"Kapital ist scheu wie ein Reh"
Artikel aus der Leonberger Kreiszeitung vom 07.11.2009
Wirtschaftsförderung ist in Leonberg Chefsache, ist also mit der Person des Oberbürgermeister Schuler verknüpft - und der hatte am Donnerstagabend höchstpersönlich mit seinem Referenten Michael Meier und den diversen Eigeninitiativen der Selbstständigen der Stadt in die Lahrensmühle eingeladen. Zum dritten Mal schon hat es solch ein Forum hier gegeben, bei dem Unternehmer und solche, die noch viel vorhaben in der Stadt, miteinander zwanglos ins Gespräch kommen.
Das Ambiente in der uralten Eltinger Mühle "einer Keimzelle des wirtschaftlichen Handelns" (OB Schuler) ist in der Tat top. Zu lokalen Spezialität vom Büfett, Fass - und in musikalischer Form - vom Podium mit der Jazzband "Carla Oehmd", konnte man in der Tat die Disziplin des "Smalltalk" beliebig ins Verbindliche ausbauen. Bekannte Gesichter vom Bund der Selbstständigen mit Bernhard Neuber und Thomas Sendelbach waren ebenso zugegen wie die Strippenzieher vom "Leonberger Business-Network" , Martin Koppenborg oder dem Volksbank-Vorstand Werner Lutz. Doch neben diesen Initiatoren soll der Abend vor allem dazu dienen, dass neue Unternehmer Leonberg besser kennen lernen - oder überhaupt kennen lernen. Ein Thema, dass vor allem im Kommunalwahlkampf eine große Rolle gespielt hat - und bei dem der Oberbürgermeister Bernhard Schuler angesichts des Wegzugs mehrerer Firmen nach Rutesheim und Heimsheim immer wieder Schelte einstecken muss. Zu Unrecht, findet der wiedergewählte Oberbürgermeister: "Wirtschaftsförderung besteht für manche vielleicht darin, jede Woche eine Pressemitteilung zu verschicken." Das sei aber nicht der Stil im Leonbeberger Rathaus, man wolle hier lieber im Stillen wirken: "Kapital ist scheu wie ein Reh", und so habe man zuletzt in aller Diskretion mitverhandelt, um "ein Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren", berichtet der OB.
Der offizielle Ansprechpartner für alle Wirtschaftsfragen im Leonberger Rathaus, der 33-jährige Michael Meier machte der ausgegebenen Parole seines Chefs alle Ehre und musste von selbigem zunächst ins Rampenlicht zitiert werden, auf dass ihn die Besucher auch wahrnehmen konnten. Wie souverän hingegen Erfahrung machen kann, führte Dieter Zimmermann vor. Der einstige IBM-Manager ist viel zu jung für den Ruhestand und engagiert sich ehrenamtlich im Landkreis bei der Initiative "Senioren helfen Junioren". Mit professionellen Ratschlägen stehen die alten Fahrensmänner vor allem jungen Existenzgründern zur Seite und helfen gegen eine winzige Aufwandsentschädigung.
"Bei uns Wirtschaftssenioren sind 1750 Jahre Berufserfahrung versammelt und geben diese gerne im Landkreis weiter."
Dieses Potential unbedingt nutzen, will die Jungunternehmerin Stefanie Koch. Die junge Mama ist ausgebildete Modedesignerin, arbeitete viele Jahre für Hugo Bosse und befindet sich derzeit Elternzeit. In wenigen Wochen will sie in der Gartenstadt mit ihren eigenen Werkstatt-Laden für Baby-Accessoires starten. "Ich merke, dass ich eine gute Idee habe, ich aber noch Handwerkszeug für die Umsetzung benötige", sagt die 34-Jährige. Die ehrenamtliche Hilfe der Wirtschaftssenioren will sie gerne nutzen.
Der Nutzwert dieser Kontaktbörse ist für die Jungunternehmerin doch "ein wenig eingeschränkt" gewesen, meint sie am Ende. "Ich werde kein Logistikzentrum bauen, vielleicht bin deshalb für die Verantwortlichen der Stadt zu wenig interessant?", zieht sie ihr Resümee.
Das Ambiente in der uralten Eltinger Mühle "einer Keimzelle des wirtschaftlichen Handelns" (OB Schuler) ist in der Tat top. Zu lokalen Spezialität vom Büfett, Fass - und in musikalischer Form - vom Podium mit der Jazzband "Carla Oehmd", konnte man in der Tat die Disziplin des "Smalltalk" beliebig ins Verbindliche ausbauen. Bekannte Gesichter vom Bund der Selbstständigen mit Bernhard Neuber und Thomas Sendelbach waren ebenso zugegen wie die Strippenzieher vom "Leonberger Business-Network" , Martin Koppenborg oder dem Volksbank-Vorstand Werner Lutz. Doch neben diesen Initiatoren soll der Abend vor allem dazu dienen, dass neue Unternehmer Leonberg besser kennen lernen - oder überhaupt kennen lernen. Ein Thema, dass vor allem im Kommunalwahlkampf eine große Rolle gespielt hat - und bei dem der Oberbürgermeister Bernhard Schuler angesichts des Wegzugs mehrerer Firmen nach Rutesheim und Heimsheim immer wieder Schelte einstecken muss. Zu Unrecht, findet der wiedergewählte Oberbürgermeister: "Wirtschaftsförderung besteht für manche vielleicht darin, jede Woche eine Pressemitteilung zu verschicken." Das sei aber nicht der Stil im Leonbeberger Rathaus, man wolle hier lieber im Stillen wirken: "Kapital ist scheu wie ein Reh", und so habe man zuletzt in aller Diskretion mitverhandelt, um "ein Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren", berichtet der OB.
Der offizielle Ansprechpartner für alle Wirtschaftsfragen im Leonberger Rathaus, der 33-jährige Michael Meier machte der ausgegebenen Parole seines Chefs alle Ehre und musste von selbigem zunächst ins Rampenlicht zitiert werden, auf dass ihn die Besucher auch wahrnehmen konnten. Wie souverän hingegen Erfahrung machen kann, führte Dieter Zimmermann vor. Der einstige IBM-Manager ist viel zu jung für den Ruhestand und engagiert sich ehrenamtlich im Landkreis bei der Initiative "Senioren helfen Junioren". Mit professionellen Ratschlägen stehen die alten Fahrensmänner vor allem jungen Existenzgründern zur Seite und helfen gegen eine winzige Aufwandsentschädigung.
"Bei uns Wirtschaftssenioren sind 1750 Jahre Berufserfahrung versammelt und geben diese gerne im Landkreis weiter."
Dieses Potential unbedingt nutzen, will die Jungunternehmerin Stefanie Koch. Die junge Mama ist ausgebildete Modedesignerin, arbeitete viele Jahre für Hugo Bosse und befindet sich derzeit Elternzeit. In wenigen Wochen will sie in der Gartenstadt mit ihren eigenen Werkstatt-Laden für Baby-Accessoires starten. "Ich merke, dass ich eine gute Idee habe, ich aber noch Handwerkszeug für die Umsetzung benötige", sagt die 34-Jährige. Die ehrenamtliche Hilfe der Wirtschaftssenioren will sie gerne nutzen.
Der Nutzwert dieser Kontaktbörse ist für die Jungunternehmerin doch "ein wenig eingeschränkt" gewesen, meint sie am Ende. "Ich werde kein Logistikzentrum bauen, vielleicht bin deshalb für die Verantwortlichen der Stadt zu wenig interessant?", zieht sie ihr Resümee.
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