Die Gema tanzt und turnt als Schatten mit
Artikel aus der Leonberger Kreiszeitung vom 23.09.2009
Das Angebot an Bewegungskursen rund um die Gesundheit ist groß und notwendig. Alleine in Baden-Württemberg gibt es über 11 000 Sportvereine mit mehr als drei Millionen Mitgliedern, denen man sich anschließen kann, um einen sportlichen Ausgleich zum Berufsalltag zu finden. Laut Württembergischen Landessportbund (WLSB) bietet jeder dieser Vereine im Durchschnitt drei Kurse im Gesundheits- und Fitnesssport an. Die Nachfrage ist ungebrochen. Auch die Gymnastikabteilung des TSV Eltingen bietet zertifizierte Bewegungseinheiten für verschiedene Zielgruppen zum Beispiel ein Herz-Kreislauf-Training oder Bewegung im Einklang mit Körper und Geist an. Und damit es den Teilnehmern auch Spaß macht: mit musikalischer Begleitung. Die Sportvereine schultern die Aufgabe der Präventionsarbeit zu bezahlbaren Preisen, hauptsächlich auf ehrenamtlichen Basis.
Eine Neuregelung der Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) lässt die Kassierer der Vereine seit dem Sommer aber wegen der zusätzlichen Kosten, aber auch des weiteren zeitlichen Aufwands schwitzen. Die Regelung besagt: Kurse, die über das Standardangebot des Vereins zusätzlich angeboten und von den Teilnehmern zusätzlich bezahlt werden müssen an die Gema gemeldet und abgerechnet werden. Das Standartangebot der Vereine hingegen wird durch Pauschalen mit der Gema verrechnet.
Die Meldung der Kurse unterteilt in Mitglieder und Nichtmitglieder sowie die Kursgebühren sollen vorab - auch in Form eines Handzettels zur Übersicht - an die Gema gemeldet werden. Nach einem halben Jahr erfolgt dann eine, falls nötig, korrigierte Endmeldung. Anhand dieser Endmeldung werden die Gebühren berechnet. Am Beispiel der zusätzlichen Präventionskurse aus der Gymnastikabteilung von Doris Staudt, TSV Eltingen, turnt ein Gema-Schatten pro Kurs in Höhe der Kursgebühr für einen Teilnehmer immer mit. Dieser muss aktuell vom Verein getragen werden, da die Preise für die Kurse längst festgelegt waren. Geld, das nun für andere Anschaffungen fehlt.
"Ein Verein geht eine soziale Verpflichtung ein und muss sich im Wettbewerb behaupten", sagt Staudt. "Werden die Preise zu stark angehoben, bleiben die Teilnehmer fern." Das Bewegungsangebot gelte ja auch für ältere Menschen, die mit einer kleinen Rente über die Runden kommen müssen, gibt die Abteilungsleiterin der TSV-Gymnastikabteilung weiter zu bedenken. Selbstverständlich sollten die Interpreten und Musiker ihre Tantiemen bekommen. Dies stünde überhaupt nicht zur Diskussion, beschwichtigt Staudt.
Sollten die Vereine vergessen, einzelne Kurse zu melden, kündigt die Gema Bezirksdirektion in Stuttgart Konsequenzen an. Es kann ein Kontrollkostenzuschlag in doppelter Höhe erfolgen. Die Überprüfung wird nach der entscheidenden Endmeldung der Vereine über Recherche erfolgen.
Eine Neuregelung der Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) lässt die Kassierer der Vereine seit dem Sommer aber wegen der zusätzlichen Kosten, aber auch des weiteren zeitlichen Aufwands schwitzen. Die Regelung besagt: Kurse, die über das Standardangebot des Vereins zusätzlich angeboten und von den Teilnehmern zusätzlich bezahlt werden müssen an die Gema gemeldet und abgerechnet werden. Das Standartangebot der Vereine hingegen wird durch Pauschalen mit der Gema verrechnet.
Die Meldung der Kurse unterteilt in Mitglieder und Nichtmitglieder sowie die Kursgebühren sollen vorab - auch in Form eines Handzettels zur Übersicht - an die Gema gemeldet werden. Nach einem halben Jahr erfolgt dann eine, falls nötig, korrigierte Endmeldung. Anhand dieser Endmeldung werden die Gebühren berechnet. Am Beispiel der zusätzlichen Präventionskurse aus der Gymnastikabteilung von Doris Staudt, TSV Eltingen, turnt ein Gema-Schatten pro Kurs in Höhe der Kursgebühr für einen Teilnehmer immer mit. Dieser muss aktuell vom Verein getragen werden, da die Preise für die Kurse längst festgelegt waren. Geld, das nun für andere Anschaffungen fehlt.
"Ein Verein geht eine soziale Verpflichtung ein und muss sich im Wettbewerb behaupten", sagt Staudt. "Werden die Preise zu stark angehoben, bleiben die Teilnehmer fern." Das Bewegungsangebot gelte ja auch für ältere Menschen, die mit einer kleinen Rente über die Runden kommen müssen, gibt die Abteilungsleiterin der TSV-Gymnastikabteilung weiter zu bedenken. Selbstverständlich sollten die Interpreten und Musiker ihre Tantiemen bekommen. Dies stünde überhaupt nicht zur Diskussion, beschwichtigt Staudt.
Sollten die Vereine vergessen, einzelne Kurse zu melden, kündigt die Gema Bezirksdirektion in Stuttgart Konsequenzen an. Es kann ein Kontrollkostenzuschlag in doppelter Höhe erfolgen. Die Überprüfung wird nach der entscheidenden Endmeldung der Vereine über Recherche erfolgen.
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