Ribosomen erforscht
Chemie-Nobelpreis für drei Zellforscher
dpa, veröffentlicht am 07.10.2009
Stockholm - Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an die drei Zellforscher Venkatraman Ramakrishnan, Thomas Steitz und Ada Jonath (englische Schreibweise Yonath). Das teilte die Königlich- Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit.
Bildergalerie: Alle Nobelpreisträger 2009
Die drei Wissenschaftler haben erklärt, wie die Erbinformation der Gene in die universellen Werkzeuge aller Zellen übersetzt werden: die Proteine. Dabei handelt es sich um einen der bedeutendsten Prozesse allen Lebens.
Die höchste Auszeichnung für Chemiker ist in diesem Jahr mit umgerechnet knapp einer Million Euro (10 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert, die Forscher erhalten sie zu gleichen Teilen.
Die aus rund 3,2 Milliarden chemischen Bausteinen zusammengesetzte Erbinformation ist eng zusammengedrängt im Zellkern gelagert. Wenn eines der rund 25.000 Gene abgelesen wird, fertigt die Zelle zunächst eine Abschrift davon. Nur diese "Blaupause" verlässt den Zellkern. Außerhalb trifft sie auf die Proteinfabriken der Zelle, die Ribosomen.
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Diese lesen die Bauanleitung wie einen Lochstreifen nach und nach ein und fügen daraufhin Stück für Stück das darin codierte Protein (Eiweiß) aus einzelnen Aminosäuren zusammen. Erst diese Proteine sind die universellen Werkzeuge des Lebens: Sie bauen die Muskeln auf, transportieren Sauerstoff, spalten die Nahrung auf, dienen als Botenstoffe oder formen Haut und Haare. Das Ribosom selbst ist ein riesiger Komplex aus gleich mehreren Proteinen.
Die neuen Chemie- Nobelpreisträger haben Struktur und Funktion der Ribosomen geklärt, begründete die Akademie ihre von Experten seit Jahren erwartete Entscheidung.
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Die drei Wissenschaftler haben erklärt, wie die Erbinformation der Gene in die universellen Werkzeuge aller Zellen übersetzt werden: die Proteine. Dabei handelt es sich um einen der bedeutendsten Prozesse allen Lebens.
Die höchste Auszeichnung für Chemiker ist in diesem Jahr mit umgerechnet knapp einer Million Euro (10 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert, die Forscher erhalten sie zu gleichen Teilen.
Die aus rund 3,2 Milliarden chemischen Bausteinen zusammengesetzte Erbinformation ist eng zusammengedrängt im Zellkern gelagert. Wenn eines der rund 25.000 Gene abgelesen wird, fertigt die Zelle zunächst eine Abschrift davon. Nur diese "Blaupause" verlässt den Zellkern. Außerhalb trifft sie auf die Proteinfabriken der Zelle, die Ribosomen.
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Diese lesen die Bauanleitung wie einen Lochstreifen nach und nach ein und fügen daraufhin Stück für Stück das darin codierte Protein (Eiweiß) aus einzelnen Aminosäuren zusammen. Erst diese Proteine sind die universellen Werkzeuge des Lebens: Sie bauen die Muskeln auf, transportieren Sauerstoff, spalten die Nahrung auf, dienen als Botenstoffe oder formen Haut und Haare. Das Ribosom selbst ist ein riesiger Komplex aus gleich mehreren Proteinen.
Die neuen Chemie- Nobelpreisträger haben Struktur und Funktion der Ribosomen geklärt, begründete die Akademie ihre von Experten seit Jahren erwartete Entscheidung.
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