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Häuser weichen der neuen Endstation

Artikel aus der Nord-Rundschau, S-Innenstadt vom 06.08.2009

Knarcks! Der dicke Dachbalken bricht entzwei, als wäre er ein Streichholz. Unter dem festen Griff der stählernen Baggerschaufel geht jeder Balken zu Bruch, fällt jede Mauer, bleibt kein Stein auf dem anderem. Mit gekonntem Schwung dreht sich der 36-Tonnen-Koloss und wirft den Balken auf einen großen Haufen aus Sparren und anderem Holz.

Seit 27. Juli sind die Mitarbeiter der Abbruchfirma SER GmbH auf dem Gelände. Ihr Auftrag: Die Gebäude an der Asperger Straße 5 bis 11 abbrechen. Zunächst haben sie angefangen, die Häuser zu entkernen. Dabei wurden von Hand die Schadstoffe entfernt; beispielsweise asbesthaltige Verkleidungen. "Außerdem wurden alte Möbel entsorgt und Teppichböden herausgerissen", sagt Oberbauleiter Sven Recklebe. In einem nächsten Schritt würden die Materialien sortiert: Müll zu Müll, Holz zu Holz und Metall zu Metall.

Seit Anfang der Woche kommt auf der Baustelle schweres Gerät zum Einsatz. Unaufhörlich greift sich der Bagger mit seinem zwölf Meter langem Arm die Balken, und bringt Mauern zum Einsturz. Damit es nicht so staubt, werden die Häuser während der Abbrucharbeiten mit Wasser bespritzt, erklärt Sven Recklebe. Auch der grobe Schutt wird nochmal nach Holz, Mauerwerk, Beton und Müll sortiert. Mehrere Container stehen hierfür am Straßenrand bereit. Sechs Mitarbeiter sind beschäftigt; ein Baggerfahrer, ein Polier und vier Arbeiter.

Wenn die Wohnhäuser, der Getränkemarkt und die Holzschuppen abgerissen sind, werden die Kellerräume noch mit Erde aufgefüllt. "Am Ende übergeben wir eine ebene Fläche", sagt der Oberbauleiter. Recklebe rechnet damit, dass die Arbeiten noch bis voraussichtlich 14. August dauern werden. Der Abbruch der Häuser steht im Zusammenhang mit den Umbauarbeiten zur Stadtbahn. Dort wo die Häuser standen, ist die neue Endhaltestelle der Linie 15 vorgesehen. Übrigens: Der Nussbaum auf dem angrenzenden Gartengrundstück bleibt erhalten.
 
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