Zack & Miri Make a Porno
Welche Jobs gibt es denn noch für uns?
Thomas Klingenmaier, veröffentlicht am 13.08.2009
Filmbeschreibung
Langsam wird's ungemütlich im Apartment von Zack und Miri. Wasser, Strom und Heizung sind abgedreht. Als Nächstes steht der Rauswurf an. Die beiden sind Minderverdiener und bekommen die Miete nicht zusammen, was in einem Film von Kevin Smith nicht weiter wundert. In "Clerks" (1994), "Mallrats" (1995), "Chasing Amy" (1997) und "Dogma" (1999) hat Smith von jungen Amerikanern erzählt, die ökonomisch nicht auf die Beine kommen und ihre Motivation erst noch finden müssen.
In "Zack and Miri make a Porno" wildert Smith im Komödienrevier des US-Produzenten Judd Apatow ("Jungfrau, 40, männlich, sucht"). Apatows Komödien verhandeln hemmungslos Verklemmtheit und gehen rüde mit Romantik um. Ein plumper, kindischer, sozial erfolgloser Mann bekommt meist eine schöne Frau ins Bett.
Zack (Seth Rogen) und Miri (Elizabeth Banks) kennen einander seit Kindertagen und bilden darum nur eine Wohngemeinschaft. Sex käme ihm nur komisch vor, sagt Zack. Das ist natürlich gelogen. Seine Idee, die Finanzmisere zu beenden - ein Amateurpornodreh - erfordert neues Nachdenken über Sex, Gefühle und Grenzen.
Welche Jobs und Marktlücken gibt es eigentlich noch für uns? Kennt Not ein Gebot? Gelten noch irgendwelche Tabus, oder hängen nur Reste alter Verklemmtheiten herum? Das sind typische Smith-Fragen, die er hier auf vergnüglich dreiste, manchmal entwaffnend alberne Weise abhandelt. Wie Zack, Miri und ein paar Kumpels, die allesamt keine Karten für den großen Karriereexpress bekommen haben, ein Fickfilmchen (dies war ein Vorsorgetest: wer sich an diesem Wort stört, dem werden im Film die Gehörgänge explodieren) drehen, das ist völlig frei von Schlüpfrigkeit. Es ist auch rührend widersprüchlich. Im Zeitalter der Gratispornos im Netz hoffen Zack und Miri nicht auf Massenverkäufe. Nur auf den doch noch vorhandenen Blamageeffekt im Zeitalter der Offenheit. Ihre ehemaligen Mitschüler sollen den Film kaufen, um sich am Scheitern anderer zu freuen.
In "Zack and Miri make a Porno" wildert Smith im Komödienrevier des US-Produzenten Judd Apatow ("Jungfrau, 40, männlich, sucht"). Apatows Komödien verhandeln hemmungslos Verklemmtheit und gehen rüde mit Romantik um. Ein plumper, kindischer, sozial erfolgloser Mann bekommt meist eine schöne Frau ins Bett.
Zack (Seth Rogen) und Miri (Elizabeth Banks) kennen einander seit Kindertagen und bilden darum nur eine Wohngemeinschaft. Sex käme ihm nur komisch vor, sagt Zack. Das ist natürlich gelogen. Seine Idee, die Finanzmisere zu beenden - ein Amateurpornodreh - erfordert neues Nachdenken über Sex, Gefühle und Grenzen.
Welche Jobs und Marktlücken gibt es eigentlich noch für uns? Kennt Not ein Gebot? Gelten noch irgendwelche Tabus, oder hängen nur Reste alter Verklemmtheiten herum? Das sind typische Smith-Fragen, die er hier auf vergnüglich dreiste, manchmal entwaffnend alberne Weise abhandelt. Wie Zack, Miri und ein paar Kumpels, die allesamt keine Karten für den großen Karriereexpress bekommen haben, ein Fickfilmchen (dies war ein Vorsorgetest: wer sich an diesem Wort stört, dem werden im Film die Gehörgänge explodieren) drehen, das ist völlig frei von Schlüpfrigkeit. Es ist auch rührend widersprüchlich. Im Zeitalter der Gratispornos im Netz hoffen Zack und Miri nicht auf Massenverkäufe. Nur auf den doch noch vorhandenen Blamageeffekt im Zeitalter der Offenheit. Ihre ehemaligen Mitschüler sollen den Film kaufen, um sich am Scheitern anderer zu freuen.
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