Wandertropfen am Jakobsweg
Harald Beck
21.10.2008 - aktualisiert: 21.10.2008 12:26 Uhr
27.10.2008 08:29
Autor: Kathrin Haasis
Am Jakobsweg gibt es den Wein also umsonst. Dort wäre demnach der richtige Ort für unseren Unterländer Holger Gayer, der hier langsam zum Pfennigfuchser mutiert. Fakt ist: Wenn auf einer Weinflasche so fett Jakobsweg draufsteht und der Tropfen am Rande dieses Weges verkauft wird, dann ist ziemlich logisch, dass der Konsument ein paar Kreuzer dafür locker machen muss. In diesem Fall ist die Touristenfalle allerdings nicht so tief. Für wandernde Zeitgenossen ist die Jakobsweg-Cuvée ein ordentlich gemachter Wein. An Frucht steckt viel Zitrus drin und das wirkt erfrischend. Ansonsten hält die Cuvée den Ball flach und macht sich schnell aus dem Staub. Bis Spanien ist schließlich noch ein weiter Weg.
23.10.2008 23:55
Autor: Harald Beck
Lieber Herr Weissmayer, lieber Matthias,
da gehe ich in diesem Fall herzlich gern in Sack und Asche und gebe zu, dass die Information vom - zumindest zeitweise - nicht sprudelnden Weinbrunnen von einem Pilger stammt, der vor drei, vier Jahren nach Santiago de Compostella marschiert ist. Dass der fuente del vino wieder zum stärkenden Trunk einlädt, das bestärkt mich natürlich im Vorhaben, zumindest die Passage in Nordspanien doch irgendwann auch selbst unter die Wanderstiefel zu nehmen. Nicht nur wegen dem Weinbrunnen, sondern vielleicht auch, um zu schauen, was sonst noch an Tropfen am Wegesrand lauert. Mal schaun, wer mitmarschiert.
Gruß
Harald Beck
23.10.2008 13:35
Autor: Karl-Heinz Weissmayer
Herr Beck schreibt, dass es einen kostenlosen Weinbrunnen am "camino" heute nicht mehr gibt. Da hat er Unrecht, wir waren dieses Jahr auf dem spanischen Jakobsweg unterwegs und haben am 22. Mai uns am kostenlosen Weinbrunnen "fuente del vino" beim ehemaligen Kloster Irache gestärkt.
Also, erst richtig informieren, bevor man an die Öffentlichkeit geht - alte journalistische Regel!
Gruß
K.-H. Weissmayer
