Das Gesetz der Ehre
Harte Zeiten, miese Cops
Thomas Klingenmaier, veröffentlicht am 22.01.2009
Filmbeschreibung
Amerikas Helden werden härter, unbarmherziger, zielorientierter. Edward Norton spielt in Gavin O'Connors "Das Gesetz der Ehre" Ray Tierney, einen New Yorker Cop, der seinen Kollegen nicht mehr vertrauen kann, nicht einmal denen, die zur eigenen Familie gehören. Sein Schwager (Colin Farrell) könnte tief verwickelt sein in eine Affäre, die nicht nur mit Schmiergeld und Auftragsmord zu tun hat. Tierney sieht sich einem völligen Maßstabverlust gegenüber, einer Persönlichkeitsveränderung von Burschen, die zwischen unumschränkter Macht und totaler Ohnmacht eingeklemmt sind.
"Das Gesetz der Ehre", im Original "Pride and Glory", bewegt sich zunächst mit braver Düsternis, ohne viel Inspiration, aber auch ohne Schlendrian übers Feld des Korrupte-Cops-Thrillers. Er gehört zur ambitionierteren Sorte, will Familiengeschichten und Männerbündelei nicht nur als Pausenfüller und Soldatenreservoir nutzen. Er will von einer Stammesbildung in der Großstadt erzählen, kopiert aber nur, was wir aus besseren Filmen kennen. Interessant wird er, wo er unangenehm wird. Nicht nur die Verbrecher und die miesen Cops sind zu allem bereit, auch die Figuren von Farrell und Norton entfernen sich immer weiter von hinderlichen Werten und menschlichen Regungen.
Sieht man nur auf die Medien, könnte man sagen, das Kino spüre den Druck von TV-Serien wie "The Shield", in denen liebgewonnene Illusionen und naiver Idealismus zerschreddert werden. Aber vielleicht schlägt sich hier doch der Geist der Bush-Jahre nieder, die Missachtung der Bürger- und Menschenrechte bis hin zur Wiedereinführung der Folter. "Das Gesetz der Ehre" enthüllt eine Wut und Brutalität an seinen Figuren, vor der der Film dann selbst kneift. Gegen Ende schlingert und mogelt das Drehbuch wild und unsinnig vor sich hin, um die völlige Explosion der Cops zu verhindern, um irgendeine Erlösung hinzubekommen. Andere Filme in nächster Zeit werden nicht mehr so verschämt sein.
"Das Gesetz der Ehre", im Original "Pride and Glory", bewegt sich zunächst mit braver Düsternis, ohne viel Inspiration, aber auch ohne Schlendrian übers Feld des Korrupte-Cops-Thrillers. Er gehört zur ambitionierteren Sorte, will Familiengeschichten und Männerbündelei nicht nur als Pausenfüller und Soldatenreservoir nutzen. Er will von einer Stammesbildung in der Großstadt erzählen, kopiert aber nur, was wir aus besseren Filmen kennen. Interessant wird er, wo er unangenehm wird. Nicht nur die Verbrecher und die miesen Cops sind zu allem bereit, auch die Figuren von Farrell und Norton entfernen sich immer weiter von hinderlichen Werten und menschlichen Regungen.
Sieht man nur auf die Medien, könnte man sagen, das Kino spüre den Druck von TV-Serien wie "The Shield", in denen liebgewonnene Illusionen und naiver Idealismus zerschreddert werden. Aber vielleicht schlägt sich hier doch der Geist der Bush-Jahre nieder, die Missachtung der Bürger- und Menschenrechte bis hin zur Wiedereinführung der Folter. "Das Gesetz der Ehre" enthüllt eine Wut und Brutalität an seinen Figuren, vor der der Film dann selbst kneift. Gegen Ende schlingert und mogelt das Drehbuch wild und unsinnig vor sich hin, um die völlige Explosion der Cops zu verhindern, um irgendeine Erlösung hinzubekommen. Andere Filme in nächster Zeit werden nicht mehr so verschämt sein.
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Highlights am 11.02.
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Premiere: Der Froschkönig - FITZ - Zentrum für Figurentheater
Derbe Kerbe - Schräglage
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