Am Telefon
Merkel und Papst räumen Verstimmung aus
dpa, veröffentlicht am 08.02.2009
Berlin/Rom - In einem Telefongespräch haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Papst Benedikt XVI. die jüngsten Verstimmungen in der Affäre um den Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson offenbar ausgeräumt.
"Es war ein gutes und konstruktives Gespräch, getragen von dem gemeinsamen tiefen Anliegen der immerwährenden Mahnung der Schoah für die Menschheit", teilten Vatikan-Sprecher Pater Federico Lombardi und der Sprecher der Bundesregierung, Ulrich Wilhelm, am Sonntag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Der Papst und die Kanzlerin hätten in "großem gegenseitigen Respekt" ihre Haltungen ausgetauscht. Das Gespräch kam auf Wunsch Merkels zustande.
Unterdessen erklärte Williamson, seine Meinung zum Holocaust vorerst nicht zu widerrufen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, rief die Katholiken zur "Solidarität untereinander wie auch mit dem Papst" auf.
Zu Verstimmungen zwischen Merkel und dem Papst war es gekommen, nachdem die Kanzlerin eine klare Haltung des Vatikans im Fall Williamson angemahnt hatte. Unionspolitiker und einige Bischöfe sprachen von einer nicht akzeptablen Einmischung in Kirchenangelegenheiten. Am Mittwoch verlangte der Papst von Williamson einen Widerruf. Merkel sprach daraufhin von einem "wichtigen und guten Signal".
"Es war ein gutes und konstruktives Gespräch, getragen von dem gemeinsamen tiefen Anliegen der immerwährenden Mahnung der Schoah für die Menschheit", teilten Vatikan-Sprecher Pater Federico Lombardi und der Sprecher der Bundesregierung, Ulrich Wilhelm, am Sonntag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Der Papst und die Kanzlerin hätten in "großem gegenseitigen Respekt" ihre Haltungen ausgetauscht. Das Gespräch kam auf Wunsch Merkels zustande.
Unterdessen erklärte Williamson, seine Meinung zum Holocaust vorerst nicht zu widerrufen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, rief die Katholiken zur "Solidarität untereinander wie auch mit dem Papst" auf.
Zu Verstimmungen zwischen Merkel und dem Papst war es gekommen, nachdem die Kanzlerin eine klare Haltung des Vatikans im Fall Williamson angemahnt hatte. Unionspolitiker und einige Bischöfe sprachen von einer nicht akzeptablen Einmischung in Kirchenangelegenheiten. Am Mittwoch verlangte der Papst von Williamson einen Widerruf. Merkel sprach daraufhin von einem "wichtigen und guten Signal".
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