Kampf gegen Kinderpornos

Kabinett bringt Gesetzentwurf auf den Weg

dpa, veröffentlicht am 25.03.2009

Berlin - Das Bundeskabinett hat eine härtere Bekämpfung von Kinderporno-Seiten im Internet beschlossen. Die Bundesregierung will nach einem Kabinettsbeschluss vom Mittwoch den Zugang zu Kinderporno-Seiten erschweren, die auf Servern im Ausland liegen.

 
 


Ziel des Gesetzentwurfes ist es, den kommerziellen Massenmarkt mit Millioneneinnahmen empfindlich zu stören und ein gesellschaftliches Signal zur Ächtung von Kinderpornografie zu setzen. Internetseiten, die den sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen, dürften nicht frei zugänglich sein. Alle deutschen Anbieter von Internetzugängen sollen deshalb verpflichtet werden, den Zugang zu Kinderporno-Seiten zu erschweren oder unmöglich zu machen.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte, nur versierte Internetnutzer mit krimineller Energie könnten künftig Sperrungen von Seiten mit kinderpornografischem Inhalt umgehen. Die Ministerin betonte, dass die Mehrzahl der Anbieter von Internetseiten entschlossen sei, mit der Bundesregierung entsprechende Verträge abzuschließen. Das Gesetz solle zügig umgesetzt werden. Im Wirtschaftsministerium seien die Vorarbeiten bereits angelaufen.
 
Kommentare
Abiturientin (17),
27.03.2009 15:33
Das man dieses Unrecht auch mit einer Sperre nicht ganz verhindern kann ist klar.

Aber muss man es auch nocht leichter als es ist?

Wer erst eine Sperre überwinden muss, begibt sich dann auch gefühlt auf kriminelle Ebenen. Man muss das Gesetz zum Anschauen solcher Pornos überschreiten; möglich, dass es doch einige davon abhält.

Man sollte auf keinen Fall weitere "ungeliebte" Seiten sperren, auch nicht so scharf kontrollieren wie es der Schreiber des Artikels fordert. Solche Froderungen verschärfen nur die Fronten und verstärken den Stereotyp der Sperren-Befürworter, denen sowieso die ganze Freiheit des Internets auf den Geist geht.
Das ist unnötig und überzogen.
Aber etwas mehr Kontrolle schadet nichts.

Warum den Verbrechern freie Hand lassen?
Mit der gleichen Begründung könnte man doch Mord wieder erlauben.
Passiert eh.
Moses Rivera,
26.03.2009 12:28
Schande genug ist es das es so etwas gibt. Beschäment für unser Land das solche Seiten sogar von hochrangeingen Politikern genutzt werden. Allerdings halte ich von einer Zensur nichts. Die sogenannte angesprochene kriminelle Energie die Sperre zu umgehen beläuft sich darauf ein Paar Zahlen in den Einstellungen seines Browser zu tippen und ist nichts verglichen mit dem nutzen solcher Seiten. Die Technik, welche nichts bringt, bezahlt der Steuerzahler und ermöglicht es das Internet nachhaltig zu zensieren. Mir mangelt es an Glauben das es hier nur um Kinderpornos geht. Vielmehr habe ich Angst das die Zensur schnell ausgeweitet wird und wir am Ende nur noch ein politisch geschöntes Internet haben. Die Politik sollte das Problem an der Wurzel packen und die Gelder die hier verschwendet werden einsetzen um International der Kinderpornografie ein Ende zu setzten.

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