Stuttgarter Kickers

Trainer Schmitt gibt auf

dpa/lsw, veröffentlicht am 14.04.2009
Foto: Baumann

Stuttgart - Edgar Schmitt hat bei den Stuttgarter Kickers resigniert das Handtuch geworfen, nun soll sein bisheriger Assistent Rainer Kraft das Drittliga-Schlusslicht doch noch zum Klassenerhalt führen. "Wenn ich nicht überzeugt wäre, dass wir es schaffen können, würde ich dieses Amt gar nicht erst antreten", sagte Kraft bei seiner Präsentation am Dienstag, nur wenige Stunden nachdem Schmitt sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum sprach angesichts von sieben Punkten Rückstand bei nur noch acht verbleibenden Spielen von einer "Herkules-Aufgabe" für den dritten Cheftrainer der Saison nach Stefan Minkwitz und dem diesem im September vergangenen Jahres nachfolgenden Schmitt.

Damit dürfte Eichelbaum keinesfalls übertrieben haben, schließlich steht bereits an diesem Mittwoch (19 Uhr) das Nachholspiel gegen den Tabellen-14. Jahn Regensburg auf dem Programm. Am Samstag folgt das nächste Heimspiel gegen den 15. Wuppertaler SV. Soll Krafts - angesichts von bisher nur fünf Erfolgen in 30 Spielen - ohnehin ehrgeiziges Ziel von "fünf Siegen und einem Remis" nicht schon nach diesen Partien in unerreichbare Ferne gerückt sein, muss der 46- Jährige innerhalb kürzester Zeit vor allem die Einstellung seiner Mannschaft grundlegend verändern. Beim 1:5 am Sonntag bei Union Berlin, der dritten Pleite nacheinander, war das Team weit davon entfernt, sich als erfolgshungrige Einheit zu präsentieren.

An diesem Defizit der Mannschaft war Schmitt zuletzt so sehr verzweifelt, dass er seinen bis zum Saisonende gültigen Vertrag nicht mehr erfüllen wollte. Auf eigenen Wunsch hatte sich der 45-Jährige am späten Ostermontag mit Clubchef Eichelbaum, Manager Joachim Cast und weiteren Mitgliedern des Präsidiums zu einer Krisensitzung getroffen und den Verantwortlichen seinen Entschluss mitgeteilt. "Ich bin von der mangelnden professionellen Einstellung einiger Spieler maßlos enttäuscht", ließ er sich am Dienstag in der offiziellen Pressemitteilung des Vereins zitieren. "Mit diesem ungewöhnlichen Schritt will ich auch die Mannschaft in die Verantwortung nehmen alles dafür zu tun, damit der Traditionsverein Stuttgarter Kickers die Klasse erhält."

Sein langjähriger Assistent appellierte daher als erstes an die professionelle Einstellung der Profis. "Es gibt keine Ausreden mehr", sagte Kraft, der einen Vertrag bis zum Saisonende erhielt. Ob er der Mannschaft nach der deftigen Pleite in Berlin ein neues Gesicht geben will, ließ er noch offen. Zunächst wolle er die kurze verbleibende Zeit mit seinem Co-Trainer Alexander Malchow dazu nutzen, Gespräche mit Spielern zu führen und Eindrücke zu sammeln.
 
Kommentare
daniel Göser,
16.04.2009 17:28
Die Kickers steigen ab, es ist schade aber nicht mehr abzuwenden. In Liga 3 bedarf es
mehr als nur ein bißchen mitmischen und auf gut Glück versuchen die Klasse zu halten.
Das Präsidium hat eklatant versagt, die wichtigste Personalie, die nämlich des Trainers wurde falsch besetzt, warum Schmitt , der in Aalen schon nichts zustande gebracht hat. Ein erfahrener Trainer ist das A u. 0 in dieser Liga.
Nach Trainer Dutt, kamen nur noch Notlösungen, deshalb in Zukunft LIGA 4 und damit Amateurfußball vor 1oo Zuschauern.
Daniel Göser.
göser, franz,
15.04.2009 14:22
stefan minkwitz war ein fleißiger mann, leider etwas zu bieder und hausbacken.
Schmitt ist eher der moderne Typ, der es aber nicht verstand ein klare Linie ins Spiel der Kickers zu bringen. Er hat zuviel experimentiert und ist gnadenlos gescheitert. Allein mit Optimismus gewinnt man keine Spiele. Rainer Kraft hat jetzt die Chance auf Dauer Kickers Trainer zu bleiben. Vielleicht hat er das Zeug dazu und erreicht die Mannschaft ! Denn Salz, Gambo und Co. sind keine schlechten Kerle, man muß sie nur richtig "anpacken"!
Franz Göser
woli,
15.04.2009 14:00
Seit 60 Jahren, geprägt vom"dunkelblauen" Vater, gehe bzw. ging ich regelmässig zu den Heimspielen der Blauen. Was aber in den letzten Jahren und ganz besonders im letzten Jahr von dem Verein,ich sage bewusst Verein nicht nur Mannschaft, geboten wurde, hat mich abgehalten da noch mitzumachen. Die ganze Vorstandschaft ist so was von amateurhaft, dass es nun eigentlich normal ist wenn der Club absteigt. Man hat sich in früheren Jahren auch manchen Patzer geleistet, aber die heutigen Herren zusammen mit der heutigen Mannschaft, ab in die Amateurliga. Vielleicht findet sich hier ein "echter blauer Stamm" um aus dieser Misere wieder nach oben zu kommen.Den blauen Anhängern wäre es zu wünschen und auch ich würde dann wieder meine Zeit gerne auf dem Kickers-Platz verbringen.

Apple

Steve Jobs stellt iPad 2 selbst vor

Würde er auftreten oder nicht? „18.57 Uhr, Steve Jobs ist bisher nicht zu sehen“, lautet die Nachricht auf Applenews.de.mehr

Vor dem Spiel gegen Schalke

Cacau bricht Training ab

Können die Spieler des VfB Stuttgart nach dem zweiten Auswärtssieg gegen Eintracht Frankfurt (2:0) auch Schalke 04 bezwingen? mehr
Anzeigen

Anzeige

Stuttgart 21
Alle Infos zum Bahnprojekt
Stuttgart 21 finden Sie hier »
Aktuelle Videos


Nachrichten-Ticker
04:09 Sammlung Gunter Sachs bringt Millionen »
04:09 Führungsstreit bei der Linken - Frauen gehen in die Offensive »
03:59 Kampfjets eskortieren US-Maschine nach Bombendrohung »
03:55 Regierung nimmt Kampf gegen Ärztepfusch auf »
03:51 US-Regierung begrüßt Einigung zwischen IAEA und Iran »
1  2  3  4  5  6  7    weiter
Anzeige

Ausgewählte Adressen

Sie suchen eine neues Zuhause?

Wir haben Sie alle! Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus. In Baden-Württembergs bedeutendstem Immobilienmarkt finden Sie Angebote aus Stuttgart, der Region und dem Rest der Republik.
zur Immobiliensuche
Veranstaltungen

23.05. | Kulturzentrum franz.K

Gaby Moreno

Latin, Soul & Indie mehr
Finden Sie
Heute können Sie aus 371 Veranstaltungsterminen auswählen
StZ digital
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
Für Abonnenten

Für Käufer
Hier können sie sich über Preise informieren, Abos abschließen oder Einzelexemplare kaufen.
Abonnement-Prämien
Werben Sie einen Freund als Abonnent der Stuttgarter Zeitung. Für jede Empfehlung erhalten Sie eine Prämie aus unserem Shop.