Windows 7 Umstieg fällt leicht
fb, Steffen Haubner, veröffentlicht am 18.10.2009
Stuttgart - Soll ich auf Windows 7 umsteigen, das kommenden Donnerstag auf den Markt kommt? Für alle, die sich über das träge und störungsanfällige Betriebssystem Vista geärgert haben oder immer noch das in die Jahre gekommene XP benutzen, lautet die Antwort auf diese Frage eindeutig: Ja. Denn das neue Microsoft-Betriebssystem läuft auch auf eher langsamen Rechnern mit wenig Arbeitsspeicher, gefällt mit einer frischen, generalüberholten Benutzeroberfläche und bietet eine ganze Reihe nützlicher Neuerungen.
Zu den Neuerungen gehört eine Aufgabenleiste, die mit einer Vorschaufunktion für einen besseren Überblick sorgt und einen raschen Wechsel zwischen Programmfenstern ermöglicht. Ebenfalls neu ist die "Aero Snap" genannte Funktion, zwei Fenster ohne lästiges Hin- und Herschieben nebeneinander anzuordnen. Die Vernetzung mehrerer Rechner, Drucker und Xbox-Spielkonsolen ist dank der neuen "Heimnetzgruppen" so einfach wie nie zuvor.
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Steht ohnehin ein Computerneukauf an, sollte man zu einem Gerät greifen, auf dem Windows 7 als Betriebssystem vorinstalliert ist. Ausgenommen sind natürlich Anhänger des mit Microsoft konkurrierenden Apple-Konzerns und des freien Betriebssystems Linux. Die Standardversion für das neue Windows heißt "Home Premium" und dürfte auf den meisten neu gekauften PCs vorinstalliert sein. Im Handel werden aber auch Komplettsysteme mit einer "Starter"-Edition erhältlich sein. Dabei handelt es sich um ein abgespecktes Windows 7, dem wichtige Funktionen wie etwa die Wiedergabe von DVDs fehlen. Die Version "Starter" ist für preiswerte Netbooks gedacht und soll auch bei weniger leistungsstarken Rechnern für eine akzeptable Arbeitsgeschwindigkeit sorgen.
Ein PC-Neukauf ist die günstigste und bequemste Variante, an das neue Windows zu kommen. Man sollte aber darauf achten, dass eine Installations-DVD mitgeliefert wird. Die braucht man etwa dann, wenn man Windows einmal neu aufspielen will. Soll Windows 7 auf einem bereits vorhandenen Rechner seinen Dienst tun, bietet sich die "System-Builder"-Lizenz an. Diese kommt ohne aufwendige Verpackung daher, und der Käufer muss auf die zwei kostenlosen Anfragen beim Microsoft-Support verzichten. Dafür gibt es das "System-Builder"-Windows bereits ab etwa 75 Euro. Laut Microsoft sollte der PC über mindestens einen Gigabyte Arbeitsspeicher verfügen sowie über eine 16-Gigabyte-Festplatte und einen Prozessor mit einer Taktfrequenz von einem Gigahertz.
Die "Professional"-Version bietet in Sachen Sicherheit und Vernetzung einen größeren Funktionsumfang. Diese Edition ist daher in erster Linie für kleinere Unternehmen zu empfehlen. Für Privatnutzer lohnt sich der Aufpreis von rund 100 Euro in den meisten Fällen eher nicht. "Ultimate" ist die Windows-Version für diejenigen, die alles haben wollen. Unter anderem kann man damit ganze Laufwerke und mobile Datenspeicher verschlüsseln.
Das wichtigste Argument für "Professional" und "Ultimate" dürfte allerdings der XP-Modus sein, der dem Computer vorgaukelt, dass der Betriebssystem-Veteran XP darauf installiert sei. Mit diesem Trick bringt man auch ältere Programme zum Laufen. Wer darauf verzichten kann, dem wird "Home Premium" vollauf genügen.
Ein Aufrüsten auf Windows 7 ist nur vom Vorgänger Vista aus möglich. Wer noch das beliebte Windows XP auf seinem Rechner hat, muss das Betriebssystem neu installieren. Grundsätzlich ist es bei einem Betriebssystemwechsel aber ohnehin ratsam, einen Neuanfang zu wagen. Um diesen zu erleichtern, gibt es ein Werkzeug namens "Windows Easy Transfer", das sich auf der Installations-DVD befindet und auch aus dem Internet heruntergeladen werden kann. Mit diesem kleinen, aber feinen Programm lassen sich unter anderem komplette Benutzerkonten von einem älteren System auf Windows 7 transferieren.
