Stuttgart - Die Pläne zur Umstrukturierung der Uni Stuttgart sind weitreichender, als es auf den ersten Blick aussieht. Es ist klar, dass eine Universität, die ihren Schwerpunkt auf den Natur- und Ingenieurwissenschaften hat, alle Möglichkeiten nutzen muss, um im nationalen und internationalen Wettbewerb zu bestehen. Und dass sie deshalb mangels Unterstützung vom Land ihre Kräfte aus ihren eigenen Ressourcen auf diese von ihr definierte Forschungsschwerpunkte bündelt.
Von Inge Jacobs
Was halten Sie vom "Masterplan" der Uni? Ihre Meinung zählt!
Aber diese Konzentration hat auch ihre Tücken, und zwar in mehrfacher Hinsicht.Erstens: Geisteswissenschaften, die nur noch als Dienstleister für die Natur- und Ingenieurwissenschaften fungieren sollen, werden somit entwertet und unattraktiv. Die Folgen sind klar: dieser Bereich wird ausbluten und auch als Dienstleister nur noch bedingt taugen. Das wird letztlich auch auf die vom Rektor priorisierten Forschungsschwerpunkte zurückschlagen. Und es wird nachhaltige Folgen für das Renommee der Uni Stuttgart insgesamt und für den Kulturaustausch in der Stadt Stuttgart haben.
Auch im StudiPolitBlog der HdM und der StZ diskutieren Studenten über das Thema. Klicken Sie hier!
Zweitens: der Rückbau der Lehramtsstudiengänge führt zu einer Einschränkung bei den Fächerkombinationen. Das bedeutet, dass viele angehende Lehrer um Stuttgart einen Bogen machen werden. Diese Pläne muten umso verwunderlicher an, wenn man sich vor Augen führt, wie die Landesregierung händeringend Lehrer sucht und dabei auch versucht, aus anderen Bundesländern Lehrer anzuwerben. Es ist noch nicht lange her, dass Schüler ihre kranken oder überhaupt fehlenden Lehrer ersetzen mussten, um ihre Klassenkameraden aufs Abitur vorzubereiten.
Der Lehrermarkt sei leergefegt, hieß es damals im Regierungspräsidium. Auch diese Situation sollte bei einer Umstrukturierung des Lehrangebots an der Stuttgarter Uni im Auge behalten werden. Denn in der Öffentlichkeit lässt sich so eine Entwicklung nur schwer vermitteln.
Von Inge Jacobs

Aber diese Konzentration hat auch ihre Tücken, und zwar in mehrfacher Hinsicht.Erstens: Geisteswissenschaften, die nur noch als Dienstleister für die Natur- und Ingenieurwissenschaften fungieren sollen, werden somit entwertet und unattraktiv. Die Folgen sind klar: dieser Bereich wird ausbluten und auch als Dienstleister nur noch bedingt taugen. Das wird letztlich auch auf die vom Rektor priorisierten Forschungsschwerpunkte zurückschlagen. Und es wird nachhaltige Folgen für das Renommee der Uni Stuttgart insgesamt und für den Kulturaustausch in der Stadt Stuttgart haben.
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Zweitens: der Rückbau der Lehramtsstudiengänge führt zu einer Einschränkung bei den Fächerkombinationen. Das bedeutet, dass viele angehende Lehrer um Stuttgart einen Bogen machen werden. Diese Pläne muten umso verwunderlicher an, wenn man sich vor Augen führt, wie die Landesregierung händeringend Lehrer sucht und dabei auch versucht, aus anderen Bundesländern Lehrer anzuwerben. Es ist noch nicht lange her, dass Schüler ihre kranken oder überhaupt fehlenden Lehrer ersetzen mussten, um ihre Klassenkameraden aufs Abitur vorzubereiten.
Der Lehrermarkt sei leergefegt, hieß es damals im Regierungspräsidium. Auch diese Situation sollte bei einer Umstrukturierung des Lehrangebots an der Stuttgarter Uni im Auge behalten werden. Denn in der Öffentlichkeit lässt sich so eine Entwicklung nur schwer vermitteln.
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