Erneute Provokation
Nordkorea feuert Raketen ab
AP/dpa, veröffentlicht am 26.05.2009
Seoul - Nordkorea hat laut einem Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag von seiner Ostküste zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Die Raketen hatten eine Reichweite von 130 Kilometern, wie Yonhap unter Berufung auf nicht näher genannte Regierungskreise berichtete. Dabei habe es sich um eine Boden-Luft-Rakete und um eine Boden-Schiffs-Rakete gehandelt.
Bereits am Montag hatte Nordkorea laut Yonhap nach dem unterirdischen Nukleartest drei Raketen der gleichen Reichweite von der Ostküste aus gestartet. Nicht weit davon entfernt wird auch der Ort im Nordosten des Landes vermutet, wo Nordkorea einen atomaren Sprengsatz gezündet hatte. Es war der zweite Nukleartest des kommunistischen Landes seit Oktober 2006.
Der Weltsicherheitsrat verurteilte Nordkoreas Atomtest am Montagabend in New York einstimmig. In einer Erklärung, auf die sich die 15 Ratsmitglieder überraschend schnell verständigten, äußerte das höchste UN-Gremium einmütig seine "entschiedene Opposition" zu Pjöngjangs Vorgehen. Der derzeitige Ratspräsident, Vitali Tschurkin, verlas den Text vor Journalisten in New York und machte deutlich, dass es sich lediglich um eine erste Stellungnahme handele.
"Dies ist noch nicht alles, sondern nur ein Signal dafür, in welche Richtung wir steuern", sagte Tschurkin. Nordkorea habe mit seiner zweiten Atombombe nicht nur gegen Resolutionen des Sicherheitsrates verstoßen, sondern auch gegen das Abkommen zur Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen und den Teststoppvertrag. "Jede Handlung, die diese beiden Abkommen unterhöhlt, ist sehr ernst zu nehmen und verdient eine scharfe Antwort", sagte Tschurkin weiter.
In der Erklärung des Sicherheitsrates heißt es weiter, dass die von Nordkorea ausgelöste nukleare Explosion ein "klarer Verstoß gegen Resolution 1718" sei. Diese völkerrechtlich bindende Verlautbarung hatte der Rat im Jahr 2006 als Reaktion auf Nordkoreas erste Atombombe verabschiedet. Das UN-Gremium forderte das kommunistische Regime in Pjöngjang auf, uneingeschränkt allen seinen Verpflichtungen nachzukommen, die sich aus den Resolutionen 1695 und 1718 sowie aus den Erklärungen des Sicherheitsrates ergeben.
Außerdem kündigte es an, es werde sich "unverzüglich" an den Entwurf für eine neue "scharfe Resolution" zu dem jüngsten Atomtest vom Montag machen. Die amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice gab sich zuversichtlich, dass das Dokument die Zustimmung aller Ratsmitglieder erhalten und in Kürze verabschiedet werden könne. "Die Resolution wird sehr scharf sein", kündigte Rice an, "und inhaltlich von großer Bedeutung sein". Die nordkoreanische Atombombe war nach ersten Erkenntnissen zehnmal so stark wie die bei einem ersten Test Ende 2006.
Südkorea will sich nach dem Atomtest an einer von den USA angeführten globalen Initiative gegen die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen anschließen. Die volle Teilnahme an der seit sechs Jahren bestehenden "Proliferations-Sicherheitsinitiative" (PSI) kündigte das Außenministerium in Seoul am Dienstag an. Nordkorea hatte Südkorea in den Vergangenheit gewarnt, dass es dessen Aufnahme bei PSI als "Kriegserklärung" auffassen werde.
Bereits am Montag hatte Nordkorea laut Yonhap nach dem unterirdischen Nukleartest drei Raketen der gleichen Reichweite von der Ostküste aus gestartet. Nicht weit davon entfernt wird auch der Ort im Nordosten des Landes vermutet, wo Nordkorea einen atomaren Sprengsatz gezündet hatte. Es war der zweite Nukleartest des kommunistischen Landes seit Oktober 2006.
Der Weltsicherheitsrat verurteilte Nordkoreas Atomtest am Montagabend in New York einstimmig. In einer Erklärung, auf die sich die 15 Ratsmitglieder überraschend schnell verständigten, äußerte das höchste UN-Gremium einmütig seine "entschiedene Opposition" zu Pjöngjangs Vorgehen. Der derzeitige Ratspräsident, Vitali Tschurkin, verlas den Text vor Journalisten in New York und machte deutlich, dass es sich lediglich um eine erste Stellungnahme handele.
"Dies ist noch nicht alles, sondern nur ein Signal dafür, in welche Richtung wir steuern", sagte Tschurkin. Nordkorea habe mit seiner zweiten Atombombe nicht nur gegen Resolutionen des Sicherheitsrates verstoßen, sondern auch gegen das Abkommen zur Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen und den Teststoppvertrag. "Jede Handlung, die diese beiden Abkommen unterhöhlt, ist sehr ernst zu nehmen und verdient eine scharfe Antwort", sagte Tschurkin weiter.
In der Erklärung des Sicherheitsrates heißt es weiter, dass die von Nordkorea ausgelöste nukleare Explosion ein "klarer Verstoß gegen Resolution 1718" sei. Diese völkerrechtlich bindende Verlautbarung hatte der Rat im Jahr 2006 als Reaktion auf Nordkoreas erste Atombombe verabschiedet. Das UN-Gremium forderte das kommunistische Regime in Pjöngjang auf, uneingeschränkt allen seinen Verpflichtungen nachzukommen, die sich aus den Resolutionen 1695 und 1718 sowie aus den Erklärungen des Sicherheitsrates ergeben.
Außerdem kündigte es an, es werde sich "unverzüglich" an den Entwurf für eine neue "scharfe Resolution" zu dem jüngsten Atomtest vom Montag machen. Die amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice gab sich zuversichtlich, dass das Dokument die Zustimmung aller Ratsmitglieder erhalten und in Kürze verabschiedet werden könne. "Die Resolution wird sehr scharf sein", kündigte Rice an, "und inhaltlich von großer Bedeutung sein". Die nordkoreanische Atombombe war nach ersten Erkenntnissen zehnmal so stark wie die bei einem ersten Test Ende 2006.
Südkorea will sich nach dem Atomtest an einer von den USA angeführten globalen Initiative gegen die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen anschließen. Die volle Teilnahme an der seit sechs Jahren bestehenden "Proliferations-Sicherheitsinitiative" (PSI) kündigte das Außenministerium in Seoul am Dienstag an. Nordkorea hatte Südkorea in den Vergangenheit gewarnt, dass es dessen Aufnahme bei PSI als "Kriegserklärung" auffassen werde.
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