Heikel bei einem Umstieg sind vor allem die Gerätetreiber. Diese kleinen Programmmodule steuern Drucker, Maus und andere Geräte an und sind daher für einen störungsfreien Betrieb unverzichtbar. Microsoft hat aus alten Fehlern gelernt und Windows 7 ein umfangreiches Treiberpaket mitgegeben. Damit lassen sich die meisten Hardware-Komponenten einfach anschließen. Werden auch nach mehreren Neustarts im Gerätemanager noch "unbekannte Geräte" angezeigt, muss man jedoch auf der Support-Seite des jeweiligen Herstellers selbst auf die Suche nach Treibern gehen. Ist kein Windows 7-Treiber verfügbar, kann man sich meist mit älteren Versionen für Windows Vista behelfen.
Mit einem Betriebssystem ist ein PC natürlich noch nicht komplett. Selbst einige Windows-Zusatzprogramme sind nach der Installation nicht mit an Bord: etwa Windows Mail, die Fotogalerie und die Videoschnittsoftware Movie Maker. Sie können nachträglich als Windows-Live-Paket kostenlos von der Microsoft-Webseite heruntergeladen werden. Eigentlich sollten alle Programme, die unter Vista funktionsfähig sind, auch unter Windows 7 laufen. Leider ist das nicht immer der Fall. Um sicherzugehen, kann man sich den kostenlosen, nur in Englisch verfügbaren "Upgrade-Advisor" herunterladen, der den Rechner auf seine Kompatibilität prüft.
Außerdem bietet Microsoft eine 90-Tage-Testversion der "Enterprise"-Version an, die sich allerdings nicht nachträglich durch einen Lizenzkauf in eine Vollversion umwandeln lässt. Wer sich mit der Installation nicht die doppelte Arbeit machen möchte, muss sich also sofort entscheiden. Immerhin ist das selten so leicht gefallen wie bei dem neuen Windows.
Das Prüfprogramm für Kompatibilität mit Windows 7, den Upgrade-Advisor zum Download finden Sie hier »
Hier gibt´s eine Windows-7-Testversion »
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In der Bildergalerie sind alle Neuerungen und die großen Veränderungen zusammengefasst. Die kleinste Veränderung, die aber beim Anweder für Freudenausbrüche sorgen dürfte, ist die Tastenkombination Windows-Taste plus N. Knapp 20 Jahre brauchte Microsoft, um dem Benutzer endlich einen Shortcut zur Erstellung neuer Ordner an die Hand zu geben.
http://www.microsoft.de
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Steht ohnehin ein Computerneukauf an, sollte man zu einem Gerät greifen, auf dem Windows 7 als Betriebssystem vorinstalliert ist. Ausgenommen sind natürlich Anhänger des mit Microsoft konkurrierenden Apple-Konzerns und des freien Betriebssystems Linux. Die Standardversion für das neue Windows heißt "Home Premium" und dürfte auf den meisten neu gekauften PCs vorinstalliert sein. Im Handel werden aber auch Komplettsysteme mit einer "Starter"-Edition erhältlich sein. Dabei handelt es sich um ein abgespecktes Windows 7, dem wichtige Funktionen wie etwa die Wiedergabe von DVDs fehlen. Die Version "Starter" ist für preiswerte Netbooks gedacht und soll auch bei weniger leistungsstarken Rechnern für eine akzeptable Arbeitsgeschwindigkeit sorgen.
"System-Builder" helfen beim Umrüsten
Ein PC-Neukauf ist die günstigste und bequemste Variante, an das neue Windows zu kommen. Man sollte aber darauf achten, dass eine Installations-DVD mitgeliefert wird. Die braucht man etwa dann, wenn man Windows einmal neu aufspielen will. Soll Windows 7 auf einem bereits vorhandenen Rechner seinen Dienst tun, bietet sich die "System-Builder"-Lizenz an. Diese kommt ohne aufwendige Verpackung daher, und der Käufer muss auf die zwei kostenlosen Anfragen beim Microsoft-Support verzichten. Dafür gibt es das "System-Builder"-Windows bereits ab etwa 75 Euro. Laut Microsoft sollte der PC über mindestens einen Gigabyte Arbeitsspeicher verfügen sowie über eine 16-Gigabyte-Festplatte und einen Prozessor mit einer Taktfrequenz von einem Gigahertz.
