Weissach beendet die Kooperation mit dem Verein für Jugendhilfe
Artikel aus der Leonberger Kreiszeitung vom 24.11.2009
Die überraschende Nachricht verkündete Weissachs Bürgermeisterin Ursula Kreutel eher beiläufig in der jüngsten Gemeinderatssitzung: "Die Gemeinde wird den Ende April 2010 auslaufenden, zweijährigen Kooperationsvertrag mit dem Verein für Jugendhilfe nicht mehr verlängern." Das hatten Weissachs Kommunalpolitiker zuvor in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen. Zur Begründung sagte die Bürgermeisterin lediglich, dass sich der erhoffte "Mehrwert" für die Gemeinde nicht eingestellt habe. Was damit konkret gemeint ist, verriet sie den anwesenden Zuhörern allerdings nicht.
Durch den Beschluss ist die Zukunft der beiden Weissacher Jugendreferenten Nadina Wörn und Markus Conrad wieder offen. Beide stehen bislang beim Verein für Jugendhilfe unter Vertrag. Kreutel deutete aber an, dass Wörn und Conrad möglicherweise von der Gemeinde von Mai nächsten Jahres an selbst angestellt werden.
Beim Verein für Jugendhilfe in Böblingen hat die Entscheidung große Irritationen ausgelöst. "Ich bin total überrascht und muss mich erst einmal sortieren", sagte Vorstandsmitglied Sebastian Kruggel auf Anfrage. Kruggel wollte sich zu weiteren Einzelheiten noch nicht äußern, "weil ich die genauen Gründe für die Entscheidung nicht kenne."
Bislang deutete aber nichts auf eine Ende der Zusammenarbeit hin, zumal den beiden Sozialpädagogen Wörn und Conrad eine gute Arbeit bescheinigt wird. "Wir haben immer versucht, unser ganzes Fachwissen für die Jugendarbeit in Weissach einzubringen", sagt Kruggel. So habe der Verein eine interkommunale Arbeitsplatzbörse in Renningen initiiert, von der auch Schüler aus Weissach profitiert hätten. Und zum Sommerferiencamp sei eigens das Spielmobil aus Höfingen zur Verfügung gestellt worden, nennt Kruggel zwei Beispiele.
Derweil stellte Markus Conrad im Gemeinderat den neuesten Tätigkeitsbericht des Jugendreferates vor. Er endete mit einer guten und einer schlechten Nachricht. Ein positiver Trend zeichne sich beim Kindertreff donnerstags in der Strickfabrik ab. "Er wird immer besser nachgefragt", berichtete der Sozialpädagoge.
Im Gegenzug habe das Interesse der Jugendlichen am Jugendtreff rapide abgenommen. "Die Besucherzahlen sind eingebrochen", redete Markus Conrad Klartext. Aus Gesprächen mit ehemaligen Stammgästen wissen er und seine Kollegin Wörn, dass viele Besucher aus dem Jugendtreff-Alter herausgewachsen sind. "Die gehen abends lieber nach Leonberg oder Stuttgart, weil dort mehr los ist", musste Weissachs Jugendreferent zähneknirschend feststellen. Um die "Factory", so heißt der Jugendtreff in der Strickfabrik, wieder attraktiver gemacht, sollen die Öffnungszeiten geändert werden.
Geplant ist, mehr unter der Woche als am Freitagabend aufzumachen. Zusätzlich könnte das Internetcafé mit zwei Internet-Arbeitsplätze neue Besucher anlocken, so das Kalkül der beiden Jugendreferenten.
Zur Erfolgsgeschichte hat sich indes das Sommercamp entwickelt. "Der Umzug ins Freie hat sich absolut bezahlt gemacht", resümierte Markus Conrad vor dem Gemeinderat. 93 Kinder hätten mitgemacht. Ein Dankeschön sagte Conrad an die Adresse von Gemeinderat Martin Kilpper (Freie Wähler). Der Landwirt hatte den Freizeitteilnehmern sein Grundstück kostenlos überlassen und die Wiese eigens für die Kinder gemäht. Hierfür schenkte ihm der Jugendreferent ein Camp-T-Shirt als Andenken an die Freizeit.
Durch den Beschluss ist die Zukunft der beiden Weissacher Jugendreferenten Nadina Wörn und Markus Conrad wieder offen. Beide stehen bislang beim Verein für Jugendhilfe unter Vertrag. Kreutel deutete aber an, dass Wörn und Conrad möglicherweise von der Gemeinde von Mai nächsten Jahres an selbst angestellt werden.
Beim Verein für Jugendhilfe in Böblingen hat die Entscheidung große Irritationen ausgelöst. "Ich bin total überrascht und muss mich erst einmal sortieren", sagte Vorstandsmitglied Sebastian Kruggel auf Anfrage. Kruggel wollte sich zu weiteren Einzelheiten noch nicht äußern, "weil ich die genauen Gründe für die Entscheidung nicht kenne."
Bislang deutete aber nichts auf eine Ende der Zusammenarbeit hin, zumal den beiden Sozialpädagogen Wörn und Conrad eine gute Arbeit bescheinigt wird. "Wir haben immer versucht, unser ganzes Fachwissen für die Jugendarbeit in Weissach einzubringen", sagt Kruggel. So habe der Verein eine interkommunale Arbeitsplatzbörse in Renningen initiiert, von der auch Schüler aus Weissach profitiert hätten. Und zum Sommerferiencamp sei eigens das Spielmobil aus Höfingen zur Verfügung gestellt worden, nennt Kruggel zwei Beispiele.
Derweil stellte Markus Conrad im Gemeinderat den neuesten Tätigkeitsbericht des Jugendreferates vor. Er endete mit einer guten und einer schlechten Nachricht. Ein positiver Trend zeichne sich beim Kindertreff donnerstags in der Strickfabrik ab. "Er wird immer besser nachgefragt", berichtete der Sozialpädagoge.
Im Gegenzug habe das Interesse der Jugendlichen am Jugendtreff rapide abgenommen. "Die Besucherzahlen sind eingebrochen", redete Markus Conrad Klartext. Aus Gesprächen mit ehemaligen Stammgästen wissen er und seine Kollegin Wörn, dass viele Besucher aus dem Jugendtreff-Alter herausgewachsen sind. "Die gehen abends lieber nach Leonberg oder Stuttgart, weil dort mehr los ist", musste Weissachs Jugendreferent zähneknirschend feststellen. Um die "Factory", so heißt der Jugendtreff in der Strickfabrik, wieder attraktiver gemacht, sollen die Öffnungszeiten geändert werden.
Geplant ist, mehr unter der Woche als am Freitagabend aufzumachen. Zusätzlich könnte das Internetcafé mit zwei Internet-Arbeitsplätze neue Besucher anlocken, so das Kalkül der beiden Jugendreferenten.
Zur Erfolgsgeschichte hat sich indes das Sommercamp entwickelt. "Der Umzug ins Freie hat sich absolut bezahlt gemacht", resümierte Markus Conrad vor dem Gemeinderat. 93 Kinder hätten mitgemacht. Ein Dankeschön sagte Conrad an die Adresse von Gemeinderat Martin Kilpper (Freie Wähler). Der Landwirt hatte den Freizeitteilnehmern sein Grundstück kostenlos überlassen und die Wiese eigens für die Kinder gemäht. Hierfür schenkte ihm der Jugendreferent ein Camp-T-Shirt als Andenken an die Freizeit.
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