorsicht! Nicht immer ist es aus ökonomischer und ökologischer Sicht sinnvoll, ein altes durch ein neues Gerät zu ersetzen. Schließlich müssen für die Herstellung sowie in geringerem Umfang für die Entsorgung Ressourcen aufgebracht werden. Die Einsparung von Strom und Wasser, die man beim Betrieb eines effizienteren Geräts hat, kann im Zweifelsfall durch die hohen Produktionskosten aufgewogen werden. Daher haben nun Forscher des Öko-Instituts in zwei Studien durchgerechnet, wann es sich finanziell und aus Perspektive des Umweltschutzes lohnt, eine Waschmaschine oder einen Kühlschrank durch ein moderneres, effizienteres Modell zu ersetzen.
Die Wissenschaftler um Ina Rüdenauer und Carl-Otto Gensch haben errechnet, dass bei Waschmaschinen 80 Prozent der während der gesamten Lebenszeit anfallenden Energie für den Betrieb verbraucht wird. Anders gesagt: nur 20 Prozent der Energie entfallen auf die Herstellung. 76 Prozent der Klima- und 65 Prozent der Umweltbelastung entstehen ebenfalls während der Betriebszeit. Die Forscher kommen daher zu dem Schluss, dass man bei 20, 15 und zehn Jahre alten Maschinen die zur Produktion benötigte Energie durch den Wechsel zu einer neuen Maschine in zwei, drei beziehungsweise fünf Jahren reinholen kann.
Die bei der Herstellung entstehende Klimabelastung ist hingegen so hoch, dass sich der Austausch nur der 20 und 15 Jahre alten Modelle rentiert, und zwar nach fünf Jahren. Im Hinblick auf die gesamte bei der Herstellung anfallende Umweltbelastung lohnt sich der Ersatz nur beim ältesten Modell nach fünf Jahren. Finanziell schließlich dauert es selbst bei dem ältesten Modell immerhin noch sechs Jahre, um den Kaufpreis durch die Einsparung bei den Betriebskosten wieder hereinzuholen.
Anders sieht es bei einem Kühlschrank aus. Von der gesamten Energie, die seinem Kühlschranks verbraucht wird, entfallen nur 10 bis 20 Prozent auf die Herstellungsphase. Zugleich sind die heutigen Geräte der Energie-Effizienz-Klasse A+ oder A++ gegenüber alten Modellen so viel sparsamer, dass sich selbst der Ersatz eines erst vier Jahre alten Geräts innerhalb von weniger als fünf Jahren lohnt. Das Gleiche gilt in Bezug auf die Klimabelastung und den Umweltschaden. Finanziell sieht die Situation aber anders aus. Da die Anschaffung eines Kühlschranks für 35 bis 45 Prozent der in seinem Leben anfallenden Kosten steht, bringt ein neues Modell nur langfristig Profit.
Fazit: je älter das Gerät und je effizienter das neue Modell ist, desto schneller hat man die für die Herstellung benötigte Energie und das für die Anschaffung benötigte Geld wieder drin. Bei Kühlschränken kann es sich schon lohnen, ein jüngeres Modell zu ersetzen. Bei Waschmaschinen rentiert sich dies hingegen nur bei alten Geräten.
Anzeigen
Anzeige
Anzeige
Veranstaltungen
Finden Sie
Heute können Sie aus 361 Veranstaltungsterminen auswählen
StZ ePaper
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
Für Abonnenten
Für Käufer
Hier können sie sich über Preise informieren, Abos abschließen oder Einzelexemplare kaufen.
Abonnement-Prämien
Werben Sie einen Freund als Abonnent der Stuttgarter Zeitung.
Für jede Empfehlung erhalten Sie eine Prämie aus unserem Shop.








