Lippels Traum
Einfach ins Morgenland entschweben
Ina Hochreuther, veröffentlicht am 08.10.2009
Filmbeschreibung
Manchmal hilft die Leuchtkraft der Fantasie, um den drögen Alltag aufzuhellen. In "Lippels Traum" geht es um einen Jungen, der für eine Woche in die Obhut einer fiesen Haushälterin gegeben wird, weil sein alleinerziehender Vater (Moritz Bleibtreu) auf Geschäftsreise gehen muss. Dieser Frau Jakob verleiht Anke Engelke nuancenreich zwanghafte bis heimtückische Züge. Als es zum Knatsch zwischen dem Buben und der Betreuerin kommt, nimmt sie ihm das Buch mit den Geschichten aus "Tausendundeiner Nacht" weg, das ihm der Papa zum Abschied schenkte. Doch Philipp, genannt Lippel, träumt, einem Fortsetzungsroman gleich, die angelesene Episode nächtens nicht nur weiter, sondern spinnt auch seine Alltagserlebnisse mit hinein.
Bei der nunmehr zweiten Verfilmung seines gleichnamigen Kinderbuchklassikers aus dem Jahr 1984 (Verlag Friedrich Oetinger) hat Paul Maar kräftig mitgemischt. Gemeinsam mit Ulrich Limmer verfasste er das Drehbuch, veränderte die Story und peppte sie auf. Eine Zusammenarbeit, die sich bereits bei den Adaptionen seiner Bücher über das "Sams" sowie den "Hund Bello" bewährt hat. Letzterer scheint hier wieder aufzutauchen, in Form eines Streuners, dem Lippel sowohl im verregneten Passau begegnet als auch in seinen Morgenlandträumen. Hübsch der Wirklichkeit geschuldet sind die Regenjacke, die er in der Hitze dabei hat, sowie die Magie einer Taschenlampe, mit der Lippel im Orient als eine Art Straßenkünstler sein Überleben zu sichern vermag.
Wichtige Bezugspersonen aus dem Alltag tauchen in Lippels Träumen in Form von Märchenfiguren wieder auf, ausgestattet mit ganz ähnlichen Stärken und Schwächen. Nur er selbst ist hier mutiger als im wirklichen Leben. Eine Kraft, die aus dem Reich der Fantasie schließlich auch in der Realität zu Veränderungen führt.
Der Regisseur Lars Büchel hat einen schwungvollen, hübschen Kinderfilm inszeniert. Gedreht wurde in Bayern und Marokko. Der 13-jährige Karl Alexander Seidel spielt die Hauptrolle mit Bravour. Wer denkt, dass Träume keine Bedeutung haben, wird eines Besseren belehrt.
Bei der nunmehr zweiten Verfilmung seines gleichnamigen Kinderbuchklassikers aus dem Jahr 1984 (Verlag Friedrich Oetinger) hat Paul Maar kräftig mitgemischt. Gemeinsam mit Ulrich Limmer verfasste er das Drehbuch, veränderte die Story und peppte sie auf. Eine Zusammenarbeit, die sich bereits bei den Adaptionen seiner Bücher über das "Sams" sowie den "Hund Bello" bewährt hat. Letzterer scheint hier wieder aufzutauchen, in Form eines Streuners, dem Lippel sowohl im verregneten Passau begegnet als auch in seinen Morgenlandträumen. Hübsch der Wirklichkeit geschuldet sind die Regenjacke, die er in der Hitze dabei hat, sowie die Magie einer Taschenlampe, mit der Lippel im Orient als eine Art Straßenkünstler sein Überleben zu sichern vermag.
Wichtige Bezugspersonen aus dem Alltag tauchen in Lippels Träumen in Form von Märchenfiguren wieder auf, ausgestattet mit ganz ähnlichen Stärken und Schwächen. Nur er selbst ist hier mutiger als im wirklichen Leben. Eine Kraft, die aus dem Reich der Fantasie schließlich auch in der Realität zu Veränderungen führt.
Der Regisseur Lars Büchel hat einen schwungvollen, hübschen Kinderfilm inszeniert. Gedreht wurde in Bayern und Marokko. Der 13-jährige Karl Alexander Seidel spielt die Hauptrolle mit Bravour. Wer denkt, dass Träume keine Bedeutung haben, wird eines Besseren belehrt.
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