Dass der Astronom aus Weil auch ein gutes "Marken-Image" hat, zeigte im März eine Briefmarkenausstellung im Ratssaal. Münzen und Geldscheine mit Raumfahrtmotiven gab es im Frühjahr ebenfalls zu sehen. Ein besonderer Tag für Sindelfingen war der 25. April: Das zweite stationäre "Einstein-Labor" ermöglicht es Schülern aus der Region, die Welt von Lichtgeschwindigkeit, Relativitätstheorie und Raumfahrt ganz praktisch zu erfahren.
Um Raumfahrt ging es auch im Beitrag der Weiler Kinderuni zum Keplerjahr. Mit der Landung des Raumschiffs Somnia auf dem Festplatz begann am 10. Mai eine umtriebige Zeit. Mehr als 8000 Kinder nutzten im Frühsommer die Gelegenheit, von Weil der Stadt aus zum Mars zu fliegen - und dort im (nachgebauten) Weltraumlabor Gesteinsproben zu untersuchen. Ein Unternehmen, das sich auch der echte Astronaut Ernst Messerschmidt nicht entgehen lassen wollte.
Doch auch für die etwas Älteren war 2009 viel geboten. Gleich zwei Ringvorlesungen an mehreren Universitäten befassten sich mit der modernen Astronomie und dem Beitrag, den Johannes Kepler für die Wissenschaft geleistet hat. In Weil der Stadt gab es eine Theateraufführung und eine Kepler-Tagung. Ausstellungen im Stadtarchiv und in der Stuttgarter Landesbibliothek beleuchten weitere historische Aspekte. Und über all dem kreist seit dem 7. März eine nach Kepler benannte Raumsonde der Nasa, die nicht nur mit dem Fernrohr nach fremden Planeten Ausschau hält. Der große Geist aus Weil der Stadt hätte daran bestimmt seine Freude.
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