LBBW im Porträt Die größte deutsche Landesbank
AP, veröffentlicht am 07.12.2009
Stuttgart - Die LBBW ist die größte deutsche Landesbank. Jahrelang galt sie als Vorzeigeinstitut. Im Zuge der weltweiten Finanzkrise rutschte die Landesbank Baden-Württemberg aber tief in die roten Zahlen. Im vergangenen Jahr betrug der Verlust nach Steuern fast 2,1 Milliarden Euro. Auch in den ersten neun Monaten 2009 schrieb das Institut rote Zahlen. Wegen der Verluste musste Vorstandschef Siegfried Jaschinski im Frühsommer seinen Hut nehmen. Sein Nachfolger Hans-Jörg Vetter leitete den Umbau ein.
Das Institut will bis 2013 rund 2.500 der derzeit 10.000 Jobs streichen, die Bilanzsumme verringern und sich von Beteiligungen trennen, um der EU-Kommission entgegen zu kommen. Die Brüsseler Behörde hatte im Juni eine Kapitalspritze über fünf Milliarden Euro und eine Risikoabschirmung über 12,7 Milliarden Euro für die Bank vorläufig genehmigt, erwartet im Gegenzug aber eine Umstrukturierung. Auch im laufenden Jahr wird bei der LBBW wieder ein Minus von rund zwei Milliarden Euro erwartet. Grund sind unter anderem die erwarteten Kreditausfälle durch die Wirtschaftskrise. Eigentümer der LBBW sind das Land Baden-Württemberg, der baden-württembergische Sparkassenverband sowie die Stadt Stuttgart.
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