Der Winnender Mops
Harald Beck
06.01.2009 - aktualisiert: 06.01.2009 18:38 Uhr
08.01.2009 22:44
Autor: Kathrin Haasis
Ich bin garantiert kein Fan vom Trollinger, und ich begeistere mich nur ungern an seltsamen Namen, die bei einem Wein nur eine verkaufssteigernde Wirkung erzielen sollen. Dessen ungeachtet ist der Trollinger aus Winnenden ein ganz angenehmer Tropfen. Ein bisschen Süße steckt drin, die dem Wein durchaus gut tut, sie passt ganz gut zur schönen Frucht. Durch dieses Zusammenspiel wird der Trollinger richtig rund. Dafür würde ich zwar keine elf Tage laufen, aber bei einem Ausflug nach Winnenden wäre mir der Mops in der Flasche durchaus recht.
08.01.2009 11:55
Autor: Holger Gayer
Zuerst das Wichtigste: Zwar handelt es sich bei Deinem Mops, lieber Harald, um einen Trollinger. Aber der Wein ist gut. Er hat wirklich nix Strohiges, wie sonst oft beim Trollinger zu riechen und zu schmecken, dafür eine schöne Frucht.
Nun aber, was ich Euch und unseren Lesern nicht vorenthalten will, das Gedicht, das auf dem Gedenkstein zu Winnenden steht):
Ein kleiner Mopshund, wohlgeboren,
der hatte seinen Hund verloren -
vor Belgrad war's, im Türkenkrieg,
als Prinz Eugen behielt den Sieg.
In Kriegsgeschrei und Pulverdampf,
in Rossgewieher und -gestampf,
da sahn sie plötzlich sich nicht mehr.
Der Mops lief ratlos hin und her,
hat viel geschnuppert und gebellt!
Längst saß sein Herr im Feldherrnzelt
mit den andern Generälen;
die konnten alle viel erzählen,
von sich und ihren Heldentaten
und von denen der Soldaten.
Dass einen Mopshund er besessen,
das hat er leider ganz vergessen.
Der hat sich aber bald besonnen
und nach Haus den Weg genommen.
Elf Tage lang ist er gerannt,
von Belgrad heim ins Schwabenland!
Wie hat im Schloss man ihn begrüßt,
gestreichelt und ihn abgeküsst!
Die Köchin hat ihm hingestellt
das beste Futter von der Welt!
Ein Denkmal hat man auch errichtet,
drauf einen schönen Spruch gedichtet,
in Stein gehauen - nicht aus Holz -
und alle waren auf ihn stolz.
In diesem Sinne: Zum Wohl!