Die "Professional"-Version bietet in Sachen Sicherheit und Vernetzung einen größeren Funktionsumfang. Diese Edition ist daher in erster Linie für kleinere Unternehmen zu empfehlen. Für Privatnutzer lohnt sich der Aufpreis von rund 100 Euro in den meisten Fällen eher nicht. "Ultimate" ist die Windows-Version für diejenigen, die alles haben wollen. Unter anderem kann man damit ganze Laufwerke und mobile Datenspeicher verschlüsseln.
Das wichtigste Argument für "Professional" und "Ultimate" dürfte allerdings der XP-Modus sein, der dem Computer vorgaukelt, dass der Betriebssystem-Veteran XP darauf installiert sei. Mit diesem Trick bringt man auch ältere Programme zum Laufen. Wer darauf verzichten kann, dem wird "Home Premium" vollauf genügen.
Aus Fehlern gelernt
Ein Aufrüsten auf Windows 7 ist nur vom Vorgänger Vista aus möglich. Wer noch das beliebte Windows XP auf seinem Rechner hat, muss das Betriebssystem neu installieren. Grundsätzlich ist es bei einem Betriebssystemwechsel aber ohnehin ratsam, einen Neuanfang zu wagen. Um diesen zu erleichtern, gibt es ein Werkzeug namens "Windows Easy Transfer", das sich auf der Installations-DVD befindet und auch aus dem Internet heruntergeladen werden kann. Mit diesem kleinen, aber feinen Programm lassen sich unter anderem komplette Benutzerkonten von einem älteren System auf Windows 7 transferieren.
Heikel bei einem Umstieg sind vor allem die Gerätetreiber. Diese kleinen Programmmodule steuern Drucker, Maus und andere Geräte an und sind daher für einen störungsfreien Betrieb unverzichtbar. Microsoft hat aus alten Fehlern gelernt und Windows 7 ein umfangreiches Treiberpaket mitgegeben. Damit lassen sich die meisten Hardware-Komponenten einfach anschließen. Werden auch nach mehreren Neustarts im Gerätemanager noch "unbekannte Geräte" angezeigt, muss man jedoch auf der Support-Seite des jeweiligen Herstellers selbst auf die Suche nach Treibern gehen. Ist kein Windows 7-Treiber verfügbar, kann man sich meist mit älteren Versionen für Windows Vista behelfen.
Nicht alle Vista-Programme laufen
Mit einem Betriebssystem ist ein PC natürlich noch nicht komplett. Selbst einige Windows-Zusatzprogramme sind nach der Installation nicht mit an Bord: etwa Windows Mail, die Fotogalerie und die Videoschnittsoftware Movie Maker. Sie können nachträglich als Windows-Live-Paket kostenlos von der Microsoft-Webseite heruntergeladen werden. Eigentlich sollten alle Programme, die unter Vista funktionsfähig sind, auch unter Windows 7 laufen. Leider ist das nicht immer der Fall. Um sicherzugehen, kann man sich den kostenlosen, nur in Englisch verfügbaren "Upgrade-Advisor" herunterladen, der den Rechner auf seine Kompatibilität prüft.
Außerdem bietet Microsoft eine 90-Tage-Testversion der "Enterprise"-Version an, die sich allerdings nicht nachträglich durch einen Lizenzkauf in eine Vollversion umwandeln lässt. Wer sich mit der Installation nicht die doppelte Arbeit machen möchte, muss sich also sofort entscheiden. Immerhin ist das selten so leicht gefallen wie bei dem neuen Windows.
Das Prüfprogramm für Kompatibilität mit Windows 7, den Upgrade-Advisor zum Download finden Sie hier »
Hier gibt´s eine Windows-7-Testversion »
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In der Bildergalerie sind alle Neuerungen und die großen Veränderungen zusammengefasst. Die kleinste Veränderung, die aber beim Anweder für Freudenausbrüche sorgen dürfte, ist die Tastenkombination Windows-Taste plus N. Knapp 20 Jahre brauchte Microsoft, um dem Benutzer endlich einen Shortcut zur Erstellung neuer Ordner an die Hand zu geben.
http://www.microsoft.de
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