Energiekostenmessgerät
Versteckten Stromfressern auf der Spur
Carola Stadtmüller , veröffentlicht am 09.02.2009
Stuttgart - Eigentlich weiß man das: Aus ist bei vielen elektrischen Geräten nicht gleich aus. Fernseher oder Stereoanlage sind häufig im sogenannten Stand-by-Modus, schlummern also vor sich hin. In Wahrheit aber saugen sie unaufhörlich Strom. Und gar nicht mal so wenig.
Von Carola Stadtmüller
Den heimlichen Stromfressern ist mit dem Energiekostenmessgerät der Firma Wetekom beizukommen - der Name ist zwar nicht sonderlich werbewirksam, aber gut: Energie kostet viel Geld, und das Thema wäre wohl auch mit einem hübschen Namen für das Gerät nicht angenehmer.
Das Messgerät soll verraten, wie viel Strom Kühlschrank oder Radio verbrauchen, und was das kostet. Dazu stöpselt man einfach das weiße Kästchen zwischen Steckdose und Endgerät. Man sollte allerdings zuvor die neunseitige Anleitung durchlesen - auch wenn man von Technik keine Ahnung hat und die letzte Physikstunde Jahre oder Jahrzehnte her ist.
Besonders interessiert mich die Leistungsanzeige in Watt - sie zeigt den Verbrauch vom Radio oder dem Handyladegerät. Spannend sind noch die 24-Stunden-Messung und die Möglichkeit, das Gerät mit dem Preis für eine Kilowattstunde zu füttern und so die Kosten zu sehen.
Kleinvieh macht auch jede Menge Mist
Also gut: wer frisst in meiner Wohnung Strom, ohne dass ich es mitbekomme? Das Handyladerät jedenfalls nicht, wenn kein Telefon daran hängt. Was ist mit dem Wasserkocher? Hier gilt ebenso: aus ist aus. Aber der Fernseher: er braucht etwa 80 Watt, wenn Bild und Ton laufen. Es ist übrigens weniger, wenn man den Ton abschaltet. Das hilft den meisten Zuschauern zwar nicht, aber für einen Techniklaien ist das durchaus eine aufregende Erkenntnis. Im Schlummermodus verbraucht der Fernseher allerdings immer noch unglaubliche 20 Watt. Wie gesagt: das Phänomen ist bekannt. Trotzdem ist es erschreckend, wenn man es dann schwarz auf weiß sieht.
Besonders geärgert habe ich mich beim 24-Stunden-Test meiner Stereoanlage. Ohne einen einzigen Ton von sich zu geben, saugt diese so viel wie eine Energiesparlampe, die ich 24 Stunden lang leuchten lassen würde. Umgerechnet auf das Jahr wären das etwa 7,20 Euro - für nichts. Die Summe mag einem gering erscheinen, aber in einem Haushalt gibt es viele solcher kleinen, ungeliebten Stromfresser. Und Kleinvieh macht bekanntermaßen auch jede Menge Mist.
Mit dem Energiekostenmessgerät kann man natürlich direkt keinen Strom sparen, aber der eigene Verbrauch wird einem bewusster. Wer einmal gesehen hat, wie die Messanzeige blinkt, ohne dass Geräte laufen, der zieht entweder seine Stecker gleich oder aber er schafft sich Steckdosen mit Schalter an. Deren kleines Lichtchen verbraucht auch etwas Strom. Aber das ist so wenig, dass nicht einmal der Stromdetektiv diese Quelle finden kann.
Das Messgerät gibt es beispielsweise im Internet unter www.asv-versand.de für 29,80 Euro.
Bewertung
****
Legende
* = Finger weg
** = Vorsicht
*** = Nochmals überdenken
**** = Könnte sich lohnen
***** = Zugreifen
Von Carola Stadtmüller
Den heimlichen Stromfressern ist mit dem Energiekostenmessgerät der Firma Wetekom beizukommen - der Name ist zwar nicht sonderlich werbewirksam, aber gut: Energie kostet viel Geld, und das Thema wäre wohl auch mit einem hübschen Namen für das Gerät nicht angenehmer.
Das Messgerät soll verraten, wie viel Strom Kühlschrank oder Radio verbrauchen, und was das kostet. Dazu stöpselt man einfach das weiße Kästchen zwischen Steckdose und Endgerät. Man sollte allerdings zuvor die neunseitige Anleitung durchlesen - auch wenn man von Technik keine Ahnung hat und die letzte Physikstunde Jahre oder Jahrzehnte her ist.
Besonders interessiert mich die Leistungsanzeige in Watt - sie zeigt den Verbrauch vom Radio oder dem Handyladegerät. Spannend sind noch die 24-Stunden-Messung und die Möglichkeit, das Gerät mit dem Preis für eine Kilowattstunde zu füttern und so die Kosten zu sehen.
Kleinvieh macht auch jede Menge Mist
Also gut: wer frisst in meiner Wohnung Strom, ohne dass ich es mitbekomme? Das Handyladerät jedenfalls nicht, wenn kein Telefon daran hängt. Was ist mit dem Wasserkocher? Hier gilt ebenso: aus ist aus. Aber der Fernseher: er braucht etwa 80 Watt, wenn Bild und Ton laufen. Es ist übrigens weniger, wenn man den Ton abschaltet. Das hilft den meisten Zuschauern zwar nicht, aber für einen Techniklaien ist das durchaus eine aufregende Erkenntnis. Im Schlummermodus verbraucht der Fernseher allerdings immer noch unglaubliche 20 Watt. Wie gesagt: das Phänomen ist bekannt. Trotzdem ist es erschreckend, wenn man es dann schwarz auf weiß sieht.
Besonders geärgert habe ich mich beim 24-Stunden-Test meiner Stereoanlage. Ohne einen einzigen Ton von sich zu geben, saugt diese so viel wie eine Energiesparlampe, die ich 24 Stunden lang leuchten lassen würde. Umgerechnet auf das Jahr wären das etwa 7,20 Euro - für nichts. Die Summe mag einem gering erscheinen, aber in einem Haushalt gibt es viele solcher kleinen, ungeliebten Stromfresser. Und Kleinvieh macht bekanntermaßen auch jede Menge Mist.
Mit dem Energiekostenmessgerät kann man natürlich direkt keinen Strom sparen, aber der eigene Verbrauch wird einem bewusster. Wer einmal gesehen hat, wie die Messanzeige blinkt, ohne dass Geräte laufen, der zieht entweder seine Stecker gleich oder aber er schafft sich Steckdosen mit Schalter an. Deren kleines Lichtchen verbraucht auch etwas Strom. Aber das ist so wenig, dass nicht einmal der Stromdetektiv diese Quelle finden kann.
Das Messgerät gibt es beispielsweise im Internet unter www.asv-versand.de für 29,80 Euro.
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****
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