Neue Filderauffahrt
Region befürwortet die Trasse
Thomas Durchdenwald, veröffentlicht am 25.03.2009
Siehe auch
Stuttgart - Vom Bau ist die neue Filderauffahrt von der B10 zur A8 noch viele Jahre entfernt, aber eine erste kleine Hürde hat sie genommen. Die Region wird die Trasse mit der Untertunnelung Kemnats in ihren Regionalplan aufnehmen. Nur die Grünen sind dagegen.
Von Thomas Durchdenwald
Anfang März hatte eine vom Verband Region Stuttgart geleitete Arbeitsgruppe, an der Kommunen, der Kreis Esslingen, die Stadt Stuttgart und das Regierungspräsidium beteiligt waren, eine neue Trasse vorgestellt. Sie führt von der B10 durch einen Tunnel um Hedelfingen herum zur Lederbergauffahrt, dann über Heumaden, wo an der Kirchheimer Straße ein kleiner Tunnel entsteht, in Richtung Kemnat, das in einem 40 Meter tiefen Tunnel unterquert wird. Von dort geht es über die Mittlere Filderlinie zur Autobahn. Der Hedelfinger Tunnel soll vierstreifig werden, der Rest der Strecke zweistreifig. Die Kosten werden auf mindestens 200 Millionen Euro beziffert.
Völlig utopisch, sagen die Grünen
Der Regionalpräsident Thomas Bopp würdigte diese Variante als "einen Kompromiss, der auf einem weitgehenden Konsens" beruht. CDU, SPD, Freie Wähler, FDP und Rep bezeichneten in der Sitzung von Mittwoch des Planungsausschusses der Region die Trasse als notwendig und gut geeignet. Sie stimmten für ihre Aufnahme in den Regionalplan.
Als "völlig utopisch" beurteilen die Grünen in der Region und im Stuttgarter Gemeinderat das Projekt. Für diese autobahnähnliche Umfahrung Stuttgarts bestehe kein Bedarf, und sie sei nicht zu finanzieren. Statt sich auf der Spielwiese der Straßenbauplanung zu tummeln, solle sich die Region "mit voller Kraft der Förderung des öffentlichen Nahverkehrs widmen". Proteste gibt es auch in Sillenbuch, Heumaden und Plieningen, wo eine Verkehrszunahme befürchtet wird.
Positive Signale kommen dagegen aus dem Rathaus der Stadt Ostfildern, zu der der Ortsteil Kemnat gehört. "Grundsätzlich positiv" fasst der Stadtsprecher Bernd Kehrer die Reaktionen zusammen. Der Vorteil der Trasse sei, dass das vom Verkehr ins Gewerbegebiet gebeutelte Kemnat entlastet werde. Aber erst in den kommenden Wochen wird sich der Gemeinderat mit der neuen Trasse befassen. Auch im Stuttgarter Rathaus, wo die Pläne maßgeblich erarbeitet worden sind, und im Esslinger Landratsamt sieht man verkehrliche Vorteile. Die offene Frage ist aber die Finanzierung. Der Esslinger Landrat Heinz Eininger hat schon mal abgewinkt, weil er befürchtet, dass sich der Kreis am 60 Millionen Euro teuren Kemnater Tunnel mit 18 Millionen Euro beteiligen muss, falls die Verbindung im Rang einer Kreisstraße bleibt.
Vor allzu großen Hoffnungen wird gewarnt
Die Trasse müsse als Landes- oder Bundesstraße ausgebaut werden, fordert Eininger. Doch die Kostenverteilung zwischen Bund, Land, Stuttgart und Ostfildern ist offen. Auch detaillierte Planungen müssen erst von den beiden Kommunen weiterverfolgt werden. Deshalb wird vor allzu großen Hoffnungen gewarnt. "Das wird noch Jahre dauern", sagt der Regionalrat und Stuttgarter Baubürgermeister, Matthias Hahn (SPD).
