17 again
Die zweite Chance zur ersten Liebe
Thomas Klingenmaier, veröffentlicht am 14.05.2009
Filmbeschreibung
Der Mensch ist kein Supercomputer, der tausend Aufgaben gleichzeitig bewältigen kann. Die ordnenden Kräfte des Universums haben darauf Rücksicht zu nehmen versucht, aber die Eins-nach-dem-anderen-Garantie leider auf dem falschen Sektor eingeführt. Erst bekommt der Mensch den Zwang zur Entscheidung präsentiert. Und lange hinterher fliegen ihm die Einsichten, Erkenntnisse und Gewissheiten zu, die er für diese Entscheidung gebraucht hätte.
Diese ungute Zweiteilung sehen wir in "17 Again" mal wieder ein Leben vergällen. Wir erleben Mike O'Donnell (Zac Efron), das Großtalent des Basketballteams seiner Highschool, im Jahr 1989 kurz vor einem wichtigen Spiel. Ein Scout der Profiliga sitzt im Publikum, und wenn Mike nun die gewohnten Körbe macht, wird er bald ein Star sein. Leider hat er auch Stress mit seiner Freundin Scarlet, die hier und jetzt über Zukunft, Schwangerschaft und Prioritäten reden möchte. Mike ist ein moderner Mann-im-Werden, der zwar ein bisschen rüpelt, dann aber dem Spiel den Rücken kehrt und sich für die Liebe entscheidet.
Wusch, reißt uns ein Schnitt hinüber ins Erwachsenenleben. Mike, der jetzt von Matthew Perry gespielt wird, ist frustriert von seinem Vertreterjob. Jüngere werden an ihm vorbei befördert, und jüngere Vorgesetzte schauen ihn an, als sei er ein alter Joghurt im Kühlschrank, bei dem vielleicht schon der Deckel hochkommt. Die Ehe mit Scarlet ist auch am Ende, und als es richtig kracht, landet er bei seinem Freund Ned auf der Couch. Nun hat er gar nichts mehr.
Mike wünscht sich, er wäre noch einmal siebzehn und könnte Entscheidungen anders treffen. Das Kino erfüllt solche Wünsche manchmal, in Körpertausch-, Alterswechsel- und Zeitreisekomödien. "17 again" von Burr Steers, der den arg unterschätzten "Igby" (2002) gedreht hat, schickt Mike nicht in die Vergangenheit, füllt ihn aber magisch um in seinen Körper von damals. Von nun an kann Zac Efron, der mit "Highschool Musical" zum Teenieschwarm wurde, beweisen, dass er Charisma hat. Einige US-Kritiker schwärmen, hier reife der nächste Tom Cruise heran. Das ist zwar noch etwas hoch gewettet. Aber ein anderer, Tom Hanks, hatte ja auch frühen Erfolg mit einer Körpertauschkomödie, dem 1988 herausgekommene Film "Big".
Mit dem fast sarkastischen Unterton des Filmbeginns, der auch für Erwachsene über Frustration und irre Ausstiegswünsche spottete, ist es nun aber vorbei. "17 again" wird zum Schulklamauk, und das Gebaren des innerlich doch schon gereiften Mike entwickelt sich recht kasparhaft. Ein wenig gruslig überläuft es uns, dass er und die nun viel ältere Scarlet (Leslie Mann) die Anziehungskraft von damals wieder spüren. Diese hat etwas von Hormonautomatismus, von Zwangsverkupplung, von Leben auf Schienen. Als wolle der Film uns damit trösten, dass wir im Leben auch bei zweiten Chancen immer wieder alles gleich entscheiden würden: Gnade, mehr Auswahl, bitte.
Diese ungute Zweiteilung sehen wir in "17 Again" mal wieder ein Leben vergällen. Wir erleben Mike O'Donnell (Zac Efron), das Großtalent des Basketballteams seiner Highschool, im Jahr 1989 kurz vor einem wichtigen Spiel. Ein Scout der Profiliga sitzt im Publikum, und wenn Mike nun die gewohnten Körbe macht, wird er bald ein Star sein. Leider hat er auch Stress mit seiner Freundin Scarlet, die hier und jetzt über Zukunft, Schwangerschaft und Prioritäten reden möchte. Mike ist ein moderner Mann-im-Werden, der zwar ein bisschen rüpelt, dann aber dem Spiel den Rücken kehrt und sich für die Liebe entscheidet.
Wusch, reißt uns ein Schnitt hinüber ins Erwachsenenleben. Mike, der jetzt von Matthew Perry gespielt wird, ist frustriert von seinem Vertreterjob. Jüngere werden an ihm vorbei befördert, und jüngere Vorgesetzte schauen ihn an, als sei er ein alter Joghurt im Kühlschrank, bei dem vielleicht schon der Deckel hochkommt. Die Ehe mit Scarlet ist auch am Ende, und als es richtig kracht, landet er bei seinem Freund Ned auf der Couch. Nun hat er gar nichts mehr.
Mike wünscht sich, er wäre noch einmal siebzehn und könnte Entscheidungen anders treffen. Das Kino erfüllt solche Wünsche manchmal, in Körpertausch-, Alterswechsel- und Zeitreisekomödien. "17 again" von Burr Steers, der den arg unterschätzten "Igby" (2002) gedreht hat, schickt Mike nicht in die Vergangenheit, füllt ihn aber magisch um in seinen Körper von damals. Von nun an kann Zac Efron, der mit "Highschool Musical" zum Teenieschwarm wurde, beweisen, dass er Charisma hat. Einige US-Kritiker schwärmen, hier reife der nächste Tom Cruise heran. Das ist zwar noch etwas hoch gewettet. Aber ein anderer, Tom Hanks, hatte ja auch frühen Erfolg mit einer Körpertauschkomödie, dem 1988 herausgekommene Film "Big".
Mit dem fast sarkastischen Unterton des Filmbeginns, der auch für Erwachsene über Frustration und irre Ausstiegswünsche spottete, ist es nun aber vorbei. "17 again" wird zum Schulklamauk, und das Gebaren des innerlich doch schon gereiften Mike entwickelt sich recht kasparhaft. Ein wenig gruslig überläuft es uns, dass er und die nun viel ältere Scarlet (Leslie Mann) die Anziehungskraft von damals wieder spüren. Diese hat etwas von Hormonautomatismus, von Zwangsverkupplung, von Leben auf Schienen. Als wolle der Film uns damit trösten, dass wir im Leben auch bei zweiten Chancen immer wieder alles gleich entscheiden würden: Gnade, mehr Auswahl, bitte.
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Highlights am 26.05.
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