Vokabeltrainer
Büffeln im Bus oder in der Bahn
Thea Bracht , veröffentlicht am 02.02.2009
Stuttgart - Wie stupide war das Vokabellernen früher! Wenn man Glück hatte, fragte einen der Bruder gegen einen kleinen Obulus ab. Wenn nicht, musste man sich mühsam durch die Spalten seines Vokabelheftes arbeiten oder, schlimmer noch, Karteikarten anlegen. Schade, dass es damals noch keinen "Crammy" gab. Kaum größer als ein Mobiltelefon, passt der schicke Sprachtrainer, den der italienische Designer Luigi Colani entworfen hat, in jede Tasche. Ein feines Gerät vor allem für Pendler.
Von Thea Bracht
"To cram" bedeutet vollstopfen. Das kann man durchaus wörtlich nehmen. Pro Fremdsprache sind bis zu 10.000 Vokabeln eingespeichert. Technikmuffel, die kaum einen CD-Player bedienen können, freuen sich über die simple Ausstattung des Gerätes: Sie besteht nur aus einem Display, einem Drehrad, zwei Tasten, USB- und Ohrhörerbuchse. Kaum hat man auf das Drehrad gedrückt, beginnt die erste Lektion. Das Display zeigt eine Vokabel an, die zugleich von einem Muttersprachler gelesen wird. Einfach das Rädchen weiterdrehen - schon erscheint die Übersetzung. "School", "house", "student" - das ist doch kinderleicht und viel komfortabler als das ganze Selbstabfragen mit den Karteikarten!
Aber spätestens wenn einfache Vokabeln zum zweiten Mal auftauchen, wird das High-Tech-Training langweilig. Wie nur lassen sich die Wörter aus der Lektion entfernen? Die beiliegende Bedienungsanleitung ist mit 28 Seiten leider ziemlich üppig ausgefallen. Auf Seite 12 steht der entscheidende Tipp: "Sollte es Sie stören, dass Begriffe abgefragt werden, die Sie schon sicher können, drehen Sie das Drehrad um drei Rastpunkte nach oben." Jetzt heißt es: drehen, drehen, drehen.
Der batteriebetriebene Helfer muss erst lernen, auf welchem Stand sich sein Schüler befindet. Man braucht dafür viel Geduld. Oder einen Rechner mit USB-Schnittstelle, der das PC-Programm "CrammySelect" öffnen kann.
Mein Mac scheitert an dieser Aufgabe kläglich - Systemvoraussetzungen sind Windows XP oder Windows Vista. PC-Nutzer haben Vorteile: mit "CrammySelect" lassen sich individuelle Lektionen mühelos zusammenstellen sowie zusätzliche Fremdsprachen laden. Für die meisten anderen Funktionen braucht man keinen PC. Mit dem Drehrad und den Tasten kann man sich unkompliziert durch die Menüs bewegen, Themen auswählen, Wörter nachfüllen oder sich Lektionen vorlesen lassen. Bei einer Funktion jedoch stutzt der Anwender: "Alarm!" Wir befürchten das Schlimmste. Und tatsächlich, ein akustisches Signal erinnert daran, dass es Zeit zum Lernen ist. Hat da etwa jemand behauptet, Pauken sei das reine Vergnügen? Faulpelze haben schlechte Karten: Je geringer der Lernfortschritt, desto häufiger meldet sich das Gerät. Da hilft nur eines - aus damit. Zum Glück reicht dafür ein einziger Knopfdruck.
Die Crammy-Twin Sprachtrainer Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch kosten 169,90 Euro (www.crammy.de).
Bewertung
****
Legende
* = Finger weg
** = Vorsicht
*** = Nochmals überdenken
**** = Könnte sich lohnen
***** = Zugreifen
Von Thea Bracht
"To cram" bedeutet vollstopfen. Das kann man durchaus wörtlich nehmen. Pro Fremdsprache sind bis zu 10.000 Vokabeln eingespeichert. Technikmuffel, die kaum einen CD-Player bedienen können, freuen sich über die simple Ausstattung des Gerätes: Sie besteht nur aus einem Display, einem Drehrad, zwei Tasten, USB- und Ohrhörerbuchse. Kaum hat man auf das Drehrad gedrückt, beginnt die erste Lektion. Das Display zeigt eine Vokabel an, die zugleich von einem Muttersprachler gelesen wird. Einfach das Rädchen weiterdrehen - schon erscheint die Übersetzung. "School", "house", "student" - das ist doch kinderleicht und viel komfortabler als das ganze Selbstabfragen mit den Karteikarten!
Aber spätestens wenn einfache Vokabeln zum zweiten Mal auftauchen, wird das High-Tech-Training langweilig. Wie nur lassen sich die Wörter aus der Lektion entfernen? Die beiliegende Bedienungsanleitung ist mit 28 Seiten leider ziemlich üppig ausgefallen. Auf Seite 12 steht der entscheidende Tipp: "Sollte es Sie stören, dass Begriffe abgefragt werden, die Sie schon sicher können, drehen Sie das Drehrad um drei Rastpunkte nach oben." Jetzt heißt es: drehen, drehen, drehen.
Der batteriebetriebene Helfer muss erst lernen, auf welchem Stand sich sein Schüler befindet. Man braucht dafür viel Geduld. Oder einen Rechner mit USB-Schnittstelle, der das PC-Programm "CrammySelect" öffnen kann.
Mein Mac scheitert an dieser Aufgabe kläglich - Systemvoraussetzungen sind Windows XP oder Windows Vista. PC-Nutzer haben Vorteile: mit "CrammySelect" lassen sich individuelle Lektionen mühelos zusammenstellen sowie zusätzliche Fremdsprachen laden. Für die meisten anderen Funktionen braucht man keinen PC. Mit dem Drehrad und den Tasten kann man sich unkompliziert durch die Menüs bewegen, Themen auswählen, Wörter nachfüllen oder sich Lektionen vorlesen lassen. Bei einer Funktion jedoch stutzt der Anwender: "Alarm!" Wir befürchten das Schlimmste. Und tatsächlich, ein akustisches Signal erinnert daran, dass es Zeit zum Lernen ist. Hat da etwa jemand behauptet, Pauken sei das reine Vergnügen? Faulpelze haben schlechte Karten: Je geringer der Lernfortschritt, desto häufiger meldet sich das Gerät. Da hilft nur eines - aus damit. Zum Glück reicht dafür ein einziger Knopfdruck.
Die Crammy-Twin Sprachtrainer Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch kosten 169,90 Euro (www.crammy.de).
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****
Legende
* = Finger weg
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