Hintergrund Der Kampf um den Text währt schon lange
tkl, veröffentlicht am 07.09.2009
Druckerprivileg:
Als Texte noch mühselig von Hand kopiert wurden, gab es keine Urheberrechtsdebatten. Als der Buchdruck in Europa aufkam, brachte die relativ rasche Verbreitbarkeit eines Werkes die Frage auf, wer verbreiten durfte. Sogenannte Druckprivilegien sicherten ab etwa 1475 einzelnen Druckern für begrenzte Zeit - oft nur zwei Jahre - die Rechte an der Textauswertung. Schon damals also lief die Verbreitungsindustrie den eigentlichen Autoren den Rang ab.Autorenrecht:
Es waren die Engländer, die das Kopierrecht an einem Text erstmals auf Zeit dem Autor zusprachen. 1709 erließ Königin Anne eine entsprechende Regelung, der gegen Ende des Jahrhunderts Franzosen und Amerikaner folgten. Die Franzosen aber definierten das Autorenrecht sehr viel grundsätzlicher und idealistischer: das Werk wurde als nie ganz abtrennbarer Teil der Person erkannt. Die Differenz zwischen dem europäischen Urheberrechtsverständnis und dem angelsächsischen Konzept des Copyright schafft noch heute Probleme beim Versuch der Rechtsangleichung.Kommentare (0)
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