Jusos wollen Bauer und Zetkin geehrt wissen
Artikel aus der vom 21.10.2009
Die Filder-Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialisten will eine Straße in Sillenbuch nach Fritz Bauer benennen. Dessen Name soll den des Antisemiten Heinrich von Treitschke ersetzen. Gleiches hatte bereits der Stuttgarter Verwaltungsbürgermeister Klaus-Peter Murawski vorgeschlagen.
Bauer war als Generalstaatsanwalt verantwortlich für die Anklageerhebung im Auschwitz-Prozess, der 1963 in Frankfurt am Main begann. 1933 hatten die Nazis ihn wegen seiner jüdischen Abstammung verhaftet und ins KZ Heuberg verschleppt. Danach war Bauer zunächst nach Dänemark, dann nach Schweden geflüchtet. Er wurde in Stuttgart geboren.
Über die Umbenennung soll zunächst der Bezirksbeirat Sillenbuch entscheiden. Das Thema sollte ursprünglich auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung stehen. Dort ist es allerdings nicht vermerkt, jedenfalls nicht im öffentlichen Teil. Im vergangenen Jahr hatten die Lokalpolitiker schon einmal über die Treitschkestraße beraten und eine Umbenennung abgelehnt.
Die Filder-Jusos wollen noch weitere Namen von Personen mit fragwürdiger Vergangenheit aus dem Stadtbild tilgen. Es "finden sich viele völlig unverdiente Ehrungen in den Stuttgarter Stadtplänen wieder", meint Matthias Tröndle, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft. Den Nachwuchs-Sozialdemokraten missfällt auch der Hindenburgbau im Stadtzentrum. Paul von Hindenburg ernannte als Reichspräsident Hitler im Jahr 1933 zum Reichskanzler. Die Jusos schlagen vor, den Hindenburgbau nach der Sillenbucher Sozialistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin zu benennen.
Die Umbenennung des Hindenburgbaus hatte auch schon die Gemeinschaft von SÖS und Linken im Gemeinderat beantragt. Allerdings gehört der Bau nicht der Stadt sondern einer Immobilientochter der LBBW. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster hat die Bank inzwischen gebeten, den Schriftzug Hindenburgbau entfernen zu lassen.
Bauer war als Generalstaatsanwalt verantwortlich für die Anklageerhebung im Auschwitz-Prozess, der 1963 in Frankfurt am Main begann. 1933 hatten die Nazis ihn wegen seiner jüdischen Abstammung verhaftet und ins KZ Heuberg verschleppt. Danach war Bauer zunächst nach Dänemark, dann nach Schweden geflüchtet. Er wurde in Stuttgart geboren.
Über die Umbenennung soll zunächst der Bezirksbeirat Sillenbuch entscheiden. Das Thema sollte ursprünglich auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung stehen. Dort ist es allerdings nicht vermerkt, jedenfalls nicht im öffentlichen Teil. Im vergangenen Jahr hatten die Lokalpolitiker schon einmal über die Treitschkestraße beraten und eine Umbenennung abgelehnt.
Die Filder-Jusos wollen noch weitere Namen von Personen mit fragwürdiger Vergangenheit aus dem Stadtbild tilgen. Es "finden sich viele völlig unverdiente Ehrungen in den Stuttgarter Stadtplänen wieder", meint Matthias Tröndle, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft. Den Nachwuchs-Sozialdemokraten missfällt auch der Hindenburgbau im Stadtzentrum. Paul von Hindenburg ernannte als Reichspräsident Hitler im Jahr 1933 zum Reichskanzler. Die Jusos schlagen vor, den Hindenburgbau nach der Sillenbucher Sozialistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin zu benennen.
Die Umbenennung des Hindenburgbaus hatte auch schon die Gemeinschaft von SÖS und Linken im Gemeinderat beantragt. Allerdings gehört der Bau nicht der Stadt sondern einer Immobilientochter der LBBW. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster hat die Bank inzwischen gebeten, den Schriftzug Hindenburgbau entfernen zu lassen.
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