Lieber verliebt
Fünfzehn Jahre jünger!
Ina Hochreuther, veröffentlicht am 30.12.2009
Filmbeschreibung
In New York lebt es sich besser als im Vorstadtidyll. Der vierzigjährigen Sandy (Catherine Zeta-Jones) jedenfalls gelingt in der Millionenmetropole alles auf Anhieb. Kaum hat die Hausfrau ihren untreuen Mann verlassen und die Kinder ins Auto gepackt, um in der Stadt neu anzufangen, fliegen ihr eine Wohnung und ein Job als Texterin beim Sportfernsehen zu. Jetzt fehlen nur noch ein Babysitter und ein neuer Liebhaber. Aram Finkelstein (Justin Bartha), der nette Junge aus dem Coffeeshop nebenan, erweist sich da als multifunktional einsetzbar.
Der Regisseur und Drehbuchautor Bart Freundlich gibt in "Lieber verliebt" auch Aram eine frische Enttäuschung mit. Die reizende Französin, die er geheiratet hatte, wollte nur eine Greencard. Im Techtelmechtel zwischen Sally und Aram geht es aber weniger um Frust, der aus kaputten Beziehungen entsteht, als um den Altersunterschied von fünfzehn Jahren.
Leider nimmt man der 1969 geborenen Catherine Zeta-Jones nicht recht ab, dass sie Aram ablehnt, bloß weil der jünger ist. Denn Aram ist ein Prachtkerl. Er ist sympathisch, lustig und sogar studiert, mag aber lieber Kinder betreuen als dem gesellschaftlichen Karrieredruck nachgeben. Er tobt mit den Gören herum, beweist natürliche Autorität und lässt sich nicht aus der Fassung bringen, wenn Sandys Tochter nach zu viel Kuchen beim Zubettgehen von ihm fordert: "Sing mir was vor oder ich kotz dich total zu." Obendrein ist von Sandys Alter zwar oft die Rede, die Bilder aber präsentieren sie jugendfrisch. Wenn Sally von Falten spricht, hält die Kamera Abstand. Denn Zeta-Jones hat entweder keine oder will keine zeigen.
Immerhin, die schwerelose gehobene Mittelklasseexistenz wird in diesem Film, unüblich für romantische Komödien aus den USA, mit Deftigkeiten auf den Boden geholt. Da gibt es lautstarke Flüche, jemanden, der sich nach dem Toilettengang nicht die Hände wäscht, eine sturzbetrunkene Mutter, ein kotzendes Kind und eines, das die Erwachsenen beim Sex ertappt. Aber das ohnehin etwas plumpe Drehbuch verstolpert sich im letzten Viertel heftig. Da hilft es nicht mehr viel, dass "Lieber verliebt" mit Musik von Simon and Garfunkel auf einen ganz großen Klassiker der Altersdifferenzromanze verweist: "Die Reifeprüfung" wird hier nicht bestanden.
Der Regisseur und Drehbuchautor Bart Freundlich gibt in "Lieber verliebt" auch Aram eine frische Enttäuschung mit. Die reizende Französin, die er geheiratet hatte, wollte nur eine Greencard. Im Techtelmechtel zwischen Sally und Aram geht es aber weniger um Frust, der aus kaputten Beziehungen entsteht, als um den Altersunterschied von fünfzehn Jahren.
Leider nimmt man der 1969 geborenen Catherine Zeta-Jones nicht recht ab, dass sie Aram ablehnt, bloß weil der jünger ist. Denn Aram ist ein Prachtkerl. Er ist sympathisch, lustig und sogar studiert, mag aber lieber Kinder betreuen als dem gesellschaftlichen Karrieredruck nachgeben. Er tobt mit den Gören herum, beweist natürliche Autorität und lässt sich nicht aus der Fassung bringen, wenn Sandys Tochter nach zu viel Kuchen beim Zubettgehen von ihm fordert: "Sing mir was vor oder ich kotz dich total zu." Obendrein ist von Sandys Alter zwar oft die Rede, die Bilder aber präsentieren sie jugendfrisch. Wenn Sally von Falten spricht, hält die Kamera Abstand. Denn Zeta-Jones hat entweder keine oder will keine zeigen.
Immerhin, die schwerelose gehobene Mittelklasseexistenz wird in diesem Film, unüblich für romantische Komödien aus den USA, mit Deftigkeiten auf den Boden geholt. Da gibt es lautstarke Flüche, jemanden, der sich nach dem Toilettengang nicht die Hände wäscht, eine sturzbetrunkene Mutter, ein kotzendes Kind und eines, das die Erwachsenen beim Sex ertappt. Aber das ohnehin etwas plumpe Drehbuch verstolpert sich im letzten Viertel heftig. Da hilft es nicht mehr viel, dass "Lieber verliebt" mit Musik von Simon and Garfunkel auf einen ganz großen Klassiker der Altersdifferenzromanze verweist: "Die Reifeprüfung" wird hier nicht bestanden.
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