Zugestimmt hat der Planungsausschuss auch einer neuen Ein- und Ausfahrt der A8 zwischen Ostfildern-Scharnhausen und Neuhausen. Damit sollen die gefährlichen, bis auf die Autobahn reichenden Staus an der Ausfahrt Esslingen künftig verhindert werden.
Von Thomas Durchdenwald
Anfang März hatte eine vom Verband Region Stuttgart geleitete Arbeitsgruppe, an der Kommunen, der Kreis Esslingen, die Stadt Stuttgart und das Regierungspräsidium beteiligt waren, eine neue Trasse vorgestellt. Sie führt von der B10 durch einen Tunnel um Hedelfingen herum zur Lederbergauffahrt, dann über Heumaden, wo an der Kirchheimer Straße ein kleiner Tunnel entsteht, in Richtung Kemnat, das in einem 40 Meter tiefen Tunnel unterquert wird. Von dort geht es über die Mittlere Filderlinie zur Autobahn. Der Hedelfinger Tunnel soll vierstreifig werden, der Rest der Strecke zweistreifig. Die Kosten werden auf mindestens 200 Millionen Euro beziffert.
Völlig utopisch, sagen die Grünen
Der Regionalpräsident Thomas Bopp würdigte diese Variante als "einen Kompromiss, der auf einem weitgehenden Konsens" beruht. CDU, SPD, Freie Wähler, FDP und Rep bezeichneten in der Sitzung von Mittwoch des Planungsausschusses der Region die Trasse als notwendig und gut geeignet. Sie stimmten für ihre Aufnahme in den Regionalplan.
Als "völlig utopisch" beurteilen die Grünen in der Region und im Stuttgarter Gemeinderat das Projekt. Für diese autobahnähnliche Umfahrung Stuttgarts bestehe kein Bedarf, und sie sei nicht zu finanzieren. Statt sich auf der Spielwiese der Straßenbauplanung zu tummeln, solle sich die Region "mit voller Kraft der Förderung des öffentlichen Nahverkehrs widmen". Proteste gibt es auch in Sillenbuch, Heumaden und Plieningen, wo eine Verkehrszunahme befürchtet wird.
Positive Signale kommen dagegen aus dem Rathaus der Stadt Ostfildern, zu der der Ortsteil Kemnat gehört. "Grundsätzlich positiv" fasst der Stadtsprecher Bernd Kehrer die Reaktionen zusammen. Der Vorteil der Trasse sei, dass das vom Verkehr ins Gewerbegebiet gebeutelte Kemnat entlastet werde. Aber erst in den kommenden Wochen wird sich der Gemeinderat mit der neuen Trasse befassen. Auch im Stuttgarter Rathaus, wo die Pläne maßgeblich erarbeitet worden sind, und im Esslinger Landratsamt sieht man verkehrliche Vorteile. Die offene Frage ist aber die Finanzierung. Der Esslinger Landrat Heinz Eininger hat schon mal abgewinkt, weil er befürchtet, dass sich der Kreis am 60 Millionen Euro teuren Kemnater Tunnel mit 18 Millionen Euro beteiligen muss, falls die Verbindung im Rang einer Kreisstraße bleibt.
Vor allzu großen Hoffnungen wird gewarnt
Die Trasse müsse als Landes- oder Bundesstraße ausgebaut werden, fordert Eininger. Doch die Kostenverteilung zwischen Bund, Land, Stuttgart und Ostfildern ist offen. Auch detaillierte Planungen müssen erst von den beiden Kommunen weiterverfolgt werden. Deshalb wird vor allzu großen Hoffnungen gewarnt. "Das wird noch Jahre dauern", sagt der Regionalrat und Stuttgarter Baubürgermeister, Matthias Hahn (SPD).
Zugestimmt hat der Planungsausschuss auch einer neuen Ein- und Ausfahrt der A8 zwischen Ostfildern-Scharnhausen und Neuhausen. Damit sollen die gefährlichen, bis auf die Autobahn reichenden Staus an der Ausfahrt Esslingen künftig verhindert werden.
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