Sunshine Cleaning
Aus Dreck mach' Geld
Thomas Klingenmaier, veröffentlicht am 20.05.2009
Filmbeschreibung
Wer Arbeit will, der findet welche. Diesen Kernsatz der Sozialstaatsgegner nimmt die amerikanische Independent-Komödie "Sunshine Cleaning" hinterhältig ernst. Sie erzählt von den tüchtigen Gestalten des unteren Mittelstandes, die jede Krise mit eigenen Mitteln zu bewältigen suchen, mit Pfiff und Tüchtigkeit. Krise, das heißt hier Strukturkrise. Denn in der Familie der Schwestern Rose (Amy Adams) und Norah (Emily Blunt) arbeitet man, aber es kommt nichts zusammen. Der Großvater (Alan Arkin) ist ein skurriler Unternehmertyp voller Ideen, die nicht zum Markt passen. Und Rose rackert zwar als Putzfrau, aber es bringt nichts ein. Nicht genug, um den Sohn auf die dringend benötigte Privatschule zu schicken.
In "Sunshine Cleaning" wird nun nicht darüber gemeckert, dass die Welt schlecht ist, es wird ein Geschäftsmodell daraus entwickelt. Die Firma von Rose und Norah, die dem Film den Titel gibt, lebt vom Verbrechen, genauer gesagt, von dessen sichtbaren Spuren. Die Leute vom Sonnenschein-Putzdienst säubern Tatorte, nachdem die Spurensicherung der Polizei ihre Pröbchen mitgenommen hat. Sie schrubben Blut vom Boden, kratzen Hirn von den Wänden, fegen die Scherben zerstörter Idyllen zusammen.
Das wird von Regisseurin Christine Jeffs nie mit jener satirischen Aggressivität inszeniert, die man vielleicht erwarten könnte. Der Film spielt in New Mexico, und bei allen Kontrasten zwischen sonniger Außenwelt und gruseligen Tatorten versucht er, letztlich Wohlfühlkomödie zu bleiben. Vorbild ist "Little Miss Sunshine", dessen Produzenten auch hier beteiligt waren, aber Stimmigkeit und Tempo des Vorgängers erreicht "Sunshine Cleaning" nicht immer. Was den Film trägt, ist das außerordentlich energische, facettenreiche, überraschende Spiel von Blunt und Adams (die gerade auch in "Nachts im Museum 2" zu sehen ist). Die beiden werfen sich ins Zeug, als wollten sie ihre Figuren gegen die tändelnden Momente des Drehbuchs in Schutz nehmen. Ganz normale Menschen, wollen sie uns sagen, müssen wirklich mit allen Mitteln kämpfen.
In "Sunshine Cleaning" wird nun nicht darüber gemeckert, dass die Welt schlecht ist, es wird ein Geschäftsmodell daraus entwickelt. Die Firma von Rose und Norah, die dem Film den Titel gibt, lebt vom Verbrechen, genauer gesagt, von dessen sichtbaren Spuren. Die Leute vom Sonnenschein-Putzdienst säubern Tatorte, nachdem die Spurensicherung der Polizei ihre Pröbchen mitgenommen hat. Sie schrubben Blut vom Boden, kratzen Hirn von den Wänden, fegen die Scherben zerstörter Idyllen zusammen.
Das wird von Regisseurin Christine Jeffs nie mit jener satirischen Aggressivität inszeniert, die man vielleicht erwarten könnte. Der Film spielt in New Mexico, und bei allen Kontrasten zwischen sonniger Außenwelt und gruseligen Tatorten versucht er, letztlich Wohlfühlkomödie zu bleiben. Vorbild ist "Little Miss Sunshine", dessen Produzenten auch hier beteiligt waren, aber Stimmigkeit und Tempo des Vorgängers erreicht "Sunshine Cleaning" nicht immer. Was den Film trägt, ist das außerordentlich energische, facettenreiche, überraschende Spiel von Blunt und Adams (die gerade auch in "Nachts im Museum 2" zu sehen ist). Die beiden werfen sich ins Zeug, als wollten sie ihre Figuren gegen die tändelnden Momente des Drehbuchs in Schutz nehmen. Ganz normale Menschen, wollen sie uns sagen, müssen wirklich mit allen Mitteln kämpfen.
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Highlights am 26.05.
Ivy Quainoo & Band - KKL-Liederhalle
Jan Josef Liefers und Oblivion - Theaterhaus
49. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" 2012: Begrüßungskonzert mit den Stuttgarter Philharmonikern - KKL-Liederhalle
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