Esslingen, Reutlingen, Tübingen
Kita-Streiks haben begonnen
dpa, veröffentlicht am 15.05.2009
Ulm - In mehreren Städten in Baden-Württemberg hat am Freitag ein unbefristeter Streik in Kindertagesstätten begonnen. In Ulm blieben 20 von 22 Einrichtungen geschlossen, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi mitteilte.
Am Montag beginnt der Kita-Streik in Stuttgart. Dürfen Sie Ihre Kinder mit ins Büro nehmen? Passt Oma auf die Kleinen auf? Wie organisieren Sie diesen Tag? Ihre Meinung interessiert uns!
Der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner (SPD) kritisierte den Streik: "Die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen sind alles andere als unmenschlich", sagte Gönner der Deutschen Presse-Agentur dpa. Angesichts des dramatischen Rückgangs der Steuereinnahmen könnten Städte und Gemeinden nicht noch mehr Geld für die Kinderbetreuung aufwenden.
Auch in Esslingen, Reutlingen, Tübingen und dem Alb-Donau-Kreis wurden die städtischen Kitas bestreikt. Zusammen mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) will verdi einen tarifvertraglich geregelten Gesundheitsschutz für 220.000 Erzieher und Sozialarbeiter bei den Kommunen durchsetzen. Die Arbeitgeber werfen den Arbeitnehmervertretern vor, es gehe ihnen gar nicht um Gesundheitsschutz, sondern um bessere Bezahlung. Verdi-Bundesvorstand Achim Meerkamp sagte im ARD-"Morgenmagazin", seine Gewerkschaft sei auf eine längere Auseinandersetzung eingestellt.
Am Montag sollen die Streiks auf das ganze Land ausgeweitet werden.

Der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner (SPD) kritisierte den Streik: "Die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen sind alles andere als unmenschlich", sagte Gönner der Deutschen Presse-Agentur dpa. Angesichts des dramatischen Rückgangs der Steuereinnahmen könnten Städte und Gemeinden nicht noch mehr Geld für die Kinderbetreuung aufwenden.
Auch in Esslingen, Reutlingen, Tübingen und dem Alb-Donau-Kreis wurden die städtischen Kitas bestreikt. Zusammen mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) will verdi einen tarifvertraglich geregelten Gesundheitsschutz für 220.000 Erzieher und Sozialarbeiter bei den Kommunen durchsetzen. Die Arbeitgeber werfen den Arbeitnehmervertretern vor, es gehe ihnen gar nicht um Gesundheitsschutz, sondern um bessere Bezahlung. Verdi-Bundesvorstand Achim Meerkamp sagte im ARD-"Morgenmagazin", seine Gewerkschaft sei auf eine längere Auseinandersetzung eingestellt.
Am Montag sollen die Streiks auf das ganze Land ausgeweitet werden.
Kommentare
Renate Leonhäuser,
19.05.2009 20:22
Wir Eltern sind allmählich bereit, ebenfalls zu demonstrieren - und zwar gegen Verdi. Die Aussage "Wir können noch eine Schippe drauflegen" in der heutigen Ausgabe klingt unglaublich zynisch und selbstgefällig in den Ohren einer berufstätigen Mutter. Den Erzieherinnen wünsche ich weiß Gott bessere Arbeitsbedingungen, aber ich bin mir nicht sicher, ob Verdi dieses Ergebnis wirklich im Fokus hat. Viel wichtiger ist der Gewerkschaft sicher der Zulauf an neuen Mitgliedern, die so ein Streik bringt. Denn für die Erzieherinnen hat auch der sehr schmerzvolle Streik vor gut drei Jahren eigentlich nichts bewirkt. Er hat nur das Verhältnis zwischen Erzieherinnen und Eltern derart belastet, dass anschließend teilweise Mediatoren eingeschaltet werden mussten. Bei Verdi sitzen reihenweise hochbezahlte Manager und denen fällt nichts kreativeres ein, als zum Streik aufzurufen? Wir wäre es mal damit: alle städtischen Kindergärten in Stuttgart verweigern sich dem Vorzeige-Projekt "Einstein". Denn für eine vernünftige Umsetzung dieses Aushängeschildes der "Kinderstadt" Stuttgart fehlt in der Tat das Personal in den Einrichtungen.
Christine Regenscheit-Wolf,
17.05.2009 11:52
Wir Eltern stehen zu 100% hinter den Forderungen der Erzieherinnen. Wir fordern die Gewerkschaften und Träger auf, sich schnellstens an einen Tisch zu setzen und eine Lösung zu erarbeiten. Der 18.05. soll der letzte Streiktag bleiben.
Uns Eltern reicht es, der dritte Streik in drei Jahren, die Nerven liegen blank!
Mein Sohn geht am Montag mit ins Geschäft.
Glücklich können wir uns schätzen, viele Eltern können ihre Kinder nicht mitnehmen.
Wann hat das alles endlich ein Ende?
Christine Regenscheit-Wolf, Vorstand EB Kita Griegstr. 18 Stuttg-Botnang
Uns Eltern reicht es, der dritte Streik in drei Jahren, die Nerven liegen blank!
Mein Sohn geht am Montag mit ins Geschäft.
Glücklich können wir uns schätzen, viele Eltern können ihre Kinder nicht mitnehmen.
Wann hat das alles endlich ein Ende?
Christine Regenscheit-Wolf, Vorstand EB Kita Griegstr. 18 Stuttg-Botnang
Peter Radtke,
15.05.2009 17:13
Was erlauben sich eigentlich verdi u.Collegen!
Auf dem Ruecken von Kindern,Eltern und Familien ihre Interessen durchzustzten!!
as ist ein Verstoss gegen die Grundsaetze der UN verfasst in den Rechtsstatuten der Unicef!!
Das ist ein Verbrechen an Kindern!!
Wir fordern: Wer sreikt auf dem Ruecken von Kindern ist ein Verbrecher und muss entlassen werden!!
Auf dem Ruecken von Kindern,Eltern und Familien ihre Interessen durchzustzten!!
as ist ein Verstoss gegen die Grundsaetze der UN verfasst in den Rechtsstatuten der Unicef!!
Das ist ein Verbrechen an Kindern!!
Wir fordern: Wer sreikt auf dem Ruecken von Kindern ist ein Verbrecher und muss entlassen werden!!
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