Bildungsstreik Beschwerden gegen die Polizei

Susanne Janssen, veröffentlicht am 24.11.2009
Die Polizei räumte ein, dass der Pfeffersprayeinsatz "massiv" gewesen sei, da die Beamten dieses Spray in größeren Gefäßen einsetzten. Foto: dpa

Stuttgart - Einige Teilnehmer der landesweiten Demonstration für Verbesserungen in der Bildung haben sich über das Vorgehen der Polizei beschwert. Die Studenten erklärten, die Beamten hätten Pfefferspray in einem Ausmaß eingesetzt, dass viele Teilnehmer der Demo Haut- und Augenreizungen erlitten hätten. Außerdem habe die Polizei nach der Beendigung des Protestzuges die Teilnehmer eingekesselt. Dabei sei die Kundgebung friedlich verlaufen.


Weitere Artikel
zum Thema
Die Polizei räumte am Montag ein, dass der Pfeffersprayeinsatz "massiv" gewesen sei, da die Beamten dieses Spray in größeren Gefäßen einsetzten als etwa eine Privatperson, die sich verteidigen will. Dennoch sieht Polizeisprecherin Stephanie Reh den Einsatz des Sprays als Reaktion auf einen Angriff einiger Demonstranten: "Einem Polizisten wurde gegen das Bein getreten, so dass er danach dienstunfähig war." Auch andere Polizisten seien getreten worden.

Die Beamten hätten nach der Auflösung der Demonstration verhindern wollen, dass die Teilnehmer über die bevölkerte Königstraße abziehen, sie hätten ihnen aber alle anderen Richtungen offen gelassen. Einige Studenten hätten daraufhin die Barriere der Polizei durchbrechen wollen, danach sei es dann zum Einsatz des Pfeffersprays gekommen.


Kommentare (18)
Anzeigen
J.H.,
25.11.2009
Kommentar
Tja, ich kann mich eigentlich nur meinen Vorpostern anschließen und eigentlich nützt es auch nichts, wenn ich noch einmal alles bekräftige, aber ich kann nicht anders, weil ich eine solche Wut auf die Polizei, den Staat und die Medien habe.
Wie kann es bitte angehen, dass die Polizei einfach mal wahllos Leute einkesselt, ihnen ohne ersichtlichen Grund das Verlassen des Ortes untersagt und obendrein noch Körperverletzung im großen Stil betreibt?
Dass das für die Polizisten keine Konsequenzen hat, ist ja wohl auch klar.
Diese Aktion bestätigt mich nur in meiner Meinung über den Staat oder die Polizei. Es ist schrecklich, mitanzusehen, wie die Polizei so vielen Leuten Unrecht tun kann, ohne dass es irgendjemand mitbekommt.
Selbst wenn die Stutgarter Zeitung jetzt etwas schreibt, so weiß deshalb trotzdem nur ein geringer Teil der Bevölkerung um dieses Geschehen.
Es ist schlimm, dass die Medien nur von etwas berichten, wenn es Mord und Totschlag gibt. Dabei finde ich es skandalös genug, dass die Polzei mit Pferden angerückt kam, ihr Reizgas ausgepackt habe und ihre Helme aufgezogen haben.
Diese Demonstration war nicht ausdrücklich politscher Natur, was hatten sie also zu befürchten?
Auch erklangen oft die Rufe:" Wir sind friedlich, was seid ihr?!" Daraus lässt sich schließen, dass die Menge keinesfalls vorhatte die Polizisten zu bedrohen, was diese dadurch mitbekommen haben sollten.
Mich macht diese Sache sauer und auch traurig. Die Polizei sollte keine Instanz sein vor der man Angst hat.
Und ich finde sie sollten mal die Kompetenz einiger Kollegen prüfen.
Denn ich finde die Polizei sollte kein Schlägertrupp sein, sondern auch etwas Fingerspitzengefühl haben und nicht alles andere wie Dreck behandeln, nur weil sie keine Angst vor Repressionen haben müssen.
Die Demonstration war eine Demonstration gegen die Zustände in der Bildung, also hätten auch die Kinder der Politiker oder der Polizisten etwas davon. Dass der Staat auf eine Demonstration für bessere Bildungschancen so reagiert, ist bestürzend. Denn nicht jeder bekommt Diäten oder ein Beamtengehalt. Ich finde, dass sollte man als Politiker oder Einsatzleiter bedenken.

Apple

Steve Jobs stellt iPad 2 selbst vor

Würde er auftreten oder nicht? „18.57 Uhr, Steve Jobs ist bisher nicht zu sehen“, lautet die Nachricht auf Applenews.de.mehr

Vor dem Spiel gegen Schalke

Cacau bricht Training ab

Können die Spieler des VfB Stuttgart nach dem zweiten Auswärtssieg gegen Eintracht Frankfurt (2:0) auch Schalke 04 bezwingen? mehr
Anzeigen

Anzeige

Stuttgart 21
Alle Infos zum Bahnprojekt
Stuttgart 21 finden Sie hier »
Aktuelle Videos


Nachrichten-Ticker
12:52 Plusgrade nicht in Sicht - Schnee am Donnerstag »
12:50 Griechenland ringt um neues Sparprogramm »
12:37 Papst betet für Kälteopfer »
12:23 Risse an Tragflächen: Sicherheitscheck für alle A380 angeordnet »
11:55 Arbeitgeber sehen wenig Spielraum für Lohnerhöhungen »
1  2  3  4  5  6  7    weiter
Anzeige

Ausgewählte Adressen

Veranstaltungen

08.02. | Dauerausstellung an der Universität Stuttgart - Campus Stadtmitte K II

Hiroshima in der Vitrine

Dachziegel als Dankesgeste mehr
Finden Sie
Heute können Sie aus 331 Veranstaltungsterminen auswählen

Sie suchen eine neues Zuhause?

Wir haben Sie alle! Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus. In Baden-Württembergs bedeutendstem Immobilienmarkt finden Sie Angebote aus Stuttgart, der Region und dem Rest der Republik.
zur Immobiliensuche
StZ ePaper
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
Für Abonnenten

Für Käufer
Hier können sie sich über Preise informieren, Abos abschließen oder Einzelexemplare kaufen.
Abonnement-Prämien
Werben Sie einen Freund als Abonnent der Stuttgarter Zeitung. Für jede Empfehlung erhalten Sie eine Prämie aus unserem Shop.


 
nach oben