Patente verletzt
Millionenstrafe für SAP
dpa/lsw, veröffentlicht am 27.08.2009
Walldorf - Europas größter Softwarehersteller SAP ist von einem US-Gericht wegen Patentrechtsverletzungen zu einer Strafe von rund 139 Millionen Dollar (97 Millionen Euro) verurteilt worden. Die amerikanische Versata Software Inc. mit Sitz in Austin (Texas) hatte SAP im Jahr 2007 im Streit um die Patente für die Herstellung von Unternehmenssoftware verklagt. "Wir bestreiten die Vorwürfe und prüfen deswegen, in Berufung zu gehen", sagte ein SAP-Sprecher am Donnerstag. Ob der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware wegen einer möglicherweise längeren juristischen Auseinandersetzung Rückstellungen in seiner Bilanz bilden wird, sei aber noch offen.
Die Softwareschmiede befindet sich außerdem bereits seit Monaten mit ihrem Erzrivalen Oracle im Rechtsstreit. Der US-Konzern hat SAP wegen Industriespionage verklagt und beziffert den entstanden Schaden auf bis zu eine Milliarde Euro. Konkret wirft Oracle den Walldorfern vor, über die amerikanische Tochter TomorrowNow mehrfach verbotenerweise für Kunden bestimmte Oracle-Daten heruntergeladen zu haben. Die SAP-Tochter bot Service für Oracle-Kunden an. Mittlerweile hat sich SAP von TomorrowNow getrennt.
Der Prozessauftakt zwischen den Softwarehäusern wurde bereits mehrfach verschoben und soll nach letzten Planungen nun im Juni 2010 vor einem US-Gericht in San Francisco starten. Der Konflikt mit Oracle sei aber nicht der einzige Rechtsstreit, den SAP derzeit führt, sagte der Sprecher. Wie viele weitere Verfahren aktuell anhängig sind, konnte er jedoch nicht sagen.
Die Softwareschmiede befindet sich außerdem bereits seit Monaten mit ihrem Erzrivalen Oracle im Rechtsstreit. Der US-Konzern hat SAP wegen Industriespionage verklagt und beziffert den entstanden Schaden auf bis zu eine Milliarde Euro. Konkret wirft Oracle den Walldorfern vor, über die amerikanische Tochter TomorrowNow mehrfach verbotenerweise für Kunden bestimmte Oracle-Daten heruntergeladen zu haben. Die SAP-Tochter bot Service für Oracle-Kunden an. Mittlerweile hat sich SAP von TomorrowNow getrennt.
Der Prozessauftakt zwischen den Softwarehäusern wurde bereits mehrfach verschoben und soll nach letzten Planungen nun im Juni 2010 vor einem US-Gericht in San Francisco starten. Der Konflikt mit Oracle sei aber nicht der einzige Rechtsstreit, den SAP derzeit führt, sagte der Sprecher. Wie viele weitere Verfahren aktuell anhängig sind, konnte er jedoch nicht sagen.